Dienstag, 7. Juli 2020

Eine neue Runde #litlovetalk

Nachdem ich letzten Monat wieder ausgesetzt habe, geht es im Juli um folgende Frage:

Sommer, Strand und Urlaub - welche litlove-Romane dürfen da nicht fehlen?

Die Antwort zu dieser Frage wird sicher für jeden anders ausfallen.
Ich habe mir mal die "Sommer-Neuerscheinungen" der litLove-Autorinnen angesehen und habe folgende Auswahl getroffen:

  • "Die Gartenvilla" von Cristina Caboni scheint mir aufgrund des Handlungsortes Positano geeignet zu sein. Denn Bella Italia geht doch immer.
  • Dann handeln die Romane von Claudia Winter eigentlich immer an Urlaubs-Sehnsuchtsorten.  Da macht "Wie sagt man ich liebe dich" mit Portugal keine Ausnahme.
  • Und schließlich muss es für mich definitiv der letzte Teil der Royals-Reihe von Geneva Lee "Royal Secrets" sein, denn diese Lovestory passt für mich überall hin!
Wie würdet Ihr denn diese Frage beantworten? Schaut doch auch mal bei Instagram rein, wie die anderen #litlovebloggerinnen die Frage beantwortet haben.

Samstag, 4. Juli 2020

Und leise rieselt der Schnee am 21. November

… von Elisabeth von Sydow ist am 03.06.2020 im Selfpublishing erschienen, hat 530 Seiten und kostet als Taschenbuch EUR 12,17 bzw. als E-Book EUR 1,99. Ich habe das E-Book direkt von der Autorin als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Ebha fühlt sich schuldig am Tod ihrer Schwester Brianna. Ref kann den Tod seiner Frau Brianna nicht verwinden. Als Ebha und Ref aufeinandertreffen nimmt das Schicksal seinen Lauf …

Meine Meinung:
Die Story lässt zunächst auf eine Liebesgeschichte schließen, mit den „üblichen“ Komplikationen. Doch schon bald zeigt sich, dass hier so viel mehr drinsteckt. 
Die beiden Protagonisten haben (für mich) sehr ungewöhnliche Vornamen, was ich zunächst mit dem Handlungsort in Friesland verbunden habe. Bei einer kleinen Recherche habe ich dann zumindest für „Ebha“ herausgefunden, dass dieser Name gälischer und irischer Herkunft ist und eine Form von „Eva“. 
Das Cover ist sehr dezent gehalten und folgt nicht den aktuell üblichen Trends. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich in der Buchhandlung nicht zu diesem Buch gegriffen hätte. Aber dann hätte ich definitiv etwas verpasst! 
Die Geschichte um Ref, Ebha und Brianna hat mich sehr berührt. Dies war auch dadurch begründet, dass hier eine ganze Palette von Gefühlen angesprochen wurde. Ich habe an manchen Stellen geschmunzelt, an anderer Stelle mitgelitten, dann wieder Romantik verspürt, war wütend oder auch betroffen. 
Die Autorin hat es auf behutsame Weise geschafft, ein für viele bedrückendes Thema wie den Tod nahestehender Menschen derart in ihr Buch einzubinden, dass es nicht kitschig wird oder auf die Tränendüse drückt, sondern einfach zum Leben dazu gehört. 
Ich wurde zum Nachdenken angeregt und obwohl es mir das Herz zerrissen hat, bin ich froh, das Buch gelesen zu haben. 
Fazit: eine wunderbare und ergreifende Geschichte, die ich jedem nur ans Herz legen kann
Auf meiner Schulnoten-Skala muss es daher eine 1 sein.

Sonntag, 28. Juni 2020

Wie sagt man ich liebe dich

… von Claudia Winter ist am 15.06.2020 als Taschenbuch im Goldmann Verlag erschienen, hat 480 Seiten und kostet EUR 9,99. Obwohl es in gewisser Weise eine Fortsetzung zum Buch „Die Wolkenfischerin“ ist, ist es aber nicht erforderlich dieses gelesen zu haben. Ich habe das Buch über das Randomhouse Bloggerportal als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Die gehörlose Maelys lebt bei ihrer Tante in Paris, seit sie ein Stipendium für ein Kunststudium erhalten hat. Doch als ihre Tante in finanzielle Schwierigkeiten gerät, beginnt Maelys am Montmartre Touristen zu porträtieren. Da erhält sie eines Tages von einem Fremden das Angebot, seinen Großvater in Lissabon gegen ein stattliches Honorar zu malen. Maelys ahnt nicht, was diese Reise alles mit sich bringen wird ...

LESEPROBE

Meine Meinung:
Ein wunderschön sommerliches Cover und die Kurzbeschreibung haben mich sofort angesprochen. Auch ist die Autorin für mich ein Garant für Liebesgeschichten an Sehnsuchtsorten. 
Im Roman erfährt man viel über Lissabon und portugiesisches Leben, aber auch Paris kommt nicht zu kurz. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig zu lesen und mit regionalen Begriffen und Redewendungen „gespickt“. 
Erzählt wird aber nicht nur Maelys Geschichte, sondern auch die ihrer Tante Valérie, welche jedoch in der Vergangenheit angesiedelt ist. Beide Geschichten sind herzergreifend, wenn auch für mich Maelys ein wenig zu kurz kommt. Das hat mich ein klein wenig enttäuscht, da es in Kurzbeschreibung und Klappentext nur um Maelys geht. Insofern nehme ich im Vergleich zur „Wolkenfischerin“ einen kleinen Abstrich vor. 
Insgesamt habe ich mich mit dem Buch sehr wohl gefühlt und habe zwei wunderschöne Stellen für Euch ausgewählt, die ich unbedingt zitieren möchte: 
- auf Seite 195 heißt es „...Ich verspreche dir nicht, dass du den Rest deines Lebens glücklich sein wirst… Aber ich könnte deine Hand halten, wenn du traurig bist. ...“ 😍
- und auf Seite 203 „… Es ist immer das Nein, das wir eines Tages bereuen. ...“ 
Fazit: definitiv eine Leseempfehlung
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine 2.

Donnerstag, 25. Juni 2020

Vardo

… mit dem Untertitel „Nach dem Sturm“ von Kiran Millwood Hargrave (Übersetzung Carola Fischer) ist am 02.03.2020 als Hardcover im DIANA Verlag erschienen, hat 432 Seiten und kostet EUR 20,00. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über „Buchflüsterer“ erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Als Weihnachten 1617 ein verheerender Sturm auf die norwegische Insel Vardo zu zieht, sind die Männer gerade beim Fischfang. Gegen das Unwetter haben sie keine Chance. Die Frauen der Insel haben ihre Männer, Väter, Brüder verloren und versinken in gemeinschaftlicher Trauer. Doch das Leben muss weitergehen ...
Dann wird ein Kommissar auf die Insel geschickt, der sich in Schottland mit Hexenprozessen einen Namen gemacht hat. Er wird begleitet von seiner jungen, ihm frisch angetrauten Ehefrau ...

LESEPROBE

Meine Meinung:
Das Buch hätte ich mir von selbst nie gekauft, da der Klappentext nicht meinen Lesevorlieben entspricht. Auch das Cover hätte mich nicht dazu animiert, mich näher damit zu befassen. Da ist es doch gut, wenn man mal ein Überraschungsbuch erhält. 😇 
Ich habe etwas mehr als 100 Seiten gebraucht, bis ich in der Geschichte „angekommen“ bin. Und es ist auch keine „leichte“ Lektüre, aber es lohnt sich „dranzubleiben“. 
Die ausführlichen Schilderungen des Lebens in der damaligen Zeit fand ich sehr beeindruckend. Die Unterschiede zwischen Stadt und Dorf sowie zwischen besser situierten und einfachen Leuten waren schon seinerzeit sehr deutlich. Rückblickend aus heutiger Sicht wirkte jedoch alles recht bedrückend auf mich. 
Sehr detailliert wird auch auf die Rolle der Frauen eingegangen, die so gut wie keinerlei Rechte und Ansprüche hatten. Und wenn sich doch eine Frau traute, aufzubegehren, lief sie Gefahr als Hexe verurteilt zu werden. Das Leben war für sie somit ständig eine Gratwanderung. 
Explizit verarbeitet die Story auch die große Palette von menschlichen Verhaltensweisen – sowohl in positiver Hinsicht, als auch in schlechter. Es wird aufgezeigt, wie sich aus Nichtigkeiten und kleinen Eifersüchteleien im Rahmen einer Gruppe Tendenzen ausbreiten können, die im Endeffekt eine Eigendynamik entwickeln und schwer zu stoppen sind. 
Fazit: eine kraftvolle Geschichte mit viel Dramatik
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 3.

Mittwoch, 17. Juni 2020

Die Wolkenfischerin

… von Claudia Winter ist am 18.12.2017 als Taschenbuch bei Goldmann erschienen, hat 400 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch bei einem spontanen Treffen dieses Jahr in Leipzig von der Autorin signiert geschenkt bekommen, damit ich die Vorgeschichte zu ihrem neuen Buch kenne, welches am 15.06.2020 erschienen ist.



