Donnerstag, 27. Februar 2020

Frankfurt am Mord

… von Uwe Krüger und Jonas Torsten Krüger ist am 19.09.20199 als Taschenbuch im Emons Verlag erschienen, hat 333 Seiten und kostet EUR 11,90. Ich habe das Buch im Rahmen einer Aktion über Mainwunder erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Im Hinterhof eines Bordells in Frankfurt wird eine Leiche gefunden. Die Abteilung von Hauptkommissarin Bartsch übernimmt den Fall. Schnell kommen Zweifel auf, ob der Mörder im Rotlichtmilieu zu finden ist …

Meine Meinung:
Die Geschichte wird auf mehreren Ebenen erzählt und ist sehr regional angelegt. Anfangs habe ich mich mit den hessischen Gegebenheiten sowie dem teilweise eingesetzten Dialekt schwer getan. Doch nach gut einem Drittel der Lektüre spielte das für mich keine Rolle mehr. 
Das Team um Kommissarin Bartsch bestellt aus „echten Typen“, die alle ihre Eigenarten haben. So gibt es auch über jeden von ihnen nach und nach private Details zu erfahren, die zwar nichts mit dem Fall an sich zu tun haben, aber die leichten „Macken“ erklären. 
Nach meinen leichten Startschwierigkeiten hat mich die Geschichte aber gepackt und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. 
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir erst gegen Ende aufgefallen ist, dass der Titel „Frankfurt am Mord“ ja ein Wortspiel zu Frankfurt am Main ist. 😏
Mir ist speziell ein Zitat (Seite 103) hängengeblieben, das zwar nicht spezifisch für dieses Buch oder den Kriminalfall ist, aber doch fast immer passend: 
„… Irgendwie das ist ein bescheuertes Wort. Irgendwie hat jeder immer recht!...“ 
Fazit: ein Regionalkrimi, der sich wohltuend im Genre heraushebt
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 2.

Montag, 24. Februar 2020

BuchTraumKüsse

… von Ellen McCoy ist am 04.03.2019 als Taschenbuch bei Books on Demand erschienen, hat 234 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch signiert von der LoveLetter Convention 2019 mitgebracht, nachdem ich dort einer Lesung der sehr sympathischen Autorin lauschen durfte. Dann ist das Buch anschließend in den Tiefen meines SuBs verschwunden, aber nun habe ich es endlich gelesen.


Zum Inhalt:
Als Annie sich plötzlich von ihrem Freund trennt, steht sie nicht nur ohne Wohnung, sondern auch ohne Job da. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als zunächst bei ihrer Schwester in Silver Creek unterzukommen. Um nicht nur von ihren Ersparnissen leben zu müssen, nimmt sie einen Aushilfsjob in der ortsansässigen Buchhandlung „Books 'n' Dreams“ an. Sie merkt sofort, dass der Laden mit sehr viel Herzblut entstanden ist. Doch der Inhaber strahlt dies so gar nicht aus ...

Meine Meinung:
Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Locker, leicht und mit einem Schmunzeln lässt uns die Autorin an Annies Leben teilhaben. Ich konnte mich gut in Annie hineinversetzen. 
Die Schilderungen des kleinen Ortes, wo jeder jeden kennt, sind einfach herzerfrischend. Genau so stelle ich mir diese Orte nebst ihren Bewohnern vor. Und die Buchhandlung ist genau das, was wir Bücherwürmer mögen! Wie gern hätte ich die Möglichkeit, dort in aller Ruhe Zeit zu verbringen und zu stöbern. 
Auch wenn das Happyend zu erwarten war, hat es mir Spaß gemacht, die genaue Entwicklung zu verfolgen. 
Fazit: eine Leseempfehlung für alle buchaffinen Romantikerinnen
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es dafür eine 2.

