Dienstag, 31. Dezember 2019

Same procedure

... as every year mit ein wenig Statistik, Rückblick auf 2019 und Ausblick / Plänen für 2020.

In 2019

  • war ich auf der LBM, der LitBlogCon, der Loveletter Convention sowie der lit.Love
    • hier habe ich viele nette Blogger, Autoren und Verlagsmitarbeiter wieder getroffen, aber auch viele neue kennengelernt
  • besuchte ich außerdem in Berlin / Potsdam vier Lesungen
  • habe ich fast 45 Bücher gelesen (mein letztes werde ich wohl erst Neujahr beenden 😉)
  • kaufte ich durch meinen (Aushilfs-)Job in der Buchhandlung mehr Bücher als geplant (man findet da ja immer wieder etwas interessantes 😇)

Mein SuB


besteht zum Jahresende aus 186 Büchern 😲 und setzt sich wie folgt zusammen:
- 78 Krimi / Thriller
- 59 Romane
- 25 Liebesgeschichten
- 14 historische Geschichten
-   7 Sachbücher
-   3 Biografien

Von 17 Büchern werde ich mich trennen, ohne sie zu lesen, da sie nicht mehr meinem aktuellen Geschmack entsprechen.

Für 2020


sieht meine Leseplanung wie folgt aus:
  • ich habe mir ein Ziel von durchschnittlich 3 Büchern im Monat gesetzt, das wäre dann ein Minimalziel von 36 Büchern im Jahr (was ich wohl aber übererfüllen werde)
  • dabei sollen es mindestens 12 Bücher vom SuB sein, die dort länger als ein Jahr liegen
  • außerdem mindestens 6 Bücher aus meinen Book-Blind-Dates, die alle toll klingen, aber irgendwie immer in den Hintergrund geraten
  • schön wäre es auch, wenn ich mal was vom Kindle lesen würde, denn die E-Books sind in der SuB-Aufstellung nicht enthalten 😨
  • ferner werde ich die ungelesenen Bücher zum Quartalsende jeweils kritisch prüfen und aussortieren

Folgende Messen / Conventions habe ich fest eingeplant:
  • die LBM (Zug, Hotel sind fest gebucht, Akkreditierung habe ich auch schon) - ich werde in 2020 erstmals von Donnerstag bis Sonntag dort sein
  • die LitBlogCon (Zug und Hotel sind auch hier bereits reserviert, Tickets gibt es ja noch nicht) - hier werde ich, wie bereits im Vorjahr, am Freitagnachmittag anreisen
  • die FBM (Hotel ist reserviert, Zug kann erst sechs Monate vorher gebucht werden und auch akkreditieren kann man sich noch nicht) - aber wie auf der LBM werde ich erstmals von Donnerstag bis Sonntag vor Ort sein
  • die lit.Love - hier gibt es noch keinen Termin, aber ich hoffe sehr, dass auch in 2020 wieder eine stattfindet

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Dich schickt der Himmel

… von Sophie Kinsella (Übersetzung Jörn Ingwersen) ist am 15.07.2019 als Taschenbuch im Goldmann Verlag erschienen, hat 525 Seiten und kostet EUR 10,00. Ich habe das Buch im Rahmen einer Sommeraktion zusammen mit einer Flasche Roséwein als Rezensionsexemplar direkt vom Verlag erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Fixie, die im Haushaltswarenladen ihrer Familie in London arbeitet, ist schon seit ihrer Schulzeit in Ryan, den Freund ihres Bruders verliebt. Als sie in einem Cafe den Laptop eines gutaussehenden Fremden vor der einstürzenden Decke rettet, besteht dieser darauf, ihr einen Gefallen zu schulden. Eigentlich will sie diesen nie einfordern, doch dann braucht Ryan auf einmal dringend einen Job. Also tauscht Fixie den Gefallen gegen einen Job für Ryan ein. Doch damit beginnen die Probleme erst richtig …