Zum Inhalt:
Claire arbeitet bei einem Berliner Gourmet- und Lifestyle-Magazin und jeder hält die charmante Französin dort für eine geborene Pariserin mit einem Kunststudium, was jedoch nicht der Wahrheit entspricht. Als sie einen familiären Hilferuf erhält, droht ihr Lügengebilde aufzufliegen, denn Claire muss umgehend in ihre Heimat die Bretagne reisen. Als in ihrem Heimatort dann noch ihr Chef auftaucht, ist das Chaos komplett…

LESEPROBE

Meine Meinung:
Das ist jetzt mein drittes Buch von Claudia Winter gewesen und für mich das bisher beste! Ich brauchte zwar anfangs ein wenig, bis ich in der Geschichte richtig angekommen bin, aber dann wollte ich sie nicht mehr aus der Hand legen. 
Ich habe erst im Verlauf der Lektüre mitbekommen, dass es eine Verbindung zu „Aprikosenküsse“ gibt, denn die dortige Protagonistin, Hanna, war eine Kollegin von Claire bei besagtem Gourmet-Magazin. 
Mit der Hauptperson Claire hat die Autorin einen vielschichtigen Charakter erschaffen, was sich dem Leser nach und nach erschließt. Trotz all ihrer Fehler habe ich sie ins Herz geschlossen. 
Auch gibt es hier einen schönen Spannungsbogen, der mich sogar an einem Happyend zweifeln ließ. 
Obwohl diverse Beschreibungen der Bretagne Reiselust vermitteln, steht Claires Geschichte immer im Vordergrund, was leider nicht bei allen Liebesromanen so ist, die in Urlaubsregionen spielen. Neben den örtlichen Beschreibungen hat die Autorin auch immer wieder kleine französische Redewendungen eingebaut. So hat mir besonders „Parfum pour rien“ gefallen, wie auf Seite 50 beschrieben: 
"...Siebzehn Proben desselben Parfums hatten sie in mehreren Geschäften abgestaubt und nun besaß Gwenaelle ihr erstes eigenes Parfum pour rien – für umsonst, denn sie hatten keinen Cent dafür ausgegeben." 
Fazit: ein echtes Herzensbuch und eines meiner Highlights dieses Jahr
Daher muss ich auf meiner Schulnoten-Skala eine 1 vergeben.

Samstag, 13. Juni 2020

Lessons from a One-Night-Stand

… von Piper Rayne (Übersetzung Cherokee Moon Agnew) ist am 02.06.2020 als E-Book im Forever Verlag erschienen, hat 380 Seiten und kostet EUR 4,99. Das Taschenbuch erscheint am 29.06.2020 bei Ullstein und kostet EUR 12,99. Ich habe das E-Book als Rezensionsexemplar über NetGalley erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Als Holly ihren neuen Job als Rektorin an einer Highschool antritt, muss sie feststellen, dass ihr One-Night-Stand vom Vorabend der Baseball-Coach dort ist. Prompt gibt es Gerede. Aber Austin ist wirklich attraktiv…

Meine Meinung:
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich war von Beginn an „in der Geschichte drin“. Die Story abwechselnd aus der Sicht von Austin und Holly zu erzählen, ist ein geschickter Schachzug, da man als Leser den beiden Protagonisten so oft einen Schritt voraus ist. 
Das Setting und Leben in einer amerikanischen Kleinstadt ist zwar nichts neues, wird aber durch die Familienverhältnisse von Austin „aufgepeppt“. Hierdurch lässt sich vermuten, dass es noch einige Folgebücher geben wird, denn die doch sehr unterschiedlichen Charaktere bieten definitiv Ansatzpunkte selbst zum Protagonisten zu werden. 
Die Geschichte mit all ihren Wendungen liest sich flüssig weg. Für mich hätten es die so detaillierten Sexszenen jedoch nicht sein müssen. 
Fazit: eine lockere Story für zwischendurch
Ich vergebe auf meiner Schulnoten-Skala eine 3.

Donnerstag, 11. Juni 2020

Über dem Meer tanzt das Licht

… von Meike Werkmeister ist am 18.05.2020 als Taschenbuch bei Goldmann erschienen, hat 416 Seiten und kostet EUR 10,00. Es ist eine Fortsetzung zu „Sterne sieht man nur im Dunkeln“, kann aber auch ohne Vorkenntnis gelesen werden. Ich habe das Buch zusammen mit einigen Goodies als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Maria war in jungen Jahren eine echte Weltenbummlerin. Jetzt lebt sie jedoch mit ihren zwei Töchtern, Morlen und Hannah, auf Norderney. Der Familienalltag mit ihren Töchtern und Simon, Hannahs Vater, sowie ihrem Strandcafé füllt sie vollkommen aus. Doch als Simon sich zusammen mit Hannah eine Auszeit nimmt, beginnt Maria zu grübeln …

LESEPROBE

Meine Meinung:
Das Cover ist sehr gelungen und passt für mich optimal zum Titel. 
Obwohl die Story sich sehr vom Vorgängerbuch unterscheidet, spielt das Thema Lebensplanung und -träume wieder eine große Rolle. So gesehen kann man das Buch auch fast ein wenig als Lebensratgeber betrachten. Denn es macht klar, dass es zur Erfüllung von Träumen nicht nur den einen idealen Weg gibt, sondern man auch manchmal auf Umwegen zum Ziel kommt. 
Dennoch ist es in erster Linie ein Liebesroman, der wirklich gut unterhält. Das Ambiente auf der Nordseeinsel trägt ebenfalls dazu bei, sich in der Geschichte richtig wohl zu fühlen. 
Die Charaktere sind durchweg sehr lebensnah mit Ecken und Kanten beschrieben, aber bleiben stets sympathisch bzw. in ihren Handlungen nachvollziehbar. 
Zu guter Letzt muss ich unbedingt noch ein Zitat (Seite 100 / Überlegungen von Iris, Marias Mutter) loswerden:
„… am Gesichtsausdruck meiner Mutter, wenn sie meinen Vater ansah und zu mir sagte: Das, was dich an einem Mann am Anfang stört, das wird dich irgendwann um den Verstand bringen. Es sollte also zu Beginn nicht allzu viel davon geben.“ 
Fazit: ein unterhaltsamer Wohlfühlroman, der mir noch ein kleines bisschen besser als der erste gefallen hat
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich somit eine 2.

Dienstag, 9. Juni 2020

Die geheimnisvollen Gärten der Toskana

… von Anja Saskia Beyer ist am 26.05.2020 im Verlag Tinte & Feder erschienen, hat 285 Seiten und kostet als E-Book EUR 4,49 bzw. als Taschenbuch EUR 9,99. Ich habe das E-Book vorab als Rezensionsexemplar über NetGalley erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Jessy wurde nicht nur von ihrem Freund verlassen, sondern hat auch ihren Job im Blumenladen verloren, da dieser schließen musste. Doch einen neuen Job in München zu finden, bei dem man seinen Hund mitbringen kann, stellt sich als äußerst schwierig dar. Und so nimmt Jessy kurzerhand eine Stelle als Landschaftsgärtnerin in der Toskana an, die sie über eine Internetplattform gefunden hat. Ihr neuer Arbeitgeber ist zwar attraktiv, aber sehr verschlossen …

Meine Meinung:
Die Autorin hat einen ansprechenden Sommerroman zu Papier gebracht, der sich leicht und locker lesen lässt. 
Das Setting in der Toskana bietet sowohl die Möglichkeit, über die leckere Küche zu berichten, als auch die bei den Deutschen so beliebte italienische Lebensart darzustellen. Das wurde hier auch gut umgesetzt. 
Die ebenfalls zur Story gehörende Romanze passt, ist in ihrer Entwicklung jedoch recht vorhersehbar. 
Auch die schöne Landschaft der Toskana kommt nicht zu kurz. Die Beschreibungen der „geheimnisvollen Gärten“ konnten mich jedoch nicht richtig überzeugen; was vielleicht daran liegt, dass mir das entsprechende Gartenwissen fehlt oder ich mir mehr Geheimnis erwartet hatte. 
Fazit: ein unterhaltsamer Sommerroman
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine 3.

Sonntag, 7. Juni 2020

Belmonte

… von Antonia Riepp ist am 02.06.2020 als Taschenbuch bei Piper erschienen, hat 496 Seiten und kostet EUR 15,00. Ich habe das Buch vom Verlag vorab als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Als Simona nach dem Tod ihrer Großmutter ein Anwesen in Italien erbt, ist sie überrascht. Denn sie wusste nicht, dass ihre Großmutter, die genau wie sie im Allgäu lebte, diesen Grundbesitz hat. Da Simona ohnehin gerade ihren Job verloren hat, macht sie sich kurzentschlossen auf nach Belmonte in der Region Marken. Dort fühlt sie sich gleich vom italienischen Flair gefangen genommen. Nach und nach erfährt sie viele Geheimnisse aus der Vergangenheit ihrer Familie ...

Meine Meinung:
Schon das Cover vermittelt Sehnsucht nach Italien. Denn was verbinden viele Deutsche mit italienischem Dolcefarniente (neben Sonne und Eis) – eine Vespa! Und die junge Dame deutet vom Outfit her darauf hin, dass es u.a. in die 50er Jahre geht. Sehr geschickt finde ich es auch gemacht, dass es bei genauerem Hinsehen Hinweise auf eine weitere Zeitepoche gibt. 
Die Autorin hat hier eine interessant aufgebaute Familiengeschichte erschaffen, die sich nicht nur über mehrere Generationen hinzieht, sondern dazu sowohl Italien, als auch Deutschland als Handlungsort hat. 
Obwohl sich der Schreibstil für mich flüssig lesen lies, musste ich doch konzentriert bleiben, um die verschiedenen Zeitebenen nicht durcheinander zu bringen. Hier war der in der vorderen Umschlagklappe abgedruckte Stammbaum jedoch hilfreich. 
Gut gefallen hat mir auch, dass es nicht nur „das eine“ große Familiengeheimnis gibt, sondern eigentlich jede Generation Geheimnisse mit sich herumträgt. 
Als bekennenden Italienfan hätte mich allein das Cover in der Buchhandlung schon dazu bewegt, mich näher mit dem Buch zu befassen. Im Nachhinein fand ich jedoch auch die Verknüpfung von Zeitgeschehen mit einer fiktiven Familiengeschichte äußerst gelungen. 
Fazit: eine Leseempfehlung für die man etwas Ruhe braucht
Auf meiner Schulnote-Skala gibt es eine 2.

