Mittwoch, 30. Mai 2018

Das Meer so nah

... von Fiona Blum ist am 23.04.2018 als Hardcover im Goldmann Verlag erschienen, hat 317 Seiten und kostet EUR 15,00. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten.


Zum Inhalt:
Lucy S. Harper lebt als Mathematiklehrerin in Manchester. Ihr Leben verläuft sehr ruhig und strukturiert, Überraschungen mag sie gar nicht. Da erhält sie einen Anruf von einer ihr unbekannten Frau, die ihr mitteilt, dass ihr Vater im Sterben liegt und sie unbedingt nach Irland kommen muss. Als sie ihre Eltern deswegen befragt, reagieren diese äußerst seltsam. Daher beschließt Lucy nach Irland zu fliegen ...

Zur Leseprobe des Verlags geht es hier.

Meine Meinung:
Als Besonderheit gibt es am Anfang des Buches eine kleine Landkarte von Irland sowie ein Personenregister. Ich habe im ersten Moment gedacht, dass ich zumindest das Personenregister überflüssig finde. Jedoch habe ich beim Lesen gemerkt, dass es hilfreich ist, denn ich habe von Zeit zu Zeit sowohl die Landkarte, als auch das Personenregister konsultiert. 
Es war mein erstes Buch dieser Autorin und mir kam der Schreibstil ein wenig „blumig“ vor, was mich neugierig gemacht hat. Es hat sich herausgestellt, dass er ganz hervorragend zur Geschichte passt, die sowohl traurige Passagen enthält, als auch absurde Vorkommnisse, die mich haben schmunzeln lassen; wie z.B.: 
… Es konnte doch nicht sein, dass da mitten auf einer Schafweide, neben einem lustig prasselnden Lagerfeuer, zwischen Suppe und Sandwichs, einfach so eine Leiche lag? …
Die doch recht skurrilen Protagonisten sind allesamt sehr liebevoll und detailliert beschrieben, so dass man sie sofort ins Herz schließen muss. Jeder hat „sein Päckchen zu tragen“ und geht damit ganz individuell um. Und ganz nebenbei erhält man als Leser auch gleich ein wenig „Lebenshilfe“: 
… Alles, was passierte, passierte. Egal, was man davon halten mochte. Man konnte es sich nicht wegdenken. … Das führte zu nichts. Zumindest zu nichts Gutem. …
Fazit: Die Autorin hat hier einen wunderbaren Roman über das Leben zu Papier gebracht, der mich beim Lesen mit einem wohligen Gefühl versorgt hat, und außerdem Lust darauf macht, Irland selbst zu bereisen.
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich mit gutem Gewissen eine 2+.

Montag, 28. Mai 2018

Die LoveLetter Convention in 2018

... fand nun bereits zum 7. Mal statt. Da bin ich schon stolz sagen zu können, dass ich zum 6. Mal dabei war. Mein Ticket hatte ich im November erworben und ich bin ganz ehrlich, die Vorfreude bei mir war nicht so groß wie in den Jahren zuvor. Als dann nach und nach die teilnehmenden Autoren bekanntgegeben wurden, war ich auch ein wenig enttäuscht. Aber ... im Nachhinein kann ich wieder sagen, es war eine tolle Convention und ich bin voller Eindrücke, die ich nach und nach noch verarbeite!

Freitagnachmittag hatte ich das Programm soweit "durchgearbeitet", dass ich mir die für mich interessantesten Veranstaltungen rausgesucht und markiert hatte. Beginnen wollte ich am Samstag dann um 10.00 Uhr. So hatte ich Zeit genug, noch mit meinem Mann zusammen zu frühstücken, bevor er mich hingefahren hat. Rechtzeitig war ich vor Ort und konnte meinen Besucherausweis und die Conventiontasche entgegennehmen. Diese bzw. den Inhalt habe ich dann vor der Verlagspräsentation von LYX noch kurz in Augenschein nehmen können.