LESEPROBE

Meine Meinung:
Eine leicht und locker geschriebene Liebesgeschichte, die ihr Potenzial vor allem aus diversen Missverständnissen zieht. Durch die teilweise doch sehr schrägen Protagonisten kommt auch der Humor nicht zu kurz.
Fixie, die Hauptfigur, ist zwar durchweg sympathisch, jedoch manchmal so weltfremd, dass man sie schütteln möchte.
Auch wenn vieles sehr überzeichnet dargestellt wird, erkennt fast jeder beim Lesen Situationen oder Menschen aus dem eigenen Umfeld wieder. Das macht die Geschichte in meinen Augen so charmant.
Fazit: Auch wenn der Ausgang der Story vorhersehbar ist, habe ich mich gut unterhalten gefühlt.
Auf meiner Schulnotenskala gibt es eine 2-3.

Sonntag, 22. Dezember 2019

Eden

… von Jeanne M. Blasberg (Übersetzung Christine Strüh) ist am 19.08.2019 als Taschenbuch im Goldmann Verlag erschienen, hat 437 Seiten und kostet EUR 14,00. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar direkt vom Verlag erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Eden ist die Sommervilla der Familie Meister an der Küste Neuenglands. Seit mehreren Generationen in Familienbesitz werden hier so einige Feste gefeiert, aber es gibt auch traurige Momente. Aktuell ist es an Becca, zurückzublicken und zu versuchen, die Familie zusammenzuhalten …

LESEPROBE

Meine Meinung:
Die Geschichte spielt im Jahre 2000, aber es gibt viele Rückblicke bis in die 1920er Jahre. Diese verwirren den Leser jedoch nicht, sondern helfen zu verstehen, wie die aktuellen Probleme entstanden sind. Gleichzeitig werden die unterschiedlichen Lebensanschauungen der verschiedenen Epochen deutlich, wobei vor allem die Stellung der Frauen beleuchtet wird. 
Es handelt sich also um eine generationenübergreifende Familiengeschichte mit gesellschaftskritischen Ansätzen. Für die Familiengeschichte empfand ich es als sehr hilfreich, dass vorne im Buch ein Stammbaum abgedruckt ist. 
Obwohl sich der Schreibstil flüssig lesen lässt, gibt es einige Stellen, die m.E. zu langatmig beschrieben waren. 
Leider hat mich die Story dann aber doch nicht richtig gefesselt. Ich hatte mir nach Kurzbeschreibung und Klappentext mehr versprochen. 
Fazit: Das Buch war nicht schlecht, aber ich habe schon deutlich interessantere Familiensagas gelesen.
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es daher nur eine 3-4.

Montag, 9. Dezember 2019

Eine Insel zum Verlieben

… von Karen Swan (Übersetzung Gertrud Wittich) ist am 18.06.2019 als Taschenbuch im Goldmann-Verlag erschienen, hat 509 Seiten und kostet EUR 10,00. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Nach einer geplatzten Beziehung hat Chloe einen Neuanfang in New York gewagt. Ihr Job in der Agentur für anspruchsvolle Klienten gefällt ihr gut und sie hat auch neue Freunde gefunden. Als sie den Auftrag erhält, für Joe eine Immobilie in Griechenland zu finden, kommt sie ihm näher als geplant. Doch ist Joe wirklich der, für den er sich ausgibt?

Hier geht es zu einer Leseprobe!

Meine Meinung:
Wie ich es bereits aus einem anderen Buch der Autorin kannte, wird auch diese Geschichte auf zwei Ebenen erzählt, die -wie es scheint- zunächst nichts miteinander zu tun haben. Dennoch hat dies den Lesefluß nicht gestört, sondern eher meine Neugier angefacht.
Karen Swan ist es wieder gelungen, eine wundervolle Symbiose aus emotionaler Liebesgeschichte, spannenden geschäftlichen Verwicklungen und einladenden geografischen Beschreibungen zu erschaffen. Die Charaktere sind lebendig und erzeugen beim Leser recht schnell Sympathie oder auch Abneigung.
Mir hat besonders gefallen, dass die Story trotz zu erwartendem Happyend viel Raum für nachdenklich stimmende Momente, aber auch Komik in Alltagssituationen gelassen hat.
Fazit: keine 0815-Lovestory, die ich daher kaum aus der Hand legen wollte
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 1.