Mittwoch, 19. Februar 2020

Qube

… von Tom Hillenbrand ist am 13.02.2020 als Taschenbuch im KiWi-Verlag erschienen, hat 555 Seiten und kostet EUR 12,00. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das KiWi-Bloggerteam erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Im Jahr 2091 wird der Enthüllungsjournalist Doyle auf offener Straße angeschossen. Da sich seine aktuelle Recherche um Künstliche Intelligenz (= KI) drehte, wird UNO-Agent Bittner mit der Aufklärung der Hintergründe betraut. Denn es steht die Vermutung im Raum, dass es KI-Einheiten gibt, die sich von menschlicher Kontrolle freigemacht haben …

Meine Meinung:
Das Buch wird als Thriller angegeben, geht m.E. aber mehr in Richtung Science Fiction. Dieses Genre lese ich sonst gar nicht, demzufolge habe ich mich mit den vielen technisch-futuristischen Details recht schwer getan. Da war es auf jeden Fall hilfreich, dass sich am Ende des Buches ein Register befindet, in dem die wesentlichen Begriffe erklärt werden. 
Die Grundidee hinter der Story ist sicherlich ein Thriller, allerdings sehr weit in der Zukunft angesiedelt. Mir kam es vor wie eine Mischung aus „James Bond“, „Matrix“, „Die Zeitmaschine“ (aus 1960) und „Raumschiff Enterprise“. 
Es fällt mir schwer, dieses Buch zu bewerten, da ich mangels Vergleichsmöglichkeiten nicht beurteilen kann, ob die technisch-wissenschaftlichen Details gut bzw. plausibel sind. 
Fazit: Für mich hat sich das Buch nicht flüssig gelesen und ich fühle mich bestätigt, dass dieses Genre nichts für mich ist.

Sonntag, 16. Februar 2020

Psychokiller

… von Ida Adam ist am 17.01.2020 als Taschenbuch im Selfpublishing erschienen, hat 290 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bei Lovelybooks gewonnen; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Sarah ist überglücklich als sie mit ihrem Mann Lou in ein Townhouse im angesagten Greenwich Village von New York ziehen kann. Recht schnell bekommen die beiden auch zu den Nachbarn Kenneth und Cybill Kontakt. Kenneth ist der Chef der Firma, in der Lou neu angefangen hat, und Cybill scheint alles und jeden in NY zu kennen.
Doch dann bietet Cybill Sarah einen gegenseitigen Treuetest der Ehemänner an, was Sarah völlig verwirrt.
Eines Nachts eskaliert die Situation, einer der vier ist tot und Sarah ist die Hauptverdächtige …

Meine Meinung:
Das Cover ist recht farbenfroh und erinnert ein wenig an Comics oder Graphic Novels, doch die Story ist ein klassischer Psychothriller. 
Die Geschichte wird im Wesentlichen aus der Sicht von Sarah erzählt. Nur ab und zu werden Teile von Polizeiverhören eingeschoben, wie auch der Prolog. Das ist jedoch kein Problem, denn die Tatsache, dass es einen Mord gegeben hat, ist von Beginn an bekannt; auch wenn man vorerst nicht weiß, wer das Opfer ist. 
Die Story ist in sich schlüssig und ich habe das Buch innerhalb eines Tages „verschlungen“. Immer wieder gibt es unerwartete Wendungen, die den Leser einen anderen Täter vermuten lassen. So wird die Spannung fast durchgehend aufrechterhalten. 
Die einzelnen Personen sind gut beschrieben, auch wenn Kenneth und Cybill so einige typische Klischees der Upper Class bedienen. Dass die Hauptprotagonistin im Rollstuhl sitzt, wird im ersten Kapitel eher nebenbei erwähnt. Die sich mir im weiteren Verlauf aufdrängende Frage, wie es dazu kam, wird jedoch erst gegen Ende beantwortet. 
Fazit: Obwohl mir ein paar der Ideen der Geschichte aus anderen Büchern / Filmen ansatzweise bekannt vorkamen, hat mich „Psychokiller“ sehr gut unterhalten.
Ich vergebe auf meiner Schulnoten-Skala eine 2.