Der LYX-Verlag hat seine Präsentation dieses Mal ein wenig anders gestaltet, da "sie ja fast jeder inzwischen kennt", und stattdessen haben die vier teilnehmenden Mitarbeiterinnen ihre Lieblinge aus den kommenden Neuerscheinungen präsentiert. Das hat mir sehr gut gefallen; allerdings ist meine Wunschliste wieder deutlich gewachsen.

Als nächstes stand bei mir (nach einer kleinen Pause) der Workshop "Der perfekte Book-Boyfriend" mit Vanessa Sangue und Sarah Saxx auf dem Plan. Es war sehr lustig ...
... und das war schließlich das demokratische abgestimmte Ergebnis:

Nach der Mittagspause wollte ich mal eine neue Autorin kennenlernen und habe den Workshop "Süße Verführung - Karamell zum Naschen" mit Anne Barns besucht. Eine äußerst sympathische Autorin, die ihren ebenso netten Mann dabei hatte und ... diverses selbstgemachtes Karamell für uns!

Auf meine anschließend geplante Veranstaltung, ein "Blind Date", habe ich aufgrund des Andrangs verzichtet. Lieber habe ich mich rechtzeitig zur Lesung von Laura Kneidl angestellt.

Danach ging es zum "Klappentext-Bingo", veranstaltet von LYX-Verlag. Es hat viel Spaß gemacht, auch ohne unter den Gewinnern gewesen zu sein! Auf den Bingo-Karten waren in den einzelnen Feldern kleine Satzschnipsel oder einzelne Wörter vermerkt. Dann wurden Klappentexte vorgelesen und man musste die Wörter oder Textschnipsel auf der Bingo-Karte markieren. Das hat bei mir jedoch nur bedingt funktioniert, da ich mehr der "Lesung" zugehört habe, als parallel auf meine Bingo-Karte zu sehen.

Nach einer weiteren kleinen Verschnaufpause stand die letzte Veranstaltung an, das "Get-together für Blogger & Autoren". Es war ein lockerer Rahmen mit Getränken und kleinen Häppchen sowie diversen Bistrotischen, um die sich Autoren und Blogger in wechselnden Gruppierungen trafen. Außerdem hatte das Organisationsteam kleine Heftchen drucken lassen, in dem die teilnehmenden Blogger kurz vorgestellt wurden, das mich total stolz gemacht!
Hier bin ich u.a. mit der charmanten Nancy Warren ins Gespräch gekommen, die mir auch gleich ein Exemplar ihres Buches zur Rezension signiert überlassen hat.
Außerdem hatte ich ein nettes Gespräch mit Sarah Saxx und auch mit Amy Baxter, die uns zwei gleich bei Instagram in einer Story verewigt hat.
Auch mit der äußerst sympathischen Bloggerin Jenny, von eulenmatz liest, habe ich mich gut unterhalten. Dabei haben wir festgestellt, dass wir dieses Jahr beide noch einige gleiche Buchveranstaltungen besuchen.

Ein wenig erschöpft, aber glücklich hat mich mein Mann wieder im Empfang genommen und wir haben den Tag bei Tapas und einer Sangria ausklingen lassen.

Um es hier nicht allzu lang zu machen, werde ich den Sonntag zusammen mit den Büchern und Goodies in einem gesonderten Beitrag "verarbeiten".

Samstag, 26. Mai 2018

The woman in the window

... von A.J. Finn (Übersetzer Christoph Göhler) ist am 19.03.2018 als Paperback im Blanvalet Verlag erschienen, hat 541 Seiten und kostet EUR 15,00 bzw. EUR 11,99 als E-Book. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten.


Zum Inhalt:
Anna Fox lebt allein in ihrem großen Haus in New York. Nach einem schlimmen Erlebnis verlässt sie dieses auch nicht mehr. Ihr Tagesablauf ist davon bestimmt im Internet zu chatten sowie Schach zu spielen und, vor allem, ihre Nachbarn zu beobachten. Als direkt gegenüber eine Familie einzieht, vermisst sie ihr früheres Leben. Dann sieht sie, wie die Frau aus diesem Haus brutal überfallen wird. Mit viel Überwindung verlässt Anna ihr Haus, um zu helfen. Doch dann wird sie ohnmächtig und als sie im Krankenhaus wieder zu sich kommt, behaupten alle, sie hätte sich den Überfall nur eingebildet …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Verlagsseite.