Samstag, 30. November 2019

Ultimatum

… von Christian v. Ditfurth ist am 26.08.2019 als Paperback im Verlag C. Bertelsmann erschienen, hat 446 Seiten und kostet EUR 15,00. Ich habe es über „Buchflüsterer“ als Leseexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Der Mann der deutschen Kanzlerin wird gekidnappt und als die absurden Forderungen der Kidnapper nicht erfüllt werden (können), schickt man eine Hand des Opfers an die Polizei. Als es dieser gelingt, den Kanzlergatten zu befreien, wird die Frau des französischen Präsidenten gekidnappt …

Hier geht's zur Leseprobe.

Meine Meinung:
Es handelt sich hier um einen sehr aktuellen und realistischen Thriller. Die Bezüge zu lebenden Personen sind nicht zu verkennen und die dargestellten (fiktiven?) Hintergründe geben zu denken.
Der Autor hat einen ungewöhnlichen Erzählstil gewählt, mit dem ich nicht auf Anhieb „warm geworden“ bin. Doch nach und nach erwies er sich sogar als spannungssteigernd.
Nach knapp der Hälfte der Lektüre ging es mir jedoch wie den Mitarbeitern von Hauptkommissar de Bodt: Seine vielen philosophischen Zitate nervten mich. Dennoch fesselte mich die Story und ich habe sie nur zugunsten meines dringend benötigten Nachtschlafs unterbrochen.
Fazit: hochaktuell und es lohnt sich, dran zu bleiben
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine 2-.

Donnerstag, 28. November 2019

Die Schwestern vom Ku'damm

… mit dem Untertitel „Wunderbare Zeiten“ ist der 2. Teil einer Trilogie von Brigitte Riebe und am 17.09.2019 als Hardcover mit 480 Seiten im Wunderlich Verlag erschienen. Das Buch kostet EUR 19,95. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über Vorablesen erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Es sind die Nachkriegsjahre in Berlin. Das Modekaufhaus Thalheim hat sich zwar etabliert, aber es gibt auch immer wieder Konkurrenten, die versuchen, das Geschäft zu torpedieren. Nach der Rückkehr von Oskar, Silvies Zwillingsbruder, aus der russischen Gefangenschaft muss sich Rike die Geschäftsleitung auf Wunsch des Vaters mit ihm teilen. Doch Oskar ist mehr am Nachtleben, als am Geschäft interessiert. So gerät Silvie, die Karriere beim RIAS macht, immer wieder zwischen die geschwisterlichen Fronten. Die Eskapaden von Flori, der jüngsten, machen das Ganze nicht einfacher ...

Eine Leseprobe gibt es auf der Verlagsseite.

Meine Meinung:
Der zweite Teil der Trilogie spielt von 1952 – 1957 und zeigt sehr authentisch den aufkommenden Wohlstand und die Lebenslust der Nachkriegsjahre auf.
Die Mode, die Musik und die Filmleidenschaft, auch angefacht durch die BERLINALE, werden in das Leben der Familie Thalheim hervorragend eingebunden. Auch wenn ich selbst erst 1959 geboren wurde, kommt mir vieles durch die Erzählungen meiner Eltern bekannt vor. Und auch der RIAS Berlin, wo Silvie Karriere macht, ist ein Radiosender, der mich bis in meine Teenagerzeit begleitet hat.
Ich warte nun schon sehnsüchtig auf den 3. Teil, der im April 2020 erscheinen soll.
Sehr gefallen hat mir auch die Zusammenfassung von politischen und kulturellen Ereignissen am Ende des Buches!
Fazit: eine überaus gelungene und lesenswerte Fortsetzung
So kann ich wieder auf meiner Schulnoten-Skala "nur" eine 1 vergeben.