Donnerstag, 13. Februar 2020

Aprikosenküsse

… von Claudia Winter ist am 15.02.2016 als Taschenbuch im Goldmann Verlag erschienen, hat 416 Seiten und kostet EUR 9,99 bzw. als E-Book EUR 8,99. Ich habe die Autorin auf der LoveLetterConvention im April 2016 bei einer Lesung aus diesem Buch live erleben dürfen und das Buch ist anschließend sofort auf meine Wunschliste gewandert. Dort ist es dann ein wenig in Vergessenheit geraten, bis ich im März 2019 das E-Book erworben habe, welches ich nun nach knapp einem Jahr endlich gelesen habe. 😏


Zum Inhalt:
Die Foodjournalistin Hanna ist mit ihren Restaurantkritiken nicht zimperlich. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Seniorchefin des „Tre Camini“ aufgrund von Hannas vernichtender Kritik an einem Herzinfarkt stirbt. Als Hanna dann auch noch durch einen „Zufall“ die Urne der Verstorbenen in die Hände fällt, bleibt ihr, wenn sie ihren Job behalten will, nichts anderes übrig, als das „Tre Camini“ in der Toskana erneut aufzusuchen und dort bei den Erben auf „gut Wetter“ zu hoffen. Doch Fabrizio, Enkel und Haupterbe, lässt sie nicht so leicht davon kommen ...

LESEPROBE

Meine Meinung:
Dies war mein zweites Buch von Claudia Winter und schon nach wenigen Seiten merkte ich, dass es wieder durch und durch ein „Wohlfühlroman“ wird. 
Die Autorin hat auch hier genau die richtige Mischung von Situationskomik, treffenden Beschreibungen von Land und Leuten, nicht zu kitschigen Liebesszenen, familiären Zwistigkeiten und leckerem regionalen Essen gefunden. 
Die Protagonisten wachsen einem sofort ans Herz und auch die Nebenfiguren sind wunderbar lebensnah beschrieben, so dass ich mich wie mittendrin gefühlt habe. 
Die Rezepte am Ende des Buches waren wieder das Tüpfelchen auf dem i. Denn schließlich ist mir beim Lesen häufig das Wasser im Munde zusammengelaufen. 
Fazit: eine absolute Leseempfehlung, nicht nur für Italienfans
Ich vergebe auf meiner Schulnoten-Skala eine 2+.

Montag, 10. Februar 2020

Das Böse es bleibt

… von Luca D‘Andrea (Übersetzung Susanne Van Volxem und Olaf Matthias Roth) ist am 11.11.2019 als Taschenbuch im Penguin Verlag erschienen, hat 424 Seiten und kostet EUR 10,00. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Marlene ist auf der Flucht vor ihrem Gangster-Ehemann, als ihr Auto in den verschneiten Südtiroler Bergen in eine Schlucht stürzt. Doch ein Einsiedler aus einer abgelegenen Berghütte findet sie und rettet ihr das Leben. Aber ist sie bei ihm wirklich in Sicherheit?

LESEPROBE

Meine Meinung:
Als jemand, der schon seit Jahrzehnten in Südtirol Urlaub macht, hat mich ein Thriller in diesem Setting natürlich interessiert. Auch der Klappentext sowie die Leseprobe machten mich neugierig. 
Die geografischen und auch die menschlichen Eigenheiten dieser Region hat der Autor sehr gut beschrieben. 
Die einzelnen Kapitel sind verhältnismäßig kurz, dennoch ist beim Lesen Konzentration gefordert, da abwechselnd von verschiedenen Personen und auch Zeitebenen erzählt wird. Dies führte jedoch dazu, dass ich lange nicht wusste bzw. keine Ahnung hatte, wie die Geschichte enden wird. Der Spannungsbogen wird also schön aufrechterhalten. 
Leider haben mir der „Showdown“ sowie das Ende gar nicht gefallen. 
Fazit: spannend, aber doch ein wenig speziell
So kann ich auf meiner Schulnoten-Skala "nur" eine 3 vergeben.

Freitag, 7. Februar 2020

Eine neue Runde #litlovetalk


... geht mit folgender Frage an den Start:

Der Valentinstag naht - welches ist das beste Liebespärchen eines lit.Love-Romanes?