Meine Meinung:
Als Film würde man diesen Thriller als Kammerspiel bezeichnen, da er sich auf engstem Raum abspielt und die Anzahl der Protagonisten auch überschaubar ist. Aber gerade diese Szenerie hat mich als Leser so gebannt. Es ist kaum zu glauben, dass es sich hier um den Debütroman des Autors handelt. 
Als Leser erleben wir 23 intensive Tage zusammen mit Anna und die haben es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Obwohl die Geschichte nur aus Annas Sicht erzählt wird, schafft es der Autor, den Leser immer wieder auf andere Fährten zu locken und zu verwirren. Der Wechsel zwischen Annas Gedankenwelt und dem realen Geschehen stört den Lesefluss jedoch keineswegs. 
Trotz des beachtlichen Umfangs mit über 500 Seiten hat das Buch nur ein paar kleine Stellen gehabt, die mir ein wenig zu „zäh“ beschrieben waren. 
Fazit: ein sehr spannender Thriller, bei dem ich atemlos durch die Seiten geflogen bin
Daher muss es auf meiner Schulnoten-Skala eine 1- geben!

Mittwoch, 23. Mai 2018

Weil es Dir Glück bringt

… von Viola Shipman (übersetzt von Anita Nirschl) ist am 23.05.2018 im Fischer Verlag erschienen, hat 432 Seiten und kostet EUR 12,99 als E-Book sowie EUR 14,99 als Taschenbuch bzw. Paperback. Ich habe das E-Book im Vorfeld im Rahmen der NetGalleyDEChallenge als Rezensionsexemplar erhalten.


Zum Inhalt:
Samantha (Sam) ist auf einer Obstplantage mit angeschlossenem Café in Michigan aufgewachsen. Doch erscheint ihr das Leben dort zu provinziell und so geht sie nach New York, um als Konditorin zu arbeiten. Leider läuft nicht alles so, wie sie es sich gedacht hat. Sie kündigt ihren Job von heute auf morgen und kehrt zu ihrer Familie zurück. Nun muss sie sich entscheiden, was ihr im Leben wichtig ist …

Meine Meinung:
Es ist das erste Buch, welches ich von dieser Autorin gelesen habe; obwohl schon seit einiger Zeit ein weiteres bei mir im Regal steht. Ich wusste im Vorfeld, dass die Bücher immer von Familien, speziell den Frauen, ihrer Verbundenheit miteinander und der Vergangenheit handeln. Dies ist auch hier so. 
Die einzelnen Kapitel „springen“ munter zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Aber dennoch konnte ich der Geschichte gut folgen. Der rote Faden zwischen den Zeitebenen war die Zubereitung eines besonderen Rezepts. Die entsprechende Leckerei wurde sowohl aktuell als auch in der Vergangenheit hergestellt. Am Ende der Kapitel wurde das Rezept dann immer detailliert aufgeführt, das hätte ich (als Nicht-Bäcker) nicht gebraucht und habe es daher immer überblättert.
Die Story hat mir hinsichtlich der über fünf Generationen stattfindenden Entwicklung gefallen. Aber für meinen Geschmack war sie doch zu komprimiert, das hätte alles etwas ausführlicher ausgearbeitet werden können.
Ich kann daher auf meiner Schulnoten-Skala nur eine 3- vergeben.

Sonntag, 20. Mai 2018

Annas (fast) perfekte Hochzeit

… von Marion Stieglitz ist am 02.05.2018 als E-Book im Feelings-Verlag erschienen, hat 320 Seiten und kostet EUR 2,99. Das Taschenbuch, welches zeitgleich erschienen ist, kostet EUR 12,99. Ich habe das E-Book im Rahmen der NetGalleyDEChallenge als Rezensionsexemplar erhalten.


