Dienstag, 27. März 2018

Paper Party - Die Leidenschaft

… von Erin Watt (in der Übersetzung von Franzi Berg) ist am 01.03.2018 als Taschenbuch im PIPER Verlag erschienen, hat 208 Seiten und kostet EUR 12,99 bzw. als E-Book EUR 9,99. Ich habe es im Februar d.J. als Rezensionsexemplar über NetGalley erhalten.

 
Es handelt sich bei diesem Buch um Band 3,5 der Paper-Reihe um die Familie Royal. Es ist sozusagen ein "eingeschobenes Zwischen-Buch". Hier wird die Geschichte von Gideon, dem ältesten der 5 Brüder erzählt, und zwar im Wesentlichen zeitlich nach der Geschichte um Ella und Reed angesiedelt.

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Seite des Verlages .

Meine Meinung in Kurzform:
Gideon ist in den ersten 3 Bänden (die mir sehr gefallen haben) nur am Rande in Erscheinung getreten und sollte hier wohl ein wenig mehr ins Rampenlicht gerückt werden. Das ist in meinen Augen jedoch nicht richtig gelungen. Zwar handelt das Buch nur von ihm und Savannah, aber die Story ist für mich zu vorhersehbar und ohne Spannung. 
Es hat sich nett gelesen, aber das war es auch schon – nichts, was hängen bleibt.

Daher kann ich auf meiner Schulnoten-Skala nur eine 4 vergeben.

Donnerstag, 15. März 2018

Dann schlaf auch Du

... von Leila Slimani (übersetzt von Amelie Thoma) ist am 21.08.2017 als Hardcover im Luchterhand Verlag erschienen, hat 223 Seiten und kostet EUR 20,00. Nachdem ich so viel über das Buch gehört hatte, habe ich es Ende Oktober 2017 beim Randomhouse Bloggerportal angefragt und ein Rezensionsexemplar erhalten.


Zum Inhalt:

Myriam und Paul leben mit ihren zwei Kindern in Paris. Da Myriam wieder arbeiten möchte, suchen sie eine Kinderfrau. Mit Louise scheinen sie einen absoluten Glücksgriff getan zu haben, denn diese kümmert sich nicht nur um die Kinder, sondern hält auch den Haushalt in Schuss. Doch es kommt zu einer Tragödie ...

Eine Leseprobe findet Ihr hier .

Meine Meinung:
Zunächst möchte ich die sehr gelungene Umsetzung des Schutzumschlages erwähnen: Es handelt sich um leicht strukturiertes Papier, bedruckt mit einem zum Buch passenden Schwarzweiß-Foto von Kindern auf einem alten Karussell. Dazu ist der Titel auf einem Hintergrund in dezentem Roséton gedruckt.
Die Geschichte beginnt furios, nämlich mit der Katastrophe. Dies wird jedoch zunächst nur recht sachlich, fast wie in einem Polizeibericht beschrieben. Erst die folgenden Kapitel rollen die Geschehnisse von Anfang an auf.
Die Schilderungen lesen sich sehr flüssig, so dass ich gut ins Buch reingekommen bin. Auch dem steten Wechsel der Perspektiven (Familie / Eltern / Nanny) konnte ich gut folgen. Die Autorin versteht es, eine ausgewogene Balance zwischen der Schilderung des zeitlichen Ablaufs und der Beleuchtung psychologischer Hintergründe zu finden. Auch gesellschaftskritische Ansätze bleiben nicht außer acht.
Ich konnte mich bis zum Ende des Buches nicht entscheiden, wer der Protagonisten bzw. ob überhaupt jemand mir sympathisch ist.
Obwohl mich das Buch "mitgenommen" hat, konnte es mich nicht richtig überzeugen - und leider kann ich nicht mal sagen warum. Ich glaube, mir fehlten noch mehr Hintergrundinformationen zu Louise?!
Daher gibt es auf meiner Schulnoten-Skala nur eine 3.

Samstag, 10. März 2018

Zwei Kurz-Rezensionen

... zu Büchern, denen ich leider nichts abgewinnen konnte:

1. "Sommer auf meiner Haut" von Elisa Sabatinelli erscheint am 21.05.2018 als Taschenbuch im Blanvalet Verlag und wird EUR 9,99 kosten. Ich habe im Rahmen der Kampagne "Hello Sunshine" ein E-Book als Vorab-Leseexemplar erhalten.

Zum Inhalt:
Nach dem Tod ihrer Mutter macht sich Lavinia Hals über Kopf auf eine Reise durch Italien, auf den Spuren ihrer Mutter, angeleitet durch deren Tagebuch.

Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung / der Klappentext deuteten auf eine Liebesgeschichte verbunden mit italienischem Flair hin.
Leider hat die Hauptfigur, Lavinia, diese Reise, die sie ihrer Mutter näher bringen sollte, auf eine etwas merkwürdige Weise zur Selbstfindung genutzt: durch Sex mit diversen Fremden.
Ich hatte eine andere Geschichte erwartet und bin enttäuscht.

