Montag, 20. November 2017

Der Rückblick

... auf meinen ersten Messetag bei der Frankfurter Buchmesse 2017 -nämlich den Freitag- beginnt damit, dass ich recht früh aufgestanden bin, denn um 10 Uhr hatte ich meinen Interviewtermin mit Benne Schröder. Da ich vorher noch nie auf der FBM war, wollte ich möglichst gleich zur Öffnung vor Ort sein, um mich ein wenig zu orientieren. Demnach bin ich um 6 Uhr aufgestanden, damit ich noch in Ruhe frühstücken, mich ein wenig zurechtmachen und mein "Messe-Survival-Kit" überprüfen konnte.
Schließlich wollte ich für alle Eventualitäten gewappnet sein.

Es hat alles gut geklappt und ich war pünktlich am Messegelände, wo auch der Einlass zügig, trotz Taschenkontrollen, vonstatten ging. Zunächst habe ich die Halle 3.0, wo auch das Interview stattfinden sollte, erkundet.

Wie konnte es anders sein, sind doch gleich einige Bücher auf meine Wunschliste gewandert:
 

Nach nur knapp einer halben Stunde stellte ich jedoch fest, dass die Luft in der Halle recht stickig und vor allem warm war. So habe ich vor dem Interview noch Frischluft auf dem Freigelände getankt und andere Messebesucher beobachtet. Gleichzeitig habe ich versucht, meine steigende Nervosität unter Kontrolle zu bringen.

Das Interview verlief dann ganz entspannt und hat mir Spaß gemacht. Ihr könnt es im nächsten Messebeitrag lesen.

Da mein nächster Termin erst um 13 Uhr war, habe ich mich erstmal orientiert, wo der Orbanism Space genau ist und wie es dort platzmäßig aussieht. Da die Sitzplätze rar waren und ich nicht vorhatte, zwei Stunden lang zu stehen, habe ich nur noch eine kleinere Biege durch die weiteren für mich interessanten Hallen gedreht.

Der "Blogger Future Place" hatte vier Themengebiete:
  • Buchblogger auf Youtube - "Booktube" / hier haben erfolgreiche Booktuber wie Lea ("Liberiarium") , Janine ("The empire of Books") und Tami ("Reading Teabag") Tipps und Hinweise für Neu-Youtuber gegeben und auch ermutigt, diesen Schritt zu gehen
  • im nächsten Programmpunkt ging es um die Zusammenarbeit von Bloggern mit Verlagen - Teilnehmer waren eine Bloggerin und eine Mitarbeiterin von NetGalley
  • der dritte Programmpunkt war der Phantastik-Literatur gewidmet (so gar nicht mein Thema!)
  • last but not least haben Philipp ("BookWalk") und Claudia ("Zwinkerlings Bibliothek") mit Tanja (Agentur Mainwunder) über die Möglichkeiten, mit einem Buchblog Geld zu verdienen, referiert

Ich bin bis zum Schluss geblieben, aber die Besucheranzahl nahm im Laufe der Veranstaltung deutlich ab. Die Akustik hätte auch ein wenig besser sein können.
Nach der Veranstaltung wurden für die angemeldeten Besucher (wie mich!) Goodiebags der Agentur Mainwunder verteilt.

Bevor ich mich zu einer Lesung aufgemacht habe, musste ich noch ein paar "buchige" Kleinigkeiten erwerben, mit denen ich vorher schon geliebäugelt hatte; ein Brillenputztuch sowie einen Postkartenblock mit tollen Fotos von Bibliotheken, als Beigabe habe ich eine faltbare Einkaufstasche erhalten.

Auf dem Weg zur Lesung von Andreas Föhr bei Droemer Knaur bin ich doch glatt noch "meinem Freund Robbie" begegnet ;-)))

Die Lesung hat mich eigentlich das vorgestellte Buch auf meine Wunschliste setzen lassen, aber dann fiel mir ein, dass eines der Vorgängerbücher noch ungelesen bei mir im Schrank steht - also ist dieses zunächst dran!

Obwohl ich noch einen weiteren Programmpunkt auf meiner Liste hatte, bin ich anschließend zurück in mein Hotel, denn ich war platt. Dort habe ich alles in Ruhe ausgepackt (Giveaways etc.),
ein wenig die Beine hochgelegt, dann unter die Dusche gehüpft, bevor ich mir ein Abendessen im Blockhouse (inkl. Nachtisch!) gegönnt habe:
Wider Erwarten war es auch nicht schlimm, alleine essen zu gehen, da -wahrscheinlich aufgrund der Messe- viele einzelne Gäste dort waren.


Es war ein toller Tag!