Montag, 1. Juni 2020

Zornesblind

… von Martin Krist ist im April 2020 als aktualisierte und überarbeitete Neuauflage im Selfpublishing erschienen (zuerst in 2007 unter dem Titel „Wut“), hat 404 Seiten und kostet als Taschenbuch EUR 12,99 sowie als E-Book derzeit EUR 0,99. Ich habe das E-Book im Rahmen einer Leserunde direkt vom Autor erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Als Kommissar Kalkbrenner zu einer grausam zugerichteten Leiche im U-Bahnhof Potsdamer Platz gerufen wird, ahnt er noch nicht, dass er sich auf weitere ähnliche Leichen einstellen muss. Die Aufklärung dieser Mordserie wird ihn und sein Team an ihre Grenzen führen …

Meine Meinung:
Das Cover hat für mich so gar nichts mit der Story gemein, insofern finde ich, dass es nicht passt. 
Mir ist der Einstieg in die Geschichte, trotz des spannenden Prologs, nicht gut gelungen. Aber da ich es sehr mag, wenn Bücher in Berlin handeln und ich somit viele Orte kenne, habe ich diese Phase schnell überwunden. 
Im weiteren Verlauf hat die Geschichte Fahrt aufgenommen und die Spannung recht gut aufrechterhalten. Es ergaben sich auch viele Gelegenheiten, um über mögliche Zusammenhänge zu spekulieren. Je näher das Finale rückte, desto mehr Action gab es sowie auch unerwartete Entwicklungen. 
Insgesamt ist es ein recht brutaler Thriller und als Leser sollte man darauf gefasst sein. Nichtsdestotrotz musste ich auch manchmal schmunzeln; wie z.B. über „…der Duft des Sommers – Grillfleisch und Sonnencreme...“. 
Obwohl mich das Buch gut unterhalten hat, konnte es mich nicht ganz überzeugen, da einige Begebenheiten für mich überflüssig waren und anderes dagegen offen blieb. 
Fazit: lokaler Thriller mit ein paar kleinen Schwächen
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich daher eine 3.

Freitag, 29. Mai 2020

Ein Sommer voller Schmetterlinge

… von Jo Thomas (Übersetzung Gabi Reichart-Schmitz) ist am 29.05.2020 bei lübbe erschienen und hat 416 Seiten. Als E-Book kostet es EUR 8,99 bzw. als Taschenbuch EUR 11,00. Ich habe das E-Book als Vorab-Rezensionsexemplar über die Lesejury erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Eine Bar in Spanien zu betreiben, ist der große Traum von Beti. Doch als dieser wahr zu werden scheint, wird sie von ihrem Verlobten mitsamt ihrem Startkapital verlassen. Notgedrungen muss sie sich eine Arbeit vor Ort suchen und landet auf der Kirschfarm von Antonio, der jedoch ein echter Stinkstiefel zu sein scheint …

Meine Meinung:
Der Originaltitel „ Sunset over the Cherry Orchard“ passt für meinen Geschmack wesentlich besser zum Buch als der deutsche. Denn zum einen spielen Schmetterlinge in der Geschichte keine Rolle und zum anderen suggeriert der deutsche Titel eine seichtere Story als sie ist. Obwohl es eine sommerliche Liebesgeschichte ist, werden doch Problemfelder angesprochen, über die ein wenig tiefer gehendes Nachdenken sinnvoll erscheint. 
Der Schreibstil hat es mir leicht gemacht, flüssig durch die Seiten zu fliegen. 
Die Charaktere sind durchweg sehr prägnant, wenn auch stellenweise ein wenig überzeichnet, dargestellt. Aber genau dadurch entwickelt der Leser schnell Sympathie bzw. Antipathie. 
Spanische Gepflogenheiten finden ebenso ihren Platz in der Story wie auch Landschaftsbeschreibungen. Die letztgenannten waren für mich persönlich jedoch ein wenig zu viel. 
Fazit: ein sommerlicher Liebesroman, der nicht kitschig war
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine 2.

Mittwoch, 27. Mai 2020

Royal Games

… von Geneva Lee (Übersetzung Charlotte Seydel) ist am 27.04.2020 als Taschenbuch im blanvalet Verlag erschienen, hat 412 Seiten inkl. einer umfangreichen Leseprobe des nächsten Teils und kostet EUR 12,99 bzw. als E-Book EUR 9,99. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Wie in Band 1-3 stehen hier wieder Clara und Alexander im Mittelpunkt des Geschehens. Aber auch die anderen Protagonisten sind involviert. Es ist eine Fortsetzung und man sollte die Vorgängerbände kennen.
Mit ihrer Hochzeit und der Geburt der Tochter ist das königliche Leben von den beiden nicht einfacher geworden, eher im Gegenteil. Auch weiterhin stellt Alexanders Beschützerinstinkt eine Belastung für die Beziehung dar. Dazu kommen noch Intrigen und Geheimnisse aus der Vergangenheit …

Zur Leseprobe geht es H I E R

Meine Meinung:
Ich war total begeistert, als ich mitbekommen habe, dass diese meine Lieblingsreihe weitergeht und ich wurde nicht enttäuscht. 
Allerdings hat mir das ursprüngliche Cover der Reihe besser gefallen; es war für meinen Geschmack „royaler“. 
Der Einstieg ist mir trotz der langen Zeit leicht gefallen und ich habe sofort wieder mit den beiden Hauptprotagonisten mitgefiebert. Gerade bei Clara ist eine merkliche Entwicklung festzustellen. Dennoch hätte ich beide von Zeit zu Zeit „schütteln“ wollen, da sie sich durch ihre mangelhafte Kommunikation das Leben gegenseitig schwer machen. 
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich, denn die Sexszenen kamen mir dieses Mal stellenweise wie „Füllmaterial“ vor. 
Völlig vergessen (oder verdrängt?) hatte ich jedoch, dass die bisherigen Bücher der Reihe immer mit einem Cliffhanger geendet haben. Dieses Mal empfand ich das als besonders fies. 😏 Leider hat auch die Leseprobe des nächsten Teils keine Klärung gebracht, so dass ich nun wohl oder übel bis zum Erscheinungstermin am 15.06.2020 warten muss. (Danach geht es erst am 17.08.2020 weiter.) 
Fazit: Ich bin nur so durch das Buch geflogen und warte dringend auf den nächsten Teil.
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine gute 2.

Montag, 25. Mai 2020

Blackout

… mit dem Untertitel „Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg ist am 19.03.2012 als Hardcover im Blanvalet Verlag erschienen hat 797 Seiten und kostet EUR 19,99. Mein Vater hat mir das Buch ausgeliehen, da er ganz begeistert davon war.


Zum Inhalt:
Als an einem Tag im Februar nach und nach die Stromnetze in Europa zusammenbrechen, kommt es zum totalen Blackout. Die Betreiber sind ratlos. Als Pietro Manzano, ein italienischer IT-Spezialist, einen Hackerangriff vermutet und dies den Behörden mitteilen will, gerät er selbst unter Verdacht ...

LESEPROBE

Meine Meinung:
Es ist m.E. ein „typischer Elsberg“, der sich durch die Mischung von fiktivem Thriller und echtem Faktenwissen auszeichnet. Und obwohl ich so etwas mag, habe mich doch zunächst durch das erste Drittel „quälen“ müssen, bevor ich in der Story „angekommen“ bin. 
Für mich war der Beginn der Geschichte zu sehr von einer Art Bestandsaufnahme der komplexen Ereignisse, Auswirkungen und Abläufe geprägt und somit nicht einfach zu lesen. 
Auch hatte ich ein mulmiges Gefühl, ein Buch mit diesem Szenario gerade jetzt in „Corona-Zeiten“ zu lesen. Es hat die Geschichte noch beklemmender gemacht. 
Im weiteren Verlauf der Story hat sich die Spannung immer weiter zugespitzt, so dass ich nicht mehr verstanden habe, warum ich mich anfangs nicht damit anfreunden konnte. Und das „Finale furioso“ hat mich auch dafür belohnt, dass ich nach Jahren mal wieder zu so einem dicken Buch gegriffen habe. 
Fazit: Alle, die mich darin bestärkt haben, dieses Buch endlich zu lesen, hatten Recht!
Ich vergebe eine 1 auf meiner Schulnoten-Skala.

Dienstag, 19. Mai 2020

Wie uns die Liebe fand

… Claire Stihlé ist am 04.05.2020 als Paperback bei Droemer erschienen, hat 268 Seiten zzgl. diverser landestypischer Rezepte und kostet EUR 14,99. Ich habe das Buch über Lovelybooks gewonnen; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Das Buch erzählt die Lebensgeschichte der 92jährigen Madame Nan, die mit ihren vier Töchtern im Elsass, nahe der Grenze zu Deutschland lebt.