Diese Frage wird ganz sicher jede/r anders beantworten, denn nicht nur die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, sondern auch die Lesevorlieben.

Ich persönlich habe zwar noch nicht gar so viele lit.Love-Romane gelesen, aber doch zumindest einige Bücher von 13 der 63 Autor/innen. 😇

Dennoch war für mich gleich klar, es sind Clara und Alexander aus der "Royal-Reihe" von Geneva Lee. Den beiden begegnen bis zum Happyend dermaßen viele Hindernisse und Widrigkeiten, dass man fast schon die Hoffnung aufgibt.
Mich haben alle drei Bände begeistert. Falls Ihr nochmal meine Rezensionen nachlesen wollt, bitte hier entlang: Royal PassionRoyal DesireRoyal Love


Ihr seid gern wieder eingeladen mitzumachen; sei es auf Euren Socal-Media-Kanälen oder hier in den Kommentaren. Bitte nutzt einfach den Hashtag #litlovetalk und Ihr dürft auch gern unser Logo verwenden.

Falls Euch interessiert, wie andere #litlovebloggerinnen die Frage beantworten, schaut doch mal bei SophieBettiSusanne oder Anya vorbei.

Montag, 3. Februar 2020

Die Geliebte des Kaisers

… von Peter Dempf ist am 31.01.2020 als Taschenbuch bei Bastei Lübbe erschienen, hat 447 Seiten und kostet EUR 11,00 bzw. EUR 8,99 als E-Book. Ich durfte das Buch vorab über die Lesejury im Rahmen einer Leserunde als Manuskript lesen; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Als Otto III. in Italien im Sterben liegt und erfährt, dass die Magd Mena sein Kind erwartet, bittet er sie, nach seinem Tod sein Herz zusammen mit dem Kind nach Augsburg zu bringen, damit seine Familienlinie nicht ausstirbt. So macht sich die schwangere Mena im Winter auf den beschwerlichen Weg über die Alpen. Doch nicht nur das Wetter scheint gegen sie zu sein, sondern auch der Kampf um die Nachfolge Ottos ist längst ausgebrochen …

LESEPROBE auf der Verlagsseite

Meine Meinung:
Obwohl mir das Cover gefällt, passt es m.E. aber nicht zur Geschichte. 
Sehr gut hat mir das Personenverzeichnis am Anfang des Buches gefallen, wo auch darauf hingewiesen wird, wer fiktiv ist und wer tatsächlich gelebt hat. Dieses habe ich beim Lesen immer mal wieder zu Hilfe genommen. 
Die Geschichte ist in verhältnismäßig kurze Kapitel aufgeteilt, die aus Sicht eines Erzählers immer wieder unterschiedliche Protagonisten „begleiten“. So werden die Geschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt. Das hat sich für mich so sehr flüssig gelesen. 
Die Story an sich hat mich jedoch ein wenig enttäuscht:
  • An manchen Stellen waren die Beschreibungen der Landschaft / Natur / Tierwelt einfach zu langatmig. Dafür habe ich an anderen Stellen ein wenig mehr Hintergrund zu Personen, Umständen und Handlungen vermisst.
  • Es werden einige Personen eingeführt und recht genau beschrieben, die dann jedoch nach wenigen Kapiteln sterben. So dass ich mich gefragt habe, welchem Zweck diese dienten und ob man sie nicht hätte weglassen können.
  • Obwohl diverse „Eigenheiten“ der damaligen Zeit beschrieben werden, fehlt mir der „historische Charakter“, den ich von anderen historischen Romanen kenne.
  • Beschrieben wird das Buch mit „Ein packender historischer Roman um einen sterbenden Kaiser, seine mutige Geliebte und eine gefahrvolle Mission“, wonach ich mehr erwartet hatte.
Fazit: war nicht schlecht, aber hat mich enttäuscht
Auf meiner Schulnoten-Skala kann ich diesmal nur eine 4 vergeben.