Freitag, 22. November 2019

Die lit.Love 2019

... liegt nun bereits zwei Wochen zurück, aber hier kommt endlich mein Bericht darüber, der gleichzeitig der 500. Beitrag auf diesem Blog ist! 🎉

Wie bereits im letzten Jahr bin ich bereits am Freitag angereist, da die Entfernung zwischen Berlin und München ja doch ein wenig größer ist. In diesem Jahr hatte ich mich für den Abend mit einigen anderen Bloggern zum Essen in der Innenstadt verabredet. So konnte ich dies mit einem kleinen Bummel durch die Fußgängerzone sowie einem Besuch bei Hugendubel am Stachus verbinden. Die interessanten Gespräche beim Essen haben schon auf das Veranstaltungswochenende eingestimmt und zurück im Hotel gab es in der Hotelbar noch einen kleinen Plausch mit weiteren Besuchern der lit.Love.


Nach dem Frühstück am Samstag war es nicht weit vom Hotel zum Veranstaltungsort, den Verlagsräumen der Gruppe Randomhouse, die wieder liebevoll dekoriert waren.

Das Programm bot an beiden Tagen viele Veranstaltungen, so dass für jeden Geschmack etwas dabei gewesen ist. Da verschiedene Veranstaltungen parallel liefen, musste ich an der einen oder anderen Stelle schweren Herzens eine Entscheidung treffen, was aber doch eher "Luxusprobleme" waren.
Besucht habe ich mehrere interessante Talkrunden,
wo ich nicht nur liebgewonnene Autorinnen wieder getroffen habe, sondern auch neue kennen- und schätzen gelernt habe. Darüber hinaus sind Lesungen natürlich immer ein Highlight
und haben mal wieder zu einer Erhöhung meiner Wunschliste geführt. (Denn ich war eisern und habe vor Ort kein einziges Buch erworben.) Auch die Kombination Interviews / Häppchenlesung von Anouk Schollähn mit Wladimir Kaminer bzw. Beth O'Leary waren toll.

Die Happy-Hour am Samstag konnte bei leckeren Getränken für viele Gespräche und den Austausch erster Eindrücke genutzt werden. Am Sonntag musste ich leider schon am frühen Nachmittag meine Zelte abbrechen, da es Probleme bei der Bahn gab. So fielen ein paar Programmpunkte für mich weg.

Aber es war dennoch wieder eine super gelungene Veranstaltung, die hoffentlich in 2020 auch wieder stattfindet!

Achso, eine Goodiebag gab es selbstverständlich auch:

Freitag, 15. November 2019

Mallorquinische Leiche zum Sa Rua

… von Susan Carner ist am 07.08.2019 im Self-Publishing via Books on Demand als Taschenbuch erschienen, hat 306 Seiten und kostet EUR 10,99 (bzw. als E-Book EUR 3,99). Es ist der zweite Mallorca-Krimi um die Kommissarin Mayerhuber, aber kann problemlos ohne Kenntnis des ersten Buches gelesen werden. Ich habe das Taschenbuch von der Autorin signiert als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Während des Karnevalsumzugs in Palma (dem „Sa Rua“) wird ein Berliner Geschäftsmann ermordet. Seine mitgereiste Familie ist entsetzt, genau wie die Berliner Familie, die im Nebenbungalow wohnt. War es ein geplanter Mord oder ein Zufall? Bei ihren Ermittlungen stößt die leitende Kommissarin Mercédès Mayerhuber auf immer mehr Ungereimtheiten …

Meine Meinung:
Es ist bereits das dritte Buch, welches ich von dieser Autorin gelesen habe, und wieder schafft sie es, dass ich durch den klaren und lebensnahen Erzählstil von Beginn an „in der Story drin war“.
An den Beschreibungen von Mallorca erkennt man, dass die Autorin ein Fan dieser Insel ist. Obwohl ich persönlich erst zwei Mal dort war, habe ich aber auch den einen oder anderen Ort wiedererkannt. So fühlte ich mich noch mehr „mittendrin“.
Die Geschichte hat wieder Bezug zu einem aktuellen Thema, welches ich aus Spoilergründen hier nicht nennen möchte, und rüttelt den Leser diesbezüglich ein wenig auf, wenn auch das Thema behutsam angegangen wird.
Gelungen finde ich auch die Mischung zwischen dem Kriminalfall und Einblicken in das Privatleben der Kommissarin. Diese Perspektive kommt für mich in manch anderen Krimis oft ein wenig zu kurz, obwohl sie doch die Protagonisten erst „lebendig“ macht.
Fazit: ein interessanter Krimi, der aber auch ein wenig Urlaubsstimmung verbreitet
Ich vergebe auf meiner Schulnoten-Skala eine 2.