2. "Winterdunkel" von Ake Edwardson ist am 17.11.2017 im Ullstein Verlag erschienen, hat 352 Seiten und kostet als Hardcover EUR 18,-- bzw. als E-Book EUR 14,99. Ich habe auf der Frankfurter Buchmesse einen Gutschein erhalten, um mir vorab ein Rezensionsexemplar bei NetGalley herunterzuladen.


Zum Inhalt:
Es handelt sich hier um diverse Kurzgeschichten, die in Skandinavien spielen und alle im Krimi- / Thriller-Genre anzusiedeln sind.

Meine Meinung:
Einige Geschichten waren wirklich sehr gut und spannend, andere wiederum recht surreal.
Je weiter ich im Buch vorangekommen bin, desto merkwürdiger wurden die Geschichten. Also stark angefangen, aber dann nachgelassen.
Ich habe mich im Nachhinein gefragt: Vielleicht ist das typisch nordisch? 
 

Mittwoch, 7. März 2018

Zum Teufel mit der Liebe

... von Benne Schröder ist am 24.11.2017 als Taschenbuch im LYX Verlag erschienen, hat 382 Seiten und kostet EUR 10,00 bzw. als E-Book EUR 8,99. Es ist der zweite (und letzte) Teil der Geschichte um Catalea Morgenstern.

Ich wollte das Buch eigentlich zum Erscheinungstermin haben, hatte es aber nicht vorbestellt, da ich davon ausgegangen war, es in Berlin doch definitiv in den Buchhandlungen zu bekommen. Diese Annahme stellte sich jedoch als falsch heraus, überall hätte ich es nur bestellen können. Trotzig habe ich dann erstmal auf das Buch verzichtet. Ende Januar habe ich es dann aber doch im Buchladen bestellt und … es innerhalb eines Tages ausgelesen!

 
Zum Inhalt:

Nachdem Catalea nun akzeptiert hat, die Tochter des Teufels zu sein, bleibt ihr nicht viel Zeit, sich daran zu gewöhnen. Denn ihr Vater ist spurlos verschwunden und somit muss sie seinen Job übernehmen. Trotz vieler neuer Ideen kann sie sich aber nicht richtig durchsetzen und hat bald fast alle anderen gegen sich. Selbst ihre große Liebe Timur scheint nicht mehr auf ihrer Seite zu stehen …
Eine Leseprobe findet Ihr auf der Verlagsseite .
 
Meine Meinung:
Schon im Prolog knüpft der Autor genau wieder dort an, was den ersten Teil ausgemacht hat: eine abstruse Situation wird aus Cataleas Sicht erzählt und ich als Leser empfinde ein wenig Schadenfreude. 
Auch dieses Buch ist sehr leicht und locker sowie mit jeder Menge Humor geschrieben. Man kann sich gut in Catalea hineinversetzen, trotz der surrealen Umgebung. Gerade auch in diese Umgebung (also die Hölle) hat Benne Schröder diverse Dinge aus unserer realen Welt auf sarkastische Weise eingebaut. 
Mir hat der zweite Teil beinahe noch besser gefallen als der erste. Und das liegt nicht daran, dass das Buchcover in meiner Lieblingsfarbe ist! 
Fazit: definitiv eine Leseempfehlung, aber man sollte den ersten Teil kennen
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich natürlich eine 1.

Dienstag, 6. März 2018

Der dritte und letzte Bericht

... zur FBM 2018 kommt hier!

Da mein Flieger Richtung Heimat am Nachmittag ging und ich einen kostenlosen Late-Check-Out mit dem Hotel vereinbart hatte, bin ich am Sonntag also ganz entspannt, aber sehr zeitig zur Messe gegangen. So kurz nach 9.00 Uhr war es noch erstaunlich leer und ich konnte gemächlich ein wenig schauen und Bücher kaufen. Es sind natürlich mehr geworden als geplant!


Meinen ursprünglichen Terminplan hatte ich bereits verworfen und wollte nur noch zu einer Veranstaltung, von der mir Katrin (Organisatorin der LLC) berichtet hatte: um 10.00 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Genre Romance organisiert von BoD.
Als ich -bepackt mit meinen Buchkäufen- sehr zeitig am Veranstaltungsort ankam, habe ich nicht nur einen prima Platz in der ersten Reihe bekommen, sondern konnte auch noch einen kleinen Plausch mit Katrin halten.

Kurz darauf wurde der offizielle Aufbau begonnen und als ich sah, dass Emily Bold einer der Teilnehmer der Podiumsdiskussion war,
bin ich nochmal losgestürmt, um mir das am Vortag vorgestellte Buch doch sofort noch zu kaufen, in der Hoffnung, es mir von ihr signieren lassen zu können; was nach der Veranstaltung auch geklappt hat!