Meine Meinung:
Die Beschreibung des Buches mit „ein zauberhafter Roman über die Liebe und wie man ihr auf die Sprünge hilft“ sowie „… berührender Roman über das Finden der Liebe ...“ und das Cover zusammen mit dem Klappentext haben mein Interesse für das Buch geweckt. Leider hat mich das Buch dann aber enttäuscht. 
Zum einen lag es am Schreibstil, der für mich sehr altmodisch und „gestelzt“ daherkam. Die Erzählungen waren zudem äußerst detailverliebt und es wurde oft abgeschweift, was sicher zu den Erinnerungen einer alten Dame passt. Mich hat es jedoch beim Lesen gestört. Manche Sätze musste ich sogar zweimal lesen. 
Zum anderen plätschert die Geschichte so vor sich hin. Es gibt keine Höhen und Tiefen, bzw. Vorkommnisse, die dazu geeignet wären, werden aus meiner Sicht nicht entsprechend herausgearbeitet. 
Nach meinem Dafürhalten wurden hier zu viele Ideen miteinander vermengt. Was im Endeffekt dazu geführt hat, dass es weder eine interessante Familiengeschichte geworden ist, noch ein packender Liebesroman und auch keine historisch gut angelegte Geschichte. 
Ein Zitat ist mir aber hängengeblieben: „Man sucht immer einen Schuldigen für die Tragik des Lebens.“ 
Ich habe mich schon lange nicht mehr derart durch ein Buch gequält. Wäre es kein Rezensionsexemplar / Gewinn gewesen, hätte ich es abgebrochen. 
Fazit: Für mich war diese Lektüre verschenkte Zeit.
So muss es dieses Mal auf meiner Schulnoten-Skala eine 5 sein.

Sonntag, 17. Mai 2020

Verschliess jede Tür

… von Riley Sager (Übersetzung Christine Blum) ist am 17. / 24.04.2020 im dtv Verlag erschienen, hat 400 Seiten und kostet als E-Book EUR 8,99 bzw. als Taschenbuch EUR 10,95. Ich habe das E-Book als Rezensionsexemplar direkt vom Verlag erhalten; daher [WERBUNG].

Zum Inhalt:
Jules verliert quasi gleichzeitig ihren Job, ihren Freund und ihre Wohnung und kommt zunächst auf der Couch bei einer Freundin unter. Da erscheint es ihr wie ein Lottogewinn, als sie das Angebot bekommt, vorübergehend auf eine Wohnung im exklusiven „Bartholomew“ aufzupassen. Dieses Hochhaus direkt am Centralpark ist für seine großen Luxuswohnungen bekannt. Die etwas ungewöhnlichen Bedingungen stören sie nicht … bis sie Kontakt zu einer weiteren „Wohnungssitterin“ bekommt und diese merkwürdige Dinge berichtet.

Eine Leseprobe gibt es auf der Verlagswebsite .

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt so, dass man denkt, etwas Schreckliches ist überstanden und man bekommt nun nach und nach erzählt, wie es dazu gekommen ist. Doch dem ist nicht ganz so. 
Der Autor schafft es, das Spannungsniveau durchgängig hoch zu halten. Und zwar u.a. dadurch, dass es zwischendurch immer wieder kleine Momente gibt, in denen der Leser durchatmen kann und denkt, er hätte den Plot durchschaut, bevor die nächste Wendung eintritt. 
Ich wollte das Buch daher kaum aus der Hand legen, um möglichst schnell alle Hintergründe zu erfahren. 
Die Tatsache, dass mich die Story stellenweise an Filme wie „Sliver“, „Im Auftrag des Teufels“ oder „Rosemaries Baby“ erinnert hat, hat keineswegs den Lesespaß gemindert, sondern eher mein Kopfkino angefeuert. 
Fazit: ein Muss für Thriller-Fans
Es kann somit auf meiner Schulnoten-Skala nur eine 1 geben.

Mittwoch, 13. Mai 2020

Pandatage

… von James Gould-Bourn (Übersetzung Stephan Kleiner) ist am 02.05.2020 bei Kiepenheuer&Witsch erschienen, hat 384 Seiten und kostet als Hardcover EUR 20,00 sowie als E-Book EUR 16,99. Ich habe das E-Book vorab als Rezensionsexemplar über NetGalley erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Seit dem Unfalltod seiner Mutter spricht Will nicht mehr – nicht mit seinem Vater, nicht in der Schule, überhaupt nicht. Danny, sein Vater, weiß nicht, was er dagegen tun soll. Als dieser zu allem Überfluss auch noch seinen Job verliert und der Vermieter schmerzhafte Konsequenzen wegen des Mietrückstandes androht, versucht er sein Glück im Park als tanzender Panda. Wo er doch gar nicht tanzen kann! Als Will durch Zufall im Park auftaucht, gibt Danny sich nicht zu erkennen. Plötzlich spricht Will aber mit dem unbekannten Panda und Danny steht vor einem Dilemma ...

Meine Meinung:
Wider Erwarten bin ich nur so „durch das Buch geflogen“. Ich hatte aufgrund der behandelten Themen wie Mobbing, Trauerarbeit etc. eine schwere Lektüre erwartet. Doch dem war nicht so. Im Gegenteil, die Geschichte von Will und Danny hat sich sehr angenehm gelesen. 
Die vorgenannten Themen werden angemessen behandelt und immer wieder gibt es kleine Lichtblicke. Obwohl es vom Grundsatz her eine traurige Geschichte ist, habe ich beim Lesen auch oft lächeln müssen. 
Das Happyend ist zwar für meinen Geschmack ein wenig zu „golden“ gewesen, aber das ist meckern auf hohem Niveau. 
Fazit: eine berührende Geschichte, die einen dennoch immer wieder lächeln lässt
Auf einer Schulnoten-Skala gibt es somit eine 2+.

Sonntag, 10. Mai 2020

Blaue Nächte

… von Rebekka Knoll ist am 13.01.2020 als Taschenbuch im Penguin Verlag erschienen, hat 315 Seiten und kostet EUR 15,00. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Milena vertritt ihre Mutter als Geschäftsführerin im Nachtclub „Blue Nights“, was ihr überhaupt nicht gefällt. Als einem alten Mann der Einlass verwehrt wird, erleidet er einen Herzanfall. Dies beschäftigt Milena noch in den Tagen danach. Also versucht sie die Hintergründe herauszufinden, warum dieser Mann, der keineswegs in die übliche Gäste-Klientel passte, unbedingt ins „Blue Nights“ wollte ...

H I E R geht es zur Leseprobe.

Meine Meinung:
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die auf den ersten Blick so gar nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Und auf beiden spielen Liebe und Geheimnisse eine tragende Rolle. Das sind schon mal Voraussetzungen, wie ich sie mag. 
Gleichzeitig wird ein schönes „Bild“ der 50er/60er Jahre in Deutschland gezeichnet, welches ich als sehr authentisch empfunden habe. 
Die Geheimnisse beider Zeitebenen werden gegen Ende des Buches aufgelöst, womit ich beinahe nicht mehr gerechnet hatte. Denn zwischendrin gab es doch den einen oder anderen „Hänger“, u.a. dadurch, dass für meinen Geschmack zu wenig Handlung stattfand und stattdessen zu viele Gedanken „gewälzt“ wurden. 
Fazit: ein interessanter Einblick in die 50er/60er Jahre, doch mit einigen Längen
Daher gibt es auf meiner Schulnoten-Skala eine 3.

Donnerstag, 7. Mai 2020

Es ist wieder Zeit für den #litlovetalk

Nachdem ich letzten Monat ausgesetzt habe, geht es im Mai um folgende Frage:

Seit 2018 sind auch Autoren, also Männer, als Gast bei der lit.Love zugegen. Findest du das gut oder sollte die lit.Love in Frauenhand bleiben? Hast du bereits Bücher von diesen Autoren gelesen?

Nicht leicht für mich zu beantworten!

Grundsätzlich denke ich, warum nicht. Wenn Männer gute Liebesromane schreiben (und bei Randomhouse unter Vertrag stehen), sollten sie auch an der lit.Love teilnehmen können. So bekommt man bzw. frau vielleicht mal einen ganz anderen Blickwinkel aufgezeigt.

Von den (wenigen) bisher anwesenden Autoren habe ich jedoch noch kein Buch gelesen. Nach eingehender Recherche muss ich zugeben, dass ich bisher erst zwei Liebesromane von einem Autor gelesen habe. Und das war zudem eine Dilogie, die nicht bei Randomhouse erschienen ist.


Samstag, 2. Mai 2020

Sommerfest mit Fisch

… von Sabine Bartsch ist am 01.05.2020 als E-Book über BoD erschienen, hat 298 Seiten und kostet derzeit EUR 0,99. Ich habe das Buch vorab als Rezensionsexemplar direkt von der Autorin erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Es geht um fünf Frauen mittleren Alters, die alle in München leben und Probleme ganz unterschiedlicher Art haben. So sind es mal Geldprobleme, mal Beziehungsprobleme oder auch Erziehungsfragen. Und obwohl sich eigentlich nicht alle untereinander kennen, werden sie doch zu einer Art Hilfsgemeinschaft …

Meine Meinung:
Mir kam der Anfang ein wenig merkwürdig vor, da es für mich so „mittendrin“ begann. Das hat sich jedoch schnell gelegt und ich bin flüssig durch die Geschichte gekommen. 
Die einzelnen Protagonistinnen sind gut ausgearbeitet und ihre Probleme auch realistisch. Dennoch empfand ich die Anhäufung als etwas „zusammengewürfelt“, hier hätte es für mich ein „weniger ist mehr“ sein können. 
Besonders war dieses E-Book für mich aufgrund des Schriftbilds, das ich so bisher selten gesehen habe. Es war jedoch sehr augenfreundlich. 
Leider haben sich im Verlauf diverse Schreibfehler gehäuft, was meinen Lesefluss dann doch etwas gestört hat. Ich gehe mal davon aus bzw. hoffe, dass das nur im Rezensionsexemplar so ist und in der endgültigen Ausgabe nochmal überarbeitet wurde. 
Fazit: ein netter Frauenroman für zwischendurch
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 3-.