Donnerstag, 7. November 2019

Genau richtig

… mit dem Untertitel „Die kurze Geschichte einer langen Nacht“ von Jostein Gaarder (Übersetzung Gabriele Haefs) ist als Hardcover am 22.07.2019 im Carl Hanser Verlag erschienen, hat 125 Seiten und kostet EUR 16,00. Ich habe das Buch im Rahmen des „BookBlindDate“ auf Empfehlung von Florian Valerius aka „literarischernerd“ erworben.


Zum Inhalt:
Albert hat eine schlechte Diagnose seiner Ärztin erhalten. Seine Frau ist beruflich am anderen Ende der Welt und so macht er sich allein auf zur einsam gelegenen Ferienhütte der Familie, um sein bisheriges Leben Revue passieren zu lassen und zu überlegen, wie bzw. ob sein Leben weitergehen soll …

Leseprobe des Verlags

Meine Meinung:
Als ich das doch recht dünne Buch erhalten habe, dachte ich, dass ich das im Handumdrehen ausgelesen habe. Allerdings erwies es sich als „gehaltvoller“ als ich erwartet hatte und so habe ich doch einige Tage mit Unterbrechungen benötigt, um es zu beenden.
Obwohl es im Buch um ein ernstes Thema geht, schafft es der Autor dieses einerseits locker und andererseits sachlich bis analytisch darzustellen. Es gibt fast keine Dialoge und der Leser taucht ein in die Gedankenwelt des Protagonisten. Der Handlungsort ist Norwegen, könnte aber auch in jedem anderen Land sein. Der Schreibstil hat es mir leicht gemacht, quasi von Beginn an in Alberts Geschichte zu versinken.
Fast philosophisch lässt Gaarder seine Hauptfigur über die Zusammenhänge menschlichen Lebens und des Universums nachdenken. Für mich persönlich war es an einigen Stellen zu „wissenschaftlich“, was meinen Lesefluss etwas gebremst hat.
Fazit: ein Buch, bei dem es sich lohnt, dranzubeiben
Ich vergebe eine 2 auf meiner Schulnoten-Skala.

Montag, 4. November 2019

Effi liest

… von Anna Moretti ist am 31.07.2019 bei Bastei Lübbe erschienen, hat 349 Seiten und kostet als Hardcover EUR 20,00 bzw. als E-Book EUR 16,99. Ich habe das E-Book vorab vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Die junge Elena von Burow, Spitzname Effi, findet zufällig ein Buch, welches Ende des 19. Jahrhunderts „leicht verrucht“ zu sein scheint. Noch bevor sie die ersten Seiten lesen kann, wird sie deswegen vom Internat verwiesen.
Zuhause angekommen sorgt ihr Vater dafür, dass seine Schwester bei ihnen einzieht, um die gesellschaftliche Ausbildung seiner Tochter zu übernehmen. Doch Effi hat andere Pläne und sucht Antworten auf ihre Fragen. Und dann ist da ja noch der junge Arzt Max von Waldau …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Verlagswebseite .