Zum Inhalt:
Als Anna an Silvester den länger erwarteten Heiratsantrag ihres Freundes erhält, schwebt sie im siebten Himmel. Im Rahmen der umfangreichen Hochzeitsplanungen beschließt sie, ihren kleinen Einrichtungsladen „Vintage Salon“ um Hochzeitsaccessoires zu ergänzen und somit zu einer Anlaufstelle für künftige Bräute zu machen. Doch all das, was ihr zunächst als die Erfüllung aller Träume erscheint, entwickelt sich mehr und mehr zur Katastrophe …

Meine Meinung:
Diese Mischung aus Romantik, Komik und Tragödien ist (natürlich) ein richtiger „Frauenroman“. 
Ich konnte mit der Protagonistin mitfühlen, aber habe an diversen Stellen auch vor mich hin geschmunzelt. Alle Charaktere sind bis in die Nebenrollen gut beschrieben. Auch die Tatsache, dass so einige Klischees eingearbeitet wurden (wie z.B. Vater mit zweiter, deutlich jüngerer Frau), schmälert das Lesevergnügen nicht.  
Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass sogar einiges in dem Buch verarbeitet war, was man als „Lebenshilfe“ bezeichnen könnte. Da wären u.a. die Lehre, dass man nicht alles im Leben planen kann und vieles ganz anders kommt, als man es sich erträumt hat. Oder auch, dass man sein Leben nicht nach den Vorstellungen anderer ausrichten soll, sondern schon genau in sich hineinhören, was die eigenen Wünsche / Ideen / Träume sind. 
Mir hat auch außerordentlich gut gefallen, dass am Anfang jedes Kapitels ein Zitat berühmter Leute stand! Allein schon wegen dieser Zitate / Sprichwörter ist es fast wert, das Buch zu lesen. Es fiel mir sehr schwer, mich für eines zu entscheiden, um es hier zu zitieren. Aber schließlich habe ich mich für ein chinesisches Sprichwort entschieden: 
„Besser auf neuen Wegen etwas stolpern, als in alten Pfaden auf der Stelle zu treten.“
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine ganz klare 2.

Dienstag, 15. Mai 2018

Amore mortale

… von Beate Boeker ist als E-Book bei Midnight im Oktober 2017 erschienen, hat 280 Seiten und kostet EUR 3,99. Ich habe ein Rezensionsexemplar von NetGalley über einen Gutschein erhalten, den ich auf der FBM 2017 bekommen habe.
Das Buch trägt den Untertitel „Florentinische Morde 2“; es gab bereits einen ersten Band (Hochzeit mit Todesfall).


Zum Inhalt:
Carlina führt ein kleines Lingeriegeschäft in Florenz. Kurz vor Weihnachten erwirbt einer ihrer Stammkunden Geschenke für seine aktuelle Geliebte. Am nächsten Tag ist er tot – erwürgt mit einer Strumpfhose, die nur in Carlinas Geschäft verkauft wird …

Meine Meinung:
Ich kannte den ersten Band nicht, aber das war auch nicht nötig, um dieses Buch zu verstehen. Es werden zwar ab und zu Andeutungen gemacht, aber das hindert den Lesefluss nicht. 
Es handelt sich bei der Geschichte um einen sogenannten „Cosy Crime“, also einen Wohlfühlkrimi. Ich denke, dass diese Genrebezeichnung auch zutrifft. Es gibt Morde und polizeiliche Ermittlungen, aber auch jede Menge Familiäres und Liebe. 
Das Buch hat sich angenehm gelesen, war amüsant, jedoch nicht nachhaltig fesselnd. 
Kurzum nett für zwischendurch.
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 3.

Sonntag, 13. Mai 2018

Zu nah

… von Olivia Kiernan (Übersetzung Ulrike Wasel und Klaus Timmermann) ist im April 2018 als Taschenbuch bei Harper Collins erschienen, hat 367 Seiten und kostet EUR 14,99. Ich habe vom Verlag ein Rezensionsexemplar erhalten.