Mittwoch, 22. April 2020

Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt

… von Jörg Maurer ist am 24.10.2018 als Paperback bei Fischer Scherz erschienen, hat 425 Seiten und kostet EUR 16,99. Ich habe das Buch im Oktober 2018 bei Lovelybooks im Rahmen einer Verlosung gewonnen; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Kommissar Jennerwein will auf seiner abgelegenen Berghütte mit seinem Team die Weihnachtsfeier veranstalten. Die Devise lautet: kein Wort über Ermittlungen oder Kriminalfälle. Doch der Abend entwickelt sich plötzlich ganz anders als geplant ...

Meine Meinung:
Der Titel sowie der Klappentext hatten mich vermuten lassen, dass es sich um einen Krimi der etwas amüsanteren Art mit viel bayerischem Lokalkolorit handelt. Doch da wurde ich enttäuscht. 
Der Autor erzählt die Story auf mehreren Zeit- sowie Personenebenen, die mich eher verwirrt haben, als dass sie Spannung aufgebaut haben. Manches davon kommt mir rückblickend als reines „Füllmaterial“ vor. Nach ca. der Hälfte des Buches baute sich zwar Spannung auf, die auch zum Finale recht rasant wurde, dennoch wurde mein Lesefluss weiterhin immer wieder ausgebremst. 
Die Auflösung sowie das Ende der Geschichte konnten mich leider nicht zufriedenstellen. 
Fazit: zu viele Nebenschauplätze bremsen das Lesevergnügen aus
So kann ich auf meiner Schulnoten-Skala nur eine 4 vergeben.

Donnerstag, 16. April 2020

Gestohlene Erinnerung

… von Blake Crouch (Übersetzung Rainer Schmidt) ist am 16.03.2020 als Paperback bei Goldmann erschienen, hat 418 Seiten und kostet EUR 15,00. Ich habe das Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Detective Barry Sutton wird in New York immer wieder mit Selbstmorden aufgrund von „falschen Erinnerungen“ konfrontiert. Die Forscherin Helena Smith ist an der Entwicklung der zugrunde liegenden Technologie beteiligt. Doch diese Erfindung scheint in falsche Hände geraten zu sein...

Meine Meinung:
Der Autor hat hier eine Geschichte zu Papier gebracht, wie sie spannender und zugleich verstörender kaum sein kann. Obwohl es nicht möglich zu sein scheint, bleibt doch immer ein Hauch von „vielleicht doch“ hängen. 
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die atemberaubende Spannung und die rasant fortschreitenden Ereignisse machten es mir leicht, über die stellenweise gehäuft auftretenden Fachbegriffe hinweg zu sehen. 
Die Story macht deutlich, wie dicht doch oft Genie und Wahnsinn beieinander liegen. 
Obwohl hier definitiv Science Fiction – Elemente eine große Rolle spielen, gibt es auch viele sehr nahegehende zwischenmenschliche Momente im Buch. Speziell mit den Figuren von Barry und Helena hat der Autor mein Herz gewonnen. 
Fazit: eine zu Herzen gehende Mischung aus SciFi und Thriller, die ich einfach weiterempfehlen muss
Ich vergebe auf meiner Schulnoten-Skala eine 1.

Montag, 13. April 2020

Frühling im Herzen

… von Andrea Ego ist am 06.04.2020 als E-Book im Selfpublishing erschienen, hat 187 Seiten und kostet derzeit EUR 0,99. Ich habe das E-Book vorab von der Autorin als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Danielle führt ein kleines Büchercafé, wo sie ihre Leidenschaften gut „an den Mann bringen“ kann: leckeres Gebäck, Buchempfehlungen und immer den passenden Tee. Als dieses kleine Paradies in Gefahr gerät, tritt der reiche und arrogante Hagen in ihr Leben und Café. Bei weiteren Begegnungen scheint er jedoch nicht so arrogant zu sein ...

Meine Meinung:
Der Titel sowie das (E-Book)-Cover passen m.E. nicht zur Story. Aber das ist sicher Geschmackssache. Die Lovestory selbst hingegen hat völlig meinen Geschmack getroffen und ich habe sie in einem Rutsch ausgelesen! 
Die Autorin hat zwei tolle Protagonisten erschaffen, die authentisch beschrieben sind und auch agieren. Die Idee mit der Firma von Hagen war auch mal etwas wirklich anderes. Danielles Beruf hingegen war schuld daran, dass ich beim Lesen ständig Appetit auf etwas Süßes hatte, da die angebotenen Kreationen stets sehr lecker klangen. 
Ein wenig mehr Information über die familiären Hintergründe / Zusammenhänge der beiden Protagonisten hätte mir noch gut gefallen. Und mir persönlich war die zweite Sexszene für diese Art Geschichte doch etwas zu explizit. Aber das ist alles „Meckern auf hohem Niveau“ und tut dem Lesespaß keinen Abbruch. 
Fazit: eine unterhaltsame Liebesgeschichte, die ich mit bestem Gewissen weiterempfehlen kann
Daher vergebe ich auf meiner Schulnoten-Skala eine 2.

Freitag, 10. April 2020

Sorry

..., dass es hier derzeit ein wenig "hakt". 😏

Hier liegen drei Rezensionen, die nur noch ein wenig "aufgehübscht" werden müssen, bevor sie online gehen können.

Aber irgendwie ...
... plagen mich aktuell die Birkenpollen recht heftig; nicht nur die Nase läuft ständig, sondern auch die Augen sind gereizt. So versuche ich derzeit nicht nur die Computerzeit einzuschränken, sondern mag auch nicht lesen.
... führt auch das #wirbleibenzuhause dazu, dass ich kaum noch weiß, welcher Wochentag ist und
... fühle ich mich so "weder Fisch noch Fleisch" (besser kann ich es nicht beschreiben).

Kurzum - ich hoffe, bald wieder durchzustarten. 😉

Bleibt gesund!

Donnerstag, 2. April 2020

Blutgott

… von Veit Etzold ist am 01.04.2020 als Taschenbuch bei Knaur erschienen, hat 464 Seiten (inkl. einer sehr langen Leseprobe zu einem neuen Buch) und kostet EUR 10,99. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vorab direkt vom Verlag erhalten, da die Buchpremiere am 24.03.2020 in Berlin leider ausfallen musste; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Ein junges Mädchen wird in einem Zug während der Fahrt durch NRW bestialisch ermordet. Wie sich herausstellt, durch eine Gruppe von Minderjährigen. Nach und nach häufen sich Fälle von derartigen Tätergruppen. Das Team des LKA um Clara Vidalis macht sich erschüttert daran, die Hintergründe aufzuklären …

Eine Leseprobe findet Ihr hier .

Meine Meinung:
Obwohl es sich hier um den 7. Band der sogenannten „Clara Vidalis – Reihe“ handelt, muss man die Vorgängerbücher nicht kennen, um mit der Story zurechtzukommen. (Auch ich habe bisher nur Band 4 „Der Totenzeichner“ gelesen.) 
Was man aber wissen sollte, ist, dass die Bücher von Veit Etzold stets sehr blutig sind. Dies wissend empfand ich den ersten Mord in seinen ausführlich beschriebenen Details dennoch recht unappetitlich. Leider ging es danach zwar gewohnt blutig weiter, aber die Spannung konnte nicht durchgängig aufrechterhalten werden. 
Als störend für meinen Lesefluss waren auch die diversen Beschreibungen über Serientäter im Allgemeinen oder True-Crime-Fälle, die für meinen Geschmack einen zu großen Raum im Buch eingenommen haben. Selbst die Zitate aus Filmen wie „Heat“, die ich kenne, waren für die Story irgendwie unwichtig und eher störend. 
Das Ende entwickelte sich m.E. etwas zu schnell und überstürzt und der Schluss war definitiv nicht das, was ich mir gewünscht hätte. 
Fazit: richtig überzeugen konnte mich dieser Thriller nur phasenweise – schade!
Somit kann ich auf meiner Schulnoten-Skala gerade eine 3 vergeben.

Samstag, 28. März 2020

Tot bist du perfekt

… von JP Delaney (Übersetzung Sibylle Schmidt) ist am 09.03.2020 im Penguin Verlag als Taschenbuch erschienen, hat 426 Seiten und kostet EUR 13,00. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Abbie erwacht in einem Krankenzimmer. Ihr Ehemann Tim ist überglücklich, sie wiederzuhaben. Abbie hat keinerlei Erinnerung, was geschehen ist, und vermutet einen Unfall gehabt zu haben. Doch dann sagt Tim, dass er über Jahre daran gearbeitet hat, sie wiederzubekommen ...