Meine Meinung:
Die Geschichte weist vom Setting her große Ähnlichkeit mit „Der Trotzkopf“ auf, was sicher auch dadurch bedingt ist, dass sie in der gleichen Epoche handelt. Das war es auch, warum ich das Buch lesen wollte. Während jedoch „Der Trotzkopf“ ein Produkt seiner Zeit ist, schwingt bei „Effi liest“ stets ein Augenzwinkern aus der heutigen Zeit mit.
Außerordentlich gut hat mir gefallen, dass jedem Kapitel eine Aussage der damaligen Zeit von Ärzten, Pädagogen, Benimmexperten etc. vorangestellt ist, die sich allesamt mit der „holden Weiblichkeit“ befassen, ihrer Psyche, ihrem Verhalten und ihrem Körper. Einiges davon ist amüsant, manches aber auch erschreckend.
Ansonsten ist es eine entzückende Liebesgeschichte und zugleich ein Spiegelbild des ausgehenden 19. Jahrhunderts, welches erste Bemühungen um Gleichberechtigung aufzeigt und auch die Tatsache, dass nicht alles so war, wie es den äußeren Anschein hatte.
Ich bin zügig durch die Geschichte geflogen und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Fazit: eine Leseempfehlung für alle, die gern Geschichten aus dieser Epoche lesen
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 2+.

Samstag, 2. November 2019

Endspurt

... beim #litlovecountdown, denn heute in einer Woche findet sie endlich statt, die #litlove2019.

Ich freue mich schon riesig und werde jetzt am Wochenende auch meine finalen Terminplanungen abschließen, bevor ich mich am kommenden Freitag nach München aufmache. 💖

Heute steht die Autorin Katherine Webb im Fokus unseres Countdowns, schaut doch mal bei Heike vorbei!

Dienstag, 29. Oktober 2019

Atme!

… von Judith Merchant ist am 22.08.2019 als Paperback im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen, hat 375 Seiten und kostet EUR 15,00. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Nile ist glücklich mit ihrer großen Liebe Ben. Doch dann verschwindet dieser plötzlich. Nile ist überzeugt, dass ihm etwas zugestoßen sein muss. Doch niemand will ihr bei der Suche helfen, außer ihrer Konkurrentin Flo, der Noch-Ehefrau von Ben …

LESEPROBE

Meine Meinung:
Der sowohl optisch, als auch textlich ein wenig ungewöhnliche Kapitelaufbau hat mir den Einstieg in die Geschichte nicht ganz leicht gemacht. Doch bald war ich gespannt, wie sich die verschiedenen Verwicklungen wohl auflösen würden.
Die gesamte Story wird aus Niles Sicht erzählt und das aktuelle Geschehen wird öfter mit Rückblenden oder auch Niles Gedankengängen unterbrochen. Dennoch verliert man als Leser den roten Faden nicht aus den Augen.
Gegen Mitte des Buches hatte ich eine Vermutung zum Ausgang, was mich ein wenig enttäuschte. Gegen Ende taten sich nochmals mehrere neue Aspekte auf und ließen mich wieder an meiner These zweifeln.
Fazit: ein Thriller mit dem ich nicht richtig warm geworden bin
Da mich die Geschichte nicht richtig überzeugt hat, kann ich auf meiner Schulnoten-Skala diesmal nur eine 4 vergeben.

Samstag, 26. Oktober 2019

Die Aufregung steigt

... denn jetzt sind es nur noch 2 Wochen bis zur lit.Love !  #litlove2019

Heute steht im #litlovecountdown die Autorin Annette Wieners im Fokus. Bei Heike findet Ihr eine Rezension zum aktuellen Buch der Autorin.

Dienstag, 22. Oktober 2019

Buchstäblich Liebe

… von Michelle Kalus und Ali Berg (Übersetzung Larissa Rabe) ist am 15.07.2019 als Taschenbuch im Blanvalet Verlag erschienen, hat 449 Seiten (ohne Bücherliste und Danksagungen) und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Nach der schon länger zurückliegenden Trennung von ihrem Freund liegt das Liebesleben der Buchhändlerin Frankie brach. Und obwohl in der Buchhandlung schon ab und zu mal ein interessanter Typ auftaucht, disqualifiziert er sich aus Frankies Sicht immer bei den Einkäufen durch seinen Buchgeschmack.
Da kommt sie, angestachelt durch einen nicht ganz erst gemeinten Vorschlag ihrer besten Freundin Cat, auf die Idee, in verschiedenen Zügen des öffentlichen Nahverkehrs Bücher auszulegen, die sie für lesenswert hält und im hinteren Teil mit einem Vermerk zu versehen, der die Bitte um ein Rendezvous enthält.
Dieses Experiment stellt Frankies ohnehin recht chaotisches Leben noch mehr auf den Kopf …