Samstag, 18. November 2017

Ich bin die Nacht

… von Ethan Cross ist der Auftakt zur Ackerman- oder auch Shepherd-Reihe. Das Taschenbuch ist am 20.12.2013 bei Bastei Lübbe erschienen, hat 395 Seiten und kostet EUR 10,90; als E-Book kostet es EUR 8,99. Ich habe das Buch im Juni über die Lesejury im Rahmen einer „Schnell-Leserunde“ erhalten, konnte es dann aber leider nicht wie geplant lesen und rezensieren.

 
Zum Inhalt:
Francis Ackerman jr. ist ein besonders perfider Serienkiller, der seine Opfer meist zu einem „Spiel“ herausfordert und sie so im Glauben lässt, sie hätten eine Chance auf’s Überleben.

Eine Leseprobe gibt es auf der Verlags-Webseite.

Meine Meinung:
Schon die Aufmachung des Buches ist ein Hingucker: ganz in schwarz gehalten und auf der Titelseite sind die Buchstaben leicht erhaben gedruckt. Der Buchschnitt ist auch überwiegend schwarz und rund um das Buch sind Titel und Autor in weiß zu lesen. 
Die Geschichte hat mich gleich im ersten Kapitel gefangen genommen, denn sie ist extrem spannend erzählt und wartet mit einigen Überraschungseffekten auf. Das zweite Kapitel erscheint auf den ersten Blick aus dem Zusammenhang gerissen zu sein, aber im weiteren Verlauf werden die verschiedenen Erzählstränge mehr und mehr miteinander verknüpft. 
Obwohl die Morde auf eine teils sehr gruselige Weise verübt werden, lassen manche Bemerkungen sowie die Überlegungen von Ackerman erkennen, dass es sich um einen durchaus intelligenten Täter handelt. 
Je weiter ich in das Buch vorgedrungen bin, desto mehr baute sich bei mir eine Anspannung auf, so dass ich beschloss, auf keinen Fall kurz vor dem Schlafengehen weiterzulesen. 
Auch wenn ich mit den Lösungsansätzen des Buches nicht ganz einverstanden bin, es ist mir zu „amerikanisch unrealistisch“, handelt es sich hier um einen echten Pageturner, den ich weiterempfehlen kann. Ich selbst denke darüber nach, zumindest den zweiten Band auch noch zu lesen.

Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich daher eine 2+.

Montag, 13. November 2017

An der Ostsee sagt man nicht Amore

… von Katharina Jensen ist am 10.04.2017 als Taschenbuch bei Heyne erschienen, hat 318 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch im Mai als Rezensionsexemplar erhalten, aber bin dann einfach nicht dazu gekommen, die Rezension auch zeitnah zu schreiben.

 
Zum Inhalt:

Als Anne am Tag ihrer Hochzeit mit Fabio ein Geheimnis entdeckt, welches er ihr verschwiegen hat, macht sie sich Hals über Kopf in ihrem kleinen Mini aus dem Staub – und zwar in ihrem Brautkleid. Sie will einfach nur weg von Fabio und weg aus Berlin. Und so entschließt sie sich, zu ihren Eltern nach Rügen zu fahren. Dort angekommen verlässt sie jedoch der Mut: wie soll sie ihren Eltern das erklären? Also fährt sie weiter bis zum Strand. Dort sitzt sie dann im Brautkleid, blickt in den Abendhimmel und gibt sich ihrem Elend hin. Als sie am nächsten Morgen erwacht, sieht sie nicht nur fürchterlich aus, sondern zu allem Unglück springt ihr Auto nicht mehr an. Der von seiner morgendlichen Arbeit zurückkehrende Fischer erscheint ihr daher wie ein Wink des Schicksals. Als sie ihn anspricht stellt sie fest, dass es sich um einen Jugendfreund handelt, den sie mal hat abblitzen lassen.
Zu einer Leseprobe geht es hier.

Meine Meinung:
Aufmerksam auf das Buch bin ich über eine Leseprobe geworden: und wieder eine Braut auf der Flucht. Das hat mich an „Crazy Sexy Love“ erinnert, allerdings mit der Handlung in bekannten Gefilden. Ich empfinde es so, dass Geschichten, die in einer mir bekannten Gegend spielen, irgendwie „realer“ sind, und darum lese ich sie recht gern. 
Die Charaktere sind wirklich sehr schön herausgearbeitet und ich konnte sie bildhaft vor mir sehen: 
  • Fabio, den temperamentvollen Italiener, der einen schon mit seiner Sprache und seinem italienischen Macho-Charme einwickelt
  • Fritz, den Fischer von der Ostsee, spröde und wortkarg, aber direkt und verlässlich
  • Anne, die zunächst in Selbstmitleid versinkt, aber dann beginnt, ihr Leben kritisch zu reflektieren
Die Story an sich ist zwar in gewisser Weise vorhersehbar, aber es gibt dennoch die eine oder andere kleine unerwartete Wendung. Ein großes Plus für mich war auch das gut eingearbeitete Lokalkolorit. Allerdings hätte ich die Hauptfigur, Anne, für manche ihrer Handlungen schütteln können, um sie zur Vernunft zu bringen. 
Kurzum habe ich hier einen leichten, unterhaltsamen „Liebesroman“ gefunden, den ich guten Gewissens weiterempfehlen kann.

Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es daher eine 3.

Montag, 6. November 2017

Vor drei Wochen

... war ich auf der Frankfurter Buchmesse und erst jetzt komme ich dazu, meine Berichte zu schreiben. *Asche auf mein Haupt*

Beginne ich also mit meinem Fazit, dass
  • es mir sehr gefallen hat,
  • ich von den vielen Eindrücken noch immer zehre,
  • es auch nicht schlimm war, ohne Begleitung nach Frankfurt zu reisen,
  • es nicht gerade preiswert war, und
  • ich deutlich mehr Bücher gekauft habe als ich wollte.
Im weiteren Verlauf meiner Berichte gibt es u.a. noch ein Autoreninterview sowie eine kleine Verlosung.

Aber genug der Vorrede!


Mein Messe-Abenteuer begann am späten Donnerstagnachmittag. Flug und Hotel hatte ich ja bereits im April gebucht und jetzt sollte es endlich losgehen.

Allerdings waren die letzten Wochen davor von Unsicherheit meinerseits geprägt, ob denn mit dem Flug alles glatt gehen würde, da dies gerade die "heiße Phase" war, wo AirBerlin reihenweise Flüge gecancelt hat. Jedoch gehörte mein Flug nicht dazu und gut 1,5 Stunden vor Abflug haben wir uns sehr rechtzeitig auf den Weg zum Flughafen gemacht.

Rechtzeitig? Weit gefehlt, denn die Stadtautobahn wurde mit jedem Kilometer voller, bis schließlich fast gar nichts mehr ging. Mitten im Stau erfuhren wir dann, dass es aufgrund eines Unfalls kurz vor der Ausfahrt zum Flughafen eine Vollsperrung gab, so dass die Polizei den Verkehr einspurig umleitete. Jetzt wurde ich richtig nervös, denn die Zeit verrann und die Deadline zur Abgabe meines Koffers rückte immer näher.

Langer Rede - kurzer Sinn: Mein Mann konnte mich gerade noch gut 5 Minuten vor Annahmeschluss der Gepäckaufgabe auf der Taxispur absetzen und ich ins Abfertigungsgebäude stürmen. Als ich dann auf das Boarding wartete, war ich innerlich doch leicht zitterig und musste erstmal langsam "runterkommen".


Der Flieger war nicht ausgebucht und so blieb der Mittelplatz in meiner Reihe frei. Die junge Frau am Fenster hat fast den ganzen Flug verschlafen. Bevor ich die Ruhe hatte, zu lesen, habe ich zunächst mein Umfeld ein wenig beobachtet: In den Reihen vor, hinter und neben mir saß eine "arabische" Familie; 2 ältere Frauen und ca 6. Kinder im Alter von 3 bis 17. Nachdem sie sich ein paar Mal umgesetzt hatten, haben manche geschlafen, andere am Smartphone gespielt und einem ging es richtig schlecht, denn er hat zwei Tüten benutzt.

Die Landung in Frankfurt war ein bißchen rumpelig und auf meinen Koffer habe ich natürlich auch gewartet. Die Taxifahrt zum Hotel ging jedoch zügig. Beim Check-In hat man mir ein etwas größeres Zimmer als gebucht gegeben und den Check-Out am Sonntag konnte ich auch (kostenlos) bis 14.00 Uhr verlängern. Das Zimmer war sauber und ruhig und die Dusche groß, obwohl das Bad an sich recht klein war. Dass das Hotel überwiegend auf Messebesucher oder andere nur kurz bleibende Businessgäste ausgerichtet ist, hat man u.a. an dem winzigen "Kleiderschrank" gemerkt, sowie an dem nicht Vorhandensein von Hotelslippern, Bademantel und Wattepads etc. Auch fand ich es merkwürdig, dass es im Bad keine Steckdose für den Fön gab; man musste also entweder am Garderobenspiegel oder am Schreibtisch die Haare fönen. Aber das freie WLAN-Netz war sehr zügig.
Egal aus welcher Perspektive: der "Schrank" war sehr klein
Nachdem ich meinen Koffer ausgepackt und mich ein wenig frisch gemacht hatte, habe ich den Tag mit einer Pizza und einem Aperol Spritz in der Hotelbar beendet. Mit der entsprechenden Bettschwere habe ich eine erholsame Nacht verbracht und Energie für meinen ersten Messetag getankt.


~ Fortsetzung folgt ~