LESEPROBE

Meine Meinung:
Ich durfte zum Jahresende 2018 über Jellybooks eine XL-Leseprobe zu diesem Buch vorab lesen und seitdem habe ich gewartet, dass das Buch endlich erscheint. 
Die Geschichte hat einen guten Spannungsaufbau, der u.a. dadurch geschaffen wird, dass parallel auf zwei Zeitebenen erzählt wird. Zum einen die aktuelle Zeit beginnend im Krankenzimmer und zum anderen die Zeit „davor“, wo nach und nach erzählt wird, wie es zum dem Aufenthalt im Krankenzimmer kam. Für den Leser wird dies auch darin verdeutlicht, dass die entsprechenden Kapitel verschieden gekennzeichnet sind. 
Die Spannung war für mich fast greifbar und hatte stets etwas beklemmendes. Und obwohl auch viel IT-Wissen im Roman zur Sprache kommt, hat dies meinen Lesefluss nicht beeinträchtigt. 
Gegen Ende des Buches, wo ich als Leser dachte zu wissen, auf was das Ganze hinausläuft, hat der Autor nochmals mehrere unerwartete Wendungen „eingebaut“, so dass ich anschließend nur dachte “WOW“. 😮
Fazit: ein durchweg spannender Thriller, den ich nur empfehlen kann
Auf meiner Schulnoten-Skala muss ich eine 1 vergeben.

Mittwoch, 25. März 2020

Hin und nicht weg

… von Lisa Keil ist am 25.03.2020 als Taschenbuch im Fischer Verlag erschienen, hat 432 Seiten und kostet EUR 10,99. Es ist eine Fortsetzung von „Bleib doch wo ich bin“, aber kann auch ohne Kenntnis des Vorgängerbuches gelesen werden. Ich habe vorab ein E-Book über NetGalley als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Rob ist Tierarzt in Neuberg und zwar ein sehr attraktiver. Demzufolge bekommt er so einige unmoralische Angebote der Tierbesitzerinnen. Aber er liebt eigentlich nur Kaya, doch die heiratet einen anderen.
Anabel ist chaotisch, chronisch pleite und will unbedingt aus Berlin weg. Auf Umwegen landet sie als Hilfe in der Tierarztpraxis von Rob und fällt nicht nur durch ihre Tattoos im Dorf auf.
Ständig geraten Rob und Anabel aufgrund ihrer unterschiedlichen Lebensanschauungen aneinander, aber irgendwie ...

LESEPROBE

Meine Meinung:
Schon der erste Teil hat mir gut gefallen und ich habe mich gleich vom Beginn dieses Buches an wieder in Neuberg „zuhause gefühlt“. 
Gut entwickelte Charaktere auch außerhalb der Hauptprotagonisten, die alle so ihre „Macken“ haben, aber nicht überzeichnet sind, immer wieder Situationen, die den Leser schmunzeln lassen, und Vieles aus dem Leben eines Tierarztes machen auch diese Geschichte wieder zu einem Lesegenuss. 
Dadurch, dass die einzelnen Kapitel abwechselnd aus Anabels und Robs Sicht erzählt werden, bekommt man neben der Handlung auch einen schönen Einblick in das Seelenleben der beiden. 
Natürlich erwartet man als Leser dieses Genres ein Happyend, aber der Weg dorthin ist hier das Ziel. Es macht einfach Spaß, die Geschichte zu verfolgen. 
Fazit: eine gelungene Fortsetzung, die mir noch ein wenig besser gefallen hat, als der erste Teil
Ich vergebe daher auf meiner Schulnoten-Skala eine 2+.

Sonntag, 22. März 2020

Zuckersüßer Sommer

… von Mila Summers ist am 09.03.2020 im Self-Publishing erschienen, hat 324 Seiten und kostet als Taschenbuch EUR 9,99 bzw. als E-Book derzeit EUR 0,99. Ich habe direkt von der Autorin das E-Book als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Valerie betreibt in Port Isaac, einem kleinen Fischerdorf in Cornwall, ein kleines Bonbon- und Schokoladengeschäft. Alles, was sie dort verkauft, stellt sie auch selbst her. Nachdem ihr Mann Ron sie kurz nach der Hochzeit verlassen hat, hat sie der Liebe abgeschworen. Dieser Vorsatz kommt jedoch ins Wanken, als Jasper, der Erbe einer großen Süßwarenkette, in den Ort kommt …

Meine Meinung:
Ein romantisches Fischerdorf, leckere Naschereien und eine Liebesgeschichte sind die Zutaten für diesen Roman. Und obwohl das recht kitschig klingt, hat es die Autorin geschafft, eine unterhaltsame Geschichte zu erzählen. Dies ist auch den z.T. schrulligen, aber liebenswerten Nebenfiguren zu verdanken. 
Der Schreibstil ließ mich durch die Seiten fliegen und die beschriebene Herstellung der Pralinen machte sofort Appetit auf Süßes. Auch die Beschreibungen von Port Isaac machen sich hervorragend, um Urlaubsstimmung aufkommen zu lassen. 
Fazit: eine zwar vorhersehbare, aber deswegen nicht minder unterhaltsame Lovestory
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 3+.

Freitag, 20. März 2020

Tote trinken keinen Rosé

… von Emilia Bernhard (Übersetzung Giovanni und Ditte Bandini) ist am 04.02.2020 im Atlantik Verlag erschienen, hat 352 Seiten und kostet als Taschenbuch EUR 16,90 bzw. als E-Book EUR 9,99. Ich habe das E-Book als Rezensionsexemplar über NetGalley erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Als Edgar Bowen stirbt, erfährt Rachel auf seiner Beerdigung von den doch recht skurrilen Umständen: Edgar ist nämlich in seiner Suppe ertrunken. Als sie dann noch hört, dass neben ihm eine Flasche Rosé gestanden hat, ist sie sicher: es war Mord. Denn Edgar, mit dem Rachel in jüngeren Jahren mal liiert war, hat Rosé gehasst und sagte „Rosè ist ein mutwillig verdorbener guter Weißwein“. Also überzeugt Rachel ihre Freundin Mabel, sich gemeinsam an die Aufklärung des Mordes zu machen ...

Meine Meinung:
Mit als erstes ist mir aufgefallen, dass das bereits mein zweites Buch aus dem Antlantik-Verlag ist, in dem Wein eine wichtige Rolle spielt. 😉
Aber Spaß beiseite, es handelt sich hier um einen soliden Krimi der Sparte „Cosy Crime“ mit leichten Anklängen an Miss Marple. Die Geschichte liest sich trotz kleinerer Längen flüssig und lädt zum Spekulieren über den Täter ein. Das Setting in Paris hat für mich ein wenig Urlaubsfeeling aufkommen lassen und wirkte sehr stimmungsvoll. Hierzu haben auch Passagen wie die folgende beigetragen:  
„ … In Paris hat man nirgendwo mehr als zehn Meter bis zum nächsten Cafè zurückzulegen – einem guten, einem schlechten oder ganz schlicht einem geöffneten. ...“
Und ein wenig Lebensweisheit gab es auch: 
„… Dennoch war sie so klug, gleichfalls zu schweigen: Wenn sie soweit sind, fangen die Menschen von selbst an zu erzählen. ...“
Fazit: ein unterhaltsamer und unblutiger Krimi mit ungewöhnlichen „Ermittlern“
Ich vergebe auf meiner Schulnoten-Skala eine 3.

Dienstag, 10. März 2020

Dankbarkeiten

… von Delphine de Vigan (Übersetzung Doris Heinemann) ist am 10.03.2020 als Hardcover im Dumont Verlag erschienen, hat 176 Seiten und kostet EUR 20,00. Ich durfte das E-Book vorab über NetGalley lesen; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Michka, eine alte Dame, verliert nach und nach ihre Fähigkeit, sich mit den passenden Worten auszudrücken, sowie ihre Orientierung. Nachdem sie in ihrer Wohnung auch gestürzt ist, kümmert sich die junge Marie um einen Platz in einem Wohnheim für Michka. Dort wird sie zwar gut betreut, vermisst jedoch ihre Selbständigkeit. Außerdem befürchtet sie, ihre Dankbarkeit einem Paar gegenüber, das sie als Kind aufgezogen hat, nicht mehr mitteilen zu können.

Meine Meinung:
Die Geschichte wird abwechselnd von der jungen Marie erzählt, die wie eine Tochter bzw. Enkelin für Michka ist, sowie von Jérôme, dem Logopäden, der Michka in dem Heim regelmäßig besucht. Michka selbst tritt eigentlich nur in ihren (Alb-)Träumen die Rolle des Erzählers an. 
In einer sehr klaren, schnörkellosen Sprache wird das traurige Schicksal von Michka erzählt. Doch das macht dadurch nicht weniger betroffen. Auch wenn zu Beginn einige der „falschen Wörter“ zum Schmunzeln verleiten, habe ich im weiteren Verlauf doch eher Mitleid empfunden. 
Es ist keine leichte Lektüre, aber m.E. ist es wichtig, sich damit auseinander zu setzen. Neben Michkas Krankheit spielt Dankbarkeit eine große Rolle. Beide Themen haben mich dazu gebracht, ein wenig innezuhalten und darüber nachzudenken; mit Fragen „Wie wird es mir in älteren Jahren ergehen?“, „Werde ich damit umgehen können?“ und auch „Zeige / Sage ich den Menschen, die mir wichtig sind, dass / wofür ich ihnen dankbar bin?“ 
Fazit: ein wunderbares, wenn auch trauriges Buch, das man definitiv lesen sollte
Daher "muss" ich auf meiner Schulnoten-Skala eine 1 vergeben.

