Mittwoch, 17. Juni 2015

Der Poststreik

... bringt meine Leseplanung für die kommenden Wochen ganz schön durcheinander!
Denn diverse Rezensionsbücher sowie Vorab-Leseexemplare kommen einfach nicht an. Bei meinem Glück werden wahrscheinlich alle gleichzeitig eintrudeln, was so NICHT geplant war, und dann muß ich wohl ein paar Nacht-Leseschichten einlegen.

Nichtsdestotrotz ist in der ersten Juniwoche eine Medimops-Bestellung eingetroffen:

Da wäre zum einen mein nunmehr 3. Strobel ;-)

Dann habe ich mich entschlossen, die "Julia Durant-Reihe" von Andreas Franz von Beginn an zu lesen. (Mein erstes Buch aus dieser Reihe war ja "Tödlicher Absturz", der 13. Fall.)

Und schließlich war endlich "Seelenriss" verfügbar, welches ich schon ganz lange suche. Ich habe dabei festgestellt, daß es auch eigentlich ein "zweites Buch" ist und habe daher das erste, "Opfertod", gleich mit bestellt.

Sonntag, 14. Juni 2015

Der Trakt

... von Arno Strobel ist im Mai 2010 als Taschenbuch im Fischer-Verlag erschienen, hat 338 Seiten und kostet EUR 8,95. Ich habe es gebraucht über Medimops erworben.


Ganz kurz zum Inhalt (um nicht zu spoilern):

Beim Aufwachen stellst du fest, daß du anscheinend in einem Krankenhaus liegst. Du fragst dich, warum dein Mann nicht an deinem Bett sitzt. Und wo ist dein Sohn? Vielleicht ist dein Mann bei ihm? Du dämmerst wieder weg und hast dabei ein Bild vor dir, wie dein Sohn von einem tätowierten Arm in ein Auto gezerrt wird. Du rennst vergeblich hinterher.

Später: Warum behauptet dein Mann dich nicht zu kennen, obwohl du diverse Einzelheiten eures Lebens kennst? Warum sagen alle, daß du kein Kind hast?
 
Meine Meinung:
Dies ist mein zweiter „Strobel“, den ich gelesen habe. Nach Beendigung von „Der Sarg“ war mir klar, daß ich unbedingt ein weiteres Buch von ihm lesen muß. Und richtig: Auch hier schafft es Arno Strobel wieder, mir als Leser eine durchweg spannende und beklemmende Situation vor Augen zu führen. Während der Lektüre war ich hin- und hergerissen, wer die „Guten“ und wer die „Bösen“ sind. Die Verzweiflung der Protagonistin war förmlich greifbar. So konnte ich das Buch nicht aus der Hand lesen und habe es innerhalb eines Tages ausgelesen. Das passiert mir nur bei ganz wenigen Büchern! 
Der Schreibstil ist auch hier klar, mit ausreichend Detailinformationen, die jedoch den Lesefluß nicht ausbremsen. Auch wenn man weiß, daß es sich um Fiktion handelt, sind die Hintergründe sehr realistisch dargestellt – es könnte passieren, denkt man sich bzw. befürchtet man! 
Die einzelnen Personen sind strukturiert beschrieben und der Autor schafft es, durch verschiedene Eigenheiten der Protagonisten die Empfindungen des Lesers zu steuern. 
Ein echter Pageturner und für Freunde von unblutigen Psychothrillern unbedingt zu empfehlen! (Und ja, ich habe mir bereits ein drittes Buch bestellt.)
 Als Schulnote kann es nur eine 1 geben!

Dienstag, 2. Juni 2015

Hokus Pokus Zauberkuss

... ist als Taschenbuch im April 2014 bei Goldmann erschienen, hat 285 Seiten und kostet EUR 8,99. Mir ist das Buch seinerzeit schon im Neuerscheinungs-Newsletter von Randomhouse aufgefallen und dann auf meine Merkliste gewandert. Was lag also näher, als mich für dieses Buch zu entscheiden, welches ich als erstes für das neue Bloggerportal rezensieren wollte.



Eine Leseprobe findet ihr "HIER" .

Zum Inhalt:
Josie hofft, daß ihr Will an ihrem 27. Geburtstag endlich einen Heiratsantrag macht. Doch der ist vom Werbefachmann zum Umweltaktivisten mutiert und schenkt ihr ein selbstgebasteltes Recyclingarmband.
Ihre beste Freundin Lara ist seit der Geburt ihres Sohnes Olly nur noch mit dem Muttersein beschäftigt und schafft es nicht einmal mehr, die Wohnung, geschweige denn sich selbst, in Schuß zu halten.
Josies geliebter Vater ist tot und ihre Mutter lebt jetzt mit dem tätowierten Del zusammen, den Josie nicht ausstehen kann.
Außerdem steht Josies Job auf der Kippe, wenn sie nicht schnellstens eine passende Filmlocation findet.
Kurzum, die Geburtstagsfeier steht nicht unter guten Vorzeichen, wenn da nicht ihre Großmutter wäre, die ihr die feierliche Übergabe eines Hexenbuchs angekündigt hat.

Meine Meinung:
Das Buch ist keine „normale“ Liebesgeschichte, sondern ich würde es eher als „humorvolle Fantasy-Lovestory“ bezeichnen. Die Geschichte erinnert ein wenig an die beliebte TV-Serie „Verliebt in eine Hexe“ (bzw. „Bewitched“ im Original). Josie ist jedoch nicht so clever wie Samantha, sondern eher ein liebenswerter Chaot und richtet mit ihren Zaubereien beinahe mehr Schaden an, als daß ihr etwas gelingt. So stolpert sie von einem Fettnäpfchen ins nächste, obwohl sie doch immer nur das Beste will. 
Karen Clarke schafft es dabei, jedem der Protagonisten etwas Liebenswürdiges zu geben, sodaß es wirklich keinen gibt, den man gar nicht mag. 
Der Leser landet gleich mitten im Leben von Josie und hofft im weiteren Verlauf mit ihr, daß sich alles zum Guten wendet. Der Schreibstil ist locker und so liest sich das Buch flüssig weg, obwohl eine Menge Details beschrieben werden. 
Auch wenn ich kein Fan von Fantasyromanen bin, habe ich mich gut unterhalten gefühlt, da die Story sehr nah an der Realität angelegt ist. Kurzum ein netter, entspannender Roman für einen lauen Sommerabend oder einen Tag am Strand.

Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 2.