Die interessante Diskussion unter Einbindung der sehr zahlreichen Besucher hat folgende Quintessenz bei mir hinterlassen:
- Bücher im Romance-Genre sollten ein Happyend haben oder zumindest ein offenes Ende, welches auf einen neuen Anfang deutet
- aktuell sind Contemporary-Geschichten sehr gefragt; also welche, die "hier und heute" handeln - Historisches ist allerdings wieder im Kommen
- äußerst beliebt sind auch sogenannte "Small Town"-Geschichten - mit vielen Freunden und Verwandten in Nebenrollen, so dass dann eine Serie / Reihe daraus werden kann - diese Figuren werden für viele Leserinnen fast wie eine zweite Familie

Vor der Veranstaltung hat Emily Bold weitere ihrer Pink-Boxen verteilen lassen. Da ich ja bereits am Vortag eine erhalten habe, möchte ich meine zweite verlosen. Der Inhalt sind diverse Merchandise-Artikel von / über Emily Bold nebst einer signierten Autogrammkarte. Diese Verlosung werde ich aber erst nach der LBM 2018 starten; vielleicht bringe ich von dort ja auch noch das eine oder andere Goodie mit. Ihr dürft also gespannt sein. 😉

Nach dieser Veranstaltung habe ich mich auf den Weg in mein Hotel gemacht, wo ich dann ganz in Ruhe packen konnte und nochmal unter die Dusche springen. Die Bücher habe ich mich jedoch nicht getraut alle in den Koffer zu packen, da ich kein Übergewicht bezahlen wollte; denn gerade Dan Brown und Robbie Williams sind ganz schön dicke Hardcover. Somit hatte ich auf dem Rückflug nicht nur meine Handtasche als Handgepäck, sondern auch einen Stoffbeutel, gefüllt mit Büchern.

Ein wenig groggy, aber glücklich bin ich am späten Sonntagnachmittag wieder zuhause gewesen.

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Dadurch, dass ich diese Berichte erst so spät verfasst habe, konnte ich in schönen Erinnerungen schwelgen und kann es jetzt kaum erwarten, zur Leipziger Buchmesse zu fahren!

Freitag, 2. März 2018

Die Königin von Lankwitz

… von Max Urlacher ist am 9.2.2018 im Ullstein Verlag erschienen, hat 208 Seiten und kostet als Taschenbuch EUR 10,00 sowie als E-Book EUR 8,99. Ich habe das E-Book als Rezensionsexemplar über Vorablesen erhalten.

 
Zum Inhalt:

Irene und Bea (beide Anfang 50) lernen sich im Gefängnis kennen. Irene hat vor 8 Jahren ihren Mann überfahren –mehrfach- und Bea wurde Betrug in der Steuerkanzlei vorgeworfen –unberechtigt-. Nach der Entlassung beschließen sie, künftig anderen Frauen zu Gerechtigkeit zu verhelfen. Ohne Tote, aber mit Rache für seelische und andere Grausamkeiten. Kompliziert wird es erst, als ein „Konkurrenzunternehmen“ auf den Plan kommt …
Eine Leseprobe findet Ihr bei Vorablesen oder auf der Verlagsseite.

Meine Meinung:
Neben der Leseprobe hat mich auf das Buch neugierig gemacht, dass die Protagonistinnen ungefähr im gleichen Alter sind wie ich und dass die Handlung überwiegend in einem mir gut bekannten Umfeld spielt. 
Das Buch hat mich dann auch sofort mitten in die Geschichte hineingezogen. Man merkt, dass der Autor eine sehr gute Kenntnis der Berliner Eigenarten hat und sich anscheinend auch bestens in Lankwitz und den angrenzenden Bezirken auskennt. Ich habe fast durchgehend ein Grinsen im Gesicht gehabt. Die Geschichte kommt einfach authentisch rüber! 
Gegen Ende wurde es für meinen Geschmack ein wenig zu überdreht, doch diesen kleinen Wermutstropfen kann ich verschmerzen. 
Die beiden Protagonistinnen haben zwar recht ausgeprägte Ticks, kommen aber wahrscheinlich gerade deswegen so gut an. Die Beschreibungen der beiden haben mir sehr gefallen; so z.B.: 
„… Bea hat die Zuversicht quasi im System.  …, nutzt jede Möglichkeit, gut gelaunt zu sein, und würde statt „wechselnd bewölkt“ stets „vereinzelt Sonnenschein“ sagen. … Ich versuche selbst auf Schwarzweißfotos bunt zu sein – lautet ihr Motto. …“ 
Allerdings habe ich mich bei den Beschreibungen der Beratung von Irene in der Miederwarenabteilung des KaDeWe schon gefragt, ob Herr Urlacher da nicht doch weibliche Unterstützung hatte.  
Spaß beiseite; der Autor hat hier eine wunderbare Geschichte mit viel Lokalkolorit, Humor und Herz erschaffen, die es sich zu lesen lohnt.

Auf meiner Schulnoten-Skala kann es daher nur eine 1 geben.