Samstag, 7. März 2020

Weiter geht es mit dem #litlovetalk


... und die Frage lautet im März:

Welches lit.Love-Buch passt am besten zum Frühling? Welches wirst Du diesen Frühling lesen?

Die erste Frage ist für mich nicht einfach zu beantworten. Denn ich lese -außer Bücher mit weihnachtlichem Setting- eigentlich immer jahreszeitunabhängig. Andererseits geht es in den lit.Love-Geschichten ja um Liebe und die passt doch jederzeit. 😇

In diesen Frühling werde ich auf jeden Fall das neue Buch von Kristina Valentin "Herzblitze" lesen, das am 13. April im Diana-Verlag erscheint! 😍
Und je nach Lesezeit vielleicht noch den ersten Teil von "Die Schokoladenvilla" / Maria Nikolai (liegt seit der lit.Love 2018 signiert auf meinem SuB) sowie "Für immer die Deine" / Jana Voosen (habe ich im Dezember 2019 erworben).

Schaut doch auch mal bei anderen #litlovebloggerinnen vorbei, z.B. bei Anya , Susanne oder Caroline.

Donnerstag, 27. Februar 2020

Frankfurt am Mord

… von Uwe Krüger und Jonas Torsten Krüger ist am 19.09.20199 als Taschenbuch im Emons Verlag erschienen, hat 333 Seiten und kostet EUR 11,90. Ich habe das Buch im Rahmen einer Aktion über Mainwunder erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Im Hinterhof eines Bordells in Frankfurt wird eine Leiche gefunden. Die Abteilung von Hauptkommissarin Bartsch übernimmt den Fall. Schnell kommen Zweifel auf, ob der Mörder im Rotlichtmilieu zu finden ist …

Meine Meinung:
Die Geschichte wird auf mehreren Ebenen erzählt und ist sehr regional angelegt. Anfangs habe ich mich mit den hessischen Gegebenheiten sowie dem teilweise eingesetzten Dialekt schwer getan. Doch nach gut einem Drittel der Lektüre spielte das für mich keine Rolle mehr. 
Das Team um Kommissarin Bartsch bestellt aus „echten Typen“, die alle ihre Eigenarten haben. So gibt es auch über jeden von ihnen nach und nach private Details zu erfahren, die zwar nichts mit dem Fall an sich zu tun haben, aber die leichten „Macken“ erklären. 
Nach meinen leichten Startschwierigkeiten hat mich die Geschichte aber gepackt und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. 
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir erst gegen Ende aufgefallen ist, dass der Titel „Frankfurt am Mord“ ja ein Wortspiel zu Frankfurt am Main ist. 😏
Mir ist speziell ein Zitat (Seite 103) hängengeblieben, das zwar nicht spezifisch für dieses Buch oder den Kriminalfall ist, aber doch fast immer passend: 
„… Irgendwie das ist ein bescheuertes Wort. Irgendwie hat jeder immer recht!...“ 
Fazit: ein Regionalkrimi, der sich wohltuend im Genre heraushebt
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 2.

Montag, 24. Februar 2020

BuchTraumKüsse

… von Ellen McCoy ist am 04.03.2019 als Taschenbuch bei Books on Demand erschienen, hat 234 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch signiert von der LoveLetter Convention 2019 mitgebracht, nachdem ich dort einer Lesung der sehr sympathischen Autorin lauschen durfte. Dann ist das Buch anschließend in den Tiefen meines SuBs verschwunden, aber nun habe ich es endlich gelesen.


Zum Inhalt:
Als Annie sich plötzlich von ihrem Freund trennt, steht sie nicht nur ohne Wohnung, sondern auch ohne Job da. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als zunächst bei ihrer Schwester in Silver Creek unterzukommen. Um nicht nur von ihren Ersparnissen leben zu müssen, nimmt sie einen Aushilfsjob in der ortsansässigen Buchhandlung „Books 'n' Dreams“ an. Sie merkt sofort, dass der Laden mit sehr viel Herzblut entstanden ist. Doch der Inhaber strahlt dies so gar nicht aus ...

Meine Meinung:
Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Locker, leicht und mit einem Schmunzeln lässt uns die Autorin an Annies Leben teilhaben. Ich konnte mich gut in Annie hineinversetzen. 
Die Schilderungen des kleinen Ortes, wo jeder jeden kennt, sind einfach herzerfrischend. Genau so stelle ich mir diese Orte nebst ihren Bewohnern vor. Und die Buchhandlung ist genau das, was wir Bücherwürmer mögen! Wie gern hätte ich die Möglichkeit, dort in aller Ruhe Zeit zu verbringen und zu stöbern. 
Auch wenn das Happyend zu erwarten war, hat es mir Spaß gemacht, die genaue Entwicklung zu verfolgen. 
Fazit: eine Leseempfehlung für alle buchaffinen Romantikerinnen
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es dafür eine 2.

Mittwoch, 19. Februar 2020

Qube

… von Tom Hillenbrand ist am 13.02.2020 als Taschenbuch im KiWi-Verlag erschienen, hat 555 Seiten und kostet EUR 12,00. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das KiWi-Bloggerteam erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Im Jahr 2091 wird der Enthüllungsjournalist Doyle auf offener Straße angeschossen. Da sich seine aktuelle Recherche um Künstliche Intelligenz (= KI) drehte, wird UNO-Agent Bittner mit der Aufklärung der Hintergründe betraut. Denn es steht die Vermutung im Raum, dass es KI-Einheiten gibt, die sich von menschlicher Kontrolle freigemacht haben …

Meine Meinung:
Das Buch wird als Thriller angegeben, geht m.E. aber mehr in Richtung Science Fiction. Dieses Genre lese ich sonst gar nicht, demzufolge habe ich mich mit den vielen technisch-futuristischen Details recht schwer getan. Da war es auf jeden Fall hilfreich, dass sich am Ende des Buches ein Register befindet, in dem die wesentlichen Begriffe erklärt werden. 
Die Grundidee hinter der Story ist sicherlich ein Thriller, allerdings sehr weit in der Zukunft angesiedelt. Mir kam es vor wie eine Mischung aus „James Bond“, „Matrix“, „Die Zeitmaschine“ (aus 1960) und „Raumschiff Enterprise“. 
Es fällt mir schwer, dieses Buch zu bewerten, da ich mangels Vergleichsmöglichkeiten nicht beurteilen kann, ob die technisch-wissenschaftlichen Details gut bzw. plausibel sind. 
Fazit: Für mich hat sich das Buch nicht flüssig gelesen und ich fühle mich bestätigt, dass dieses Genre nichts für mich ist.

Sonntag, 16. Februar 2020

Psychokiller

… von Ida Adam ist am 17.01.2020 als Taschenbuch im Selfpublishing erschienen, hat 290 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bei Lovelybooks gewonnen; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Sarah ist überglücklich als sie mit ihrem Mann Lou in ein Townhouse im angesagten Greenwich Village von New York ziehen kann. Recht schnell bekommen die beiden auch zu den Nachbarn Kenneth und Cybill Kontakt. Kenneth ist der Chef der Firma, in der Lou neu angefangen hat, und Cybill scheint alles und jeden in NY zu kennen.
Doch dann bietet Cybill Sarah einen gegenseitigen Treuetest der Ehemänner an, was Sarah völlig verwirrt.
Eines Nachts eskaliert die Situation, einer der vier ist tot und Sarah ist die Hauptverdächtige …

Meine Meinung:
Das Cover ist recht farbenfroh und erinnert ein wenig an Comics oder Graphic Novels, doch die Story ist ein klassischer Psychothriller. 
Die Geschichte wird im Wesentlichen aus der Sicht von Sarah erzählt. Nur ab und zu werden Teile von Polizeiverhören eingeschoben, wie auch der Prolog. Das ist jedoch kein Problem, denn die Tatsache, dass es einen Mord gegeben hat, ist von Beginn an bekannt; auch wenn man vorerst nicht weiß, wer das Opfer ist. 
Die Story ist in sich schlüssig und ich habe das Buch innerhalb eines Tages „verschlungen“. Immer wieder gibt es unerwartete Wendungen, die den Leser einen anderen Täter vermuten lassen. So wird die Spannung fast durchgehend aufrechterhalten. 
Die einzelnen Personen sind gut beschrieben, auch wenn Kenneth und Cybill so einige typische Klischees der Upper Class bedienen. Dass die Hauptprotagonistin im Rollstuhl sitzt, wird im ersten Kapitel eher nebenbei erwähnt. Die sich mir im weiteren Verlauf aufdrängende Frage, wie es dazu kam, wird jedoch erst gegen Ende beantwortet. 
Fazit: Obwohl mir ein paar der Ideen der Geschichte aus anderen Büchern / Filmen ansatzweise bekannt vorkamen, hat mich „Psychokiller“ sehr gut unterhalten.
Ich vergebe auf meiner Schulnoten-Skala eine 2.