Zum Inhalt:
Als Frankie Sheehan wieder an ihren Arbeitsplatz im Dubliner Polizeipräsidium zurückkehrt, nachdem sie der letzte Fall fast das Leben gekostet hätte, wird sie gleich mit einem neuen Frauenmord konfrontiert. Doch je mehr sie und ihre Kollegen in das Dickicht der Hintergründe vordringen, desto bizarrer wird der Fall. Dann wird die Leiche einer zweiten Frau gefunden …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Verlags-Webseite .

Meine Meinung:
Ein wirklich spannender Thriller, dessen Schreibstil mich flüssig durch die Seiten hat fliegen lassen. 
Die Story wird überwiegend aus der Sicht der Hauptprotagonistin, Frankie Sheehan, erzählt. Daher nähert man sich als Leser dem Täter genauso nur stückweise und sitzt auch mal einer falschen Fährte auf. Im weiteren Verlauf der Geschichte gab es dazu die eine oder andere unerwartete Überraschung für mich, bis sich dann im entscheidenden Show-down alles aufklärte. 
Fazit: Wer gern Thriller liest, bei denen die Ermittlungsarbeit der Polizei im Vordergrund steht, ist hiermit bestens beraten.
Daher vergebe ich auf meiner Schulnoten-Skala eine 2.

Freitag, 11. Mai 2018

Halt die Wolken fest

… von Dorothea Stiller ist im April 2018 als E-Book in der „Romance Alliance Love Shots“-Reihe bei Digital Publishers erschienen, hat 102 Seiten und kostet EUR 2,99. Ich habe über einen Newsletter davon erfahren und ein Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten.


Zum Inhalt:
Harper will ihrem Vater beweisen, dass sie bereit ist, in seine Fußstapfen zu treten. Dafür muss sie ein wichtiges Geschäft in New York abschließen. Doch im Vorfeld geht alles schief. Wie gut, dass ihr der obdachlose Mason hilft. Als Gegenleistung möchte er nur, dass sie Zeit mit ihm verbringt. Das sagt Harper zwar zu, aber gibt ihm falsche Daten und macht sich aus dem Staub …

Meine Meinung:
Leider bin ich mit dem Buch nicht warm geworden, was aber nicht am Schreibstil der Autorin lag. Auch gab es einige Passagen im Buch, die mir gefallen haben. Jedoch empfand ich die Geschichte als nicht „rund“. Vielleicht hätte es sich gelohnt, diese ein wenig mehr auszubauen und nicht als Kurzgeschichte zu veröffentlichen.
Daher vergebe ich auf meiner Schulnoten-Skala eine 4.

Montag, 7. Mai 2018

Bretonische Verhältnisse

… von Jean-Luc Bannalec ist im September 2013 als Taschenbuch bei Goldmann erschienen, hat 318 Seiten und kostet EUR 8,99. Ich habe das Buch als preisreduziertes Mängelexemplar Mitte 2015 gekauft.

Zum Inhalt:
Kommissar Dupin lebt noch nicht lange in der Bretagne, als er den Mord an einem über 90-jährigen Hotelbesitzer im Künstlerdorf Pont Aven aufklären soll. Die Anwohner und Hotelangestellten sind mit Auskünften nicht gerade großzügig. Dann gibt es noch eine zweite Leiche und der Druck auf den Kommissar wächst.

HIER findet Ihr eine Leseprobe!

Meine Meinung:
Ich empfand den Schreibstil als ein wenig anstrengend zu lesen, denn
- es gibt viele Landschaftsbeschreibungen
- sowie viele Gespräche, aber kaum Handlung
- die Gespräche sind sehr ausschweifend und dabei teilweise nichtssagend
- die sehr detaillierten Beschreibungen führen u.a. dazu, dass ein Tag auf 96 Seiten beschrieben wird
- so umfasst die Geschichte lediglich 4 Tage, in denen der Fall jedoch gelöst wird


Ich habe das Buch beendet, da ich wissen wollte, wer der Mörder ist und welches Motiv er hatte. Andererseits musste ich manchmal mit mir kämpfen, um nicht einfach ein paar Seiten vorzublättern.  
Es ist ein solider Krimi, aber ich bin nicht richtig mit warm geworden und werde mir ganz sicher nicht die Folgebände zulegen.

Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich dafür eine 3.

Samstag, 5. Mai 2018

Ein Sommer und ein ganzes Leben

… von Kristina Valentin (alias Kristina Günak) ist am 12.03.2018 als Taschenbuch im DIANA-Verlag erschienen, hat 285 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten.


Zum Inhalt:
Katharinas Leben dreht sich in erster Linie um ihre beiden Kinder. An ihre eigenen Bedürfnisse denkt sie fast nie. Als ihre berufliche Existenzgrundlage erschüttert wird, ist sie froh, als eine enge Freundin sie bittet, ihr Haus während eines Auslandsaufenthalts zu hüten. Die Kinder genießen die Freiheiten im „eigenen“ Garten. Doch Katharina fühlt sich immer mehr zum „neuen“ Nachbarn David hingezogen, der sehr gut aussieht und im Rollstuhl sitzt …

Eine Leseprobe findet Ihr H I E R .

Meine Meinung:
Es handelt sich hier um eine überaus berührende Liebesgeschichte, die sowohl traurige Momente, als auch jede Menge Humor enthält. 
Die Autorin schafft es durch ihren natürlichen, lebensnahen Schreibstil wieder, dass ich sofort im Buch „drin“ war. Die geschilderten Probleme und kritischen Situationen fühlten sich vollkommen echt an. Auch die Schilderungen im Hinblick auf Vorurteile, Unbehagen und Ressentiments dem im Rollstuhl sitzenden David gegenüber sind sehr gut recherchiert. 
Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass dies bereits das zweite Buch innerhalb kurzer Zeit ist, in dem eine der Hauptfiguren im Rollstuhl sitzt. Dieses Buch hier kommt aber wesentlich authentischer daher. 
Fazit: Ich habe mich beim Lesen richtig wohl gefühlt. Für mich ist es das beste Buch von Kristina Günak (Valentin / Steffan) bisher!
Auf meiner Schulnoten-Skala kann es daher nur eine 1 geben.

Dienstag, 1. Mai 2018

Die Tortenkönigin

... von Stella Conrad habe ich als E-Book über einen Newsletter des Verlags dotbooks als Rezensionsexemplar erhalten. Das E-Book ist dort im März 2014 erschienen, hat 366 Seiten und kostet EUR 1,99. Als Taschenbuch es bereits im Dezember 2010 im Diana-Verlag erschienen.


Zum Inhalt:
Helene ist als Bäckerin außerordentlich kreativ und kreiert ausgefallene Torten. Seit sie die elterliche Konditorei in einem kleinen Dorf an der See verlassen hat, um mit ihrem Freund nach Paris zu gehen, plant sie dort ein kleines Cafe zu eröffnen, wo sie ihre wundervollen Kreationen „an den Mann“ bringen will.
Als sie drei Tage vor der geplanten Hochzeit erfährt, dass ihr Freund sie bereits seit längerem betrügt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als in ihren Heimatort zurückzukehren. Dort kommt sie zunächst bei ihrer besten Freundin unter, denn sie ist nicht unbedingt im Guten mit ihrer Familie auseinandergegangen.
Doch leider ist die Nachfrage nach ausgefallenen Tortenkreation in diesem Kaff nicht vorhanden. Muss Helene nun auch noch ihren Berufstraum aufgeben?


Meine Meinung:
Obwohl die Grundidee der Geschichte eigentlich der „übliche Chick-Lit“-Plot ist, hat die Autorin dies sehr unterhaltsam umgesetzt. 
Gerade die etwas klischeehafte Beschreibung der Protagonisten hat mich zum Schmunzeln gebracht. Es gibt die typischen Dorfbewohner in allen Facetten, den Star, der ein Hallodri ist, und auch die Model-Szene bekommt „ihr Fett weg“. 
Kurzum handelt es sich um eine leichte, aber sehr amüsante Geschichte, die den Leser (bzw. hier eher die Leserin) schmunzeln lässt.
Ich vergebe auf meiner Schulnoten-Skala eine 2-.