Donnerstag, 13. Februar 2020

Aprikosenküsse

… von Claudia Winter ist am 15.02.2016 als Taschenbuch im Goldmann Verlag erschienen, hat 416 Seiten und kostet EUR 9,99 bzw. als E-Book EUR 8,99. Ich habe die Autorin auf der LoveLetterConvention im April 2016 bei einer Lesung aus diesem Buch live erleben dürfen und das Buch ist anschließend sofort auf meine Wunschliste gewandert. Dort ist es dann ein wenig in Vergessenheit geraten, bis ich im März 2019 das E-Book erworben habe, welches ich nun nach knapp einem Jahr endlich gelesen habe. 😏


Zum Inhalt:
Die Foodjournalistin Hanna ist mit ihren Restaurantkritiken nicht zimperlich. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Seniorchefin des „Tre Camini“ aufgrund von Hannas vernichtender Kritik an einem Herzinfarkt stirbt. Als Hanna dann auch noch durch einen „Zufall“ die Urne der Verstorbenen in die Hände fällt, bleibt ihr, wenn sie ihren Job behalten will, nichts anderes übrig, als das „Tre Camini“ in der Toskana erneut aufzusuchen und dort bei den Erben auf „gut Wetter“ zu hoffen. Doch Fabrizio, Enkel und Haupterbe, lässt sie nicht so leicht davon kommen ...

LESEPROBE

Meine Meinung:
Dies war mein zweites Buch von Claudia Winter und schon nach wenigen Seiten merkte ich, dass es wieder durch und durch ein „Wohlfühlroman“ wird. 
Die Autorin hat auch hier genau die richtige Mischung von Situationskomik, treffenden Beschreibungen von Land und Leuten, nicht zu kitschigen Liebesszenen, familiären Zwistigkeiten und leckerem regionalen Essen gefunden. 
Die Protagonisten wachsen einem sofort ans Herz und auch die Nebenfiguren sind wunderbar lebensnah beschrieben, so dass ich mich wie mittendrin gefühlt habe. 
Die Rezepte am Ende des Buches waren wieder das Tüpfelchen auf dem i. Denn schließlich ist mir beim Lesen häufig das Wasser im Munde zusammengelaufen. 
Fazit: eine absolute Leseempfehlung, nicht nur für Italienfans
Ich vergebe auf meiner Schulnoten-Skala eine 2+.

Montag, 10. Februar 2020

Das Böse es bleibt

… von Luca D‘Andrea (Übersetzung Susanne Van Volxem und Olaf Matthias Roth) ist am 11.11.2019 als Taschenbuch im Penguin Verlag erschienen, hat 424 Seiten und kostet EUR 10,00. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Marlene ist auf der Flucht vor ihrem Gangster-Ehemann, als ihr Auto in den verschneiten Südtiroler Bergen in eine Schlucht stürzt. Doch ein Einsiedler aus einer abgelegenen Berghütte findet sie und rettet ihr das Leben. Aber ist sie bei ihm wirklich in Sicherheit?

LESEPROBE

Meine Meinung:
Als jemand, der schon seit Jahrzehnten in Südtirol Urlaub macht, hat mich ein Thriller in diesem Setting natürlich interessiert. Auch der Klappentext sowie die Leseprobe machten mich neugierig. 
Die geografischen und auch die menschlichen Eigenheiten dieser Region hat der Autor sehr gut beschrieben. 
Die einzelnen Kapitel sind verhältnismäßig kurz, dennoch ist beim Lesen Konzentration gefordert, da abwechselnd von verschiedenen Personen und auch Zeitebenen erzählt wird. Dies führte jedoch dazu, dass ich lange nicht wusste bzw. keine Ahnung hatte, wie die Geschichte enden wird. Der Spannungsbogen wird also schön aufrechterhalten. 
Leider haben mir der „Showdown“ sowie das Ende gar nicht gefallen. 
Fazit: spannend, aber doch ein wenig speziell
So kann ich auf meiner Schulnoten-Skala "nur" eine 3 vergeben.

Freitag, 7. Februar 2020

Eine neue Runde #litlovetalk


... geht mit folgender Frage an den Start:

Der Valentinstag naht - welches ist das beste Liebespärchen eines lit.Love-Romanes?

Diese Frage wird ganz sicher jede/r anders beantworten, denn nicht nur die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, sondern auch die Lesevorlieben.

Ich persönlich habe zwar noch nicht gar so viele lit.Love-Romane gelesen, aber doch zumindest einige Bücher von 13 der 63 Autor/innen. 😇

Dennoch war für mich gleich klar, es sind Clara und Alexander aus der "Royal-Reihe" von Geneva Lee. Den beiden begegnen bis zum Happyend dermaßen viele Hindernisse und Widrigkeiten, dass man fast schon die Hoffnung aufgibt.
Mich haben alle drei Bände begeistert. Falls Ihr nochmal meine Rezensionen nachlesen wollt, bitte hier entlang: Royal PassionRoyal DesireRoyal Love


Ihr seid gern wieder eingeladen mitzumachen; sei es auf Euren Socal-Media-Kanälen oder hier in den Kommentaren. Bitte nutzt einfach den Hashtag #litlovetalk und Ihr dürft auch gern unser Logo verwenden.

Falls Euch interessiert, wie andere #litlovebloggerinnen die Frage beantworten, schaut doch mal bei SophieBettiSusanne oder Anya vorbei.

Montag, 3. Februar 2020

Die Geliebte des Kaisers

… von Peter Dempf ist am 31.01.2020 als Taschenbuch bei Bastei Lübbe erschienen, hat 447 Seiten und kostet EUR 11,00 bzw. EUR 8,99 als E-Book. Ich durfte das Buch vorab über die Lesejury im Rahmen einer Leserunde als Manuskript lesen; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Als Otto III. in Italien im Sterben liegt und erfährt, dass die Magd Mena sein Kind erwartet, bittet er sie, nach seinem Tod sein Herz zusammen mit dem Kind nach Augsburg zu bringen, damit seine Familienlinie nicht ausstirbt. So macht sich die schwangere Mena im Winter auf den beschwerlichen Weg über die Alpen. Doch nicht nur das Wetter scheint gegen sie zu sein, sondern auch der Kampf um die Nachfolge Ottos ist längst ausgebrochen …

LESEPROBE auf der Verlagsseite

Meine Meinung:
Obwohl mir das Cover gefällt, passt es m.E. aber nicht zur Geschichte. 
Sehr gut hat mir das Personenverzeichnis am Anfang des Buches gefallen, wo auch darauf hingewiesen wird, wer fiktiv ist und wer tatsächlich gelebt hat. Dieses habe ich beim Lesen immer mal wieder zu Hilfe genommen. 
Die Geschichte ist in verhältnismäßig kurze Kapitel aufgeteilt, die aus Sicht eines Erzählers immer wieder unterschiedliche Protagonisten „begleiten“. So werden die Geschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt. Das hat sich für mich so sehr flüssig gelesen. 
Die Story an sich hat mich jedoch ein wenig enttäuscht:
  • An manchen Stellen waren die Beschreibungen der Landschaft / Natur / Tierwelt einfach zu langatmig. Dafür habe ich an anderen Stellen ein wenig mehr Hintergrund zu Personen, Umständen und Handlungen vermisst.
  • Es werden einige Personen eingeführt und recht genau beschrieben, die dann jedoch nach wenigen Kapiteln sterben. So dass ich mich gefragt habe, welchem Zweck diese dienten und ob man sie nicht hätte weglassen können.
  • Obwohl diverse „Eigenheiten“ der damaligen Zeit beschrieben werden, fehlt mir der „historische Charakter“, den ich von anderen historischen Romanen kenne.
  • Beschrieben wird das Buch mit „Ein packender historischer Roman um einen sterbenden Kaiser, seine mutige Geliebte und eine gefahrvolle Mission“, wonach ich mehr erwartet hatte.
Fazit: war nicht schlecht, aber hat mich enttäuscht
Auf meiner Schulnoten-Skala kann ich diesmal nur eine 4 vergeben.

Montag, 27. Januar 2020

It's All Good

… von Lars Amend ist am 20.05.2019 als Paperback im Verlag Kailash erschienen, hat 314 Seiten und kostet EUR 17,00. Ich habe das Buch über das Randomhouse Bloggerportal als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
In dem Buch geht es darum, dem eigenen Leben eine neue Perspektive zu eröffnen und es so zufriedener zu gestalten.
Der Autor berichtet zunächst davon, wie er selbst sein Leben geändert hat. Er erzählt von anderen Personen, die ihn inspiriert haben, und zeigt anhand einiger Prominenter, wie bzw. durch welche Erfahrungen diese zu ihrem Erfolg gelangt sind.

Meine Meinung:
Obwohl sich das Buch flüssig lesen lässt, konnte ich es nicht in einem Rutsch durchlesen, da ich manche Passagen erst einmal sacken lassen musste bzw. in Ruhe darüber nachdenken. 
Ziemlich zu Anfang gab es mehrere Kapitel im Buch, wo ich kurz davor stand, die Lektüre abzubrechen, da sie mir zu esoterisch und unpraktikabel erschien. Aber im Großen und Ganzen lohnt es sich doch weiterzulesen. 
Einige Beispiele in dem Buch klingen durchaus plausibel, sind m.E. aber nicht für jeden umsetzbar. Aber auch wenn ich jetzt nicht mein Leben umkremple, habe ich doch zumindest diverse Denkanstöße erhalten sowie Methoden mitgenommen, die ich in den nächsten Wochen weiter verfolgen werde. 
Zwei Zitate möchte ich noch festhalten: 
… Kümmere dich nicht um Dinge, die du nicht ändern kannst. … 
sowie 
… Wenn du nicht fragst, heißt die Antwort immer Nein! … 
Fazit: Das Buch ist keine Gebrauchsanweisung für ein glücklicheres Leben, hilft aber sicher, die eigene Einstellung an der einen oder anderen Stelle zu hinterfragen.
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 3.