LESEPROBE

Meine Meinung:
Schon die Grundidee für die Geschichte hat mich angesprochen, daher wollte ich es unbedingt lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht!
Die beiden Autorinnen, die sich selbst als Bookaholics bezeichnen, haben das Auslegen von Büchern im ÖPNV selbst in Melbourne verwirklicht, wenn auch nicht mit amourösem Hintergrund. Aber die Story, die sie rund um ihr Vorhaben erschaffen haben, ist überaus gelungen. Hier gibt es jede Menge skurrile Charaktere, die aber alle trotz ihrer „Macken“ einfach liebenswert sind. Hinzu kommen lustige Alltagssituationen, die fast jeder kennt, kombiniert mit viel Buchwissen und natürlich einer ordentlichen Portion Romantik.
Mir hat auch sehr gefallen, dass die Protagonistin beginnt, einen Blog über ihre Erfahrungen mit den durch Bücher inszenierten Dates zu schreiben. Dies gibt dem Ganzen noch einen sehr aktuellen Extra-Schwung.
Fazit: ein absolutes Must-Read für romantische Buchliebhaberinnen
Ich kann daher einfach nicht anders und muss auf meiner Schulnoten-Skala eine 1 vergeben!

Samstag, 19. Oktober 2019

In drei Wochen

... ist es endlich soweit, und die #litlove2019 öffnet ihre Pforten.

Ich freue mich schon sehr!!!

Heute sollten Ihr mal bei Marie vorbeischauen, denn sie hat etwas zu Adriana Popescu vorbereitet.

#litlovecountdown

Samstag, 12. Oktober 2019

Hoppla

... da habe ich doch letzte Woche meinen Beitrag zum #litlovecountdown vergessen!

Am letzten Samstag wurde die Autorin Persephone Haasis vorgestellt. Beiträge zu ihr findet Ihr bei Anya und Alexandra.

Diese Woche steht Manuela Inusa im Mittelpunkt unserer Vorstellungen zur #litlove2019.
Schaut doch mal bei Susanne, Franziska und Anya vorbei.

Jetzt sind es tatsächlich nur noch 4 Wochen und dann bin ich schon in München - yeah!!!

Samstag, 28. September 2019

Die Zeit verfliegt

... und bringt uns näher zur lit.Love in München. Es sind noch sechs Wochen und unser #litlovecountdown geht mit Kristina Valentin weiter. Ihr neuestes Buch haben Anya und Susanne rezensiert.

Über das Wiedersehen mit dieser außerordentlich sympathischen Autorin freue ich mich sehr. Ich habe sie dieses Jahr schon auf der LBM, der LitBlogCon und auch der LLC gertroffen und jedes Mal war es richtig herzlich!

Samstag, 21. September 2019

Wieder ist eine Woche vergangen

... und die lit.Love rückt näher.

Diese Woche stellen wir im #litlovecountdown die Autorin Lucinde Hutzenlaub und ihr Buch "Pasta D'Amore" vor.

Meine Rezension findet Ihr hier und auch Anya hat das Buch gelesen und rezensiert.

Übrigens: Das Programm zur #litlove2019 ist online. Schaut doch mal rein!

Freitag, 20. September 2019

Die 48 Briefkästen meines Vaters

… von Lorraine Fouchet (Übersetzung Katrin Segerer) ist am 06.05.2019 im Atlantik Verlag erschienen, hat 304 Seiten und kostet EUR 16,00. Ich habe ein Ebook über NetGalley als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Chiara erfährt von ihrer Patentante am 50. Geburtstag ihrer Mutter, dass diese ihr verschwiegen hat, dass Ihr verstorbener Vater u.U. gar nicht leiblicher Vater ist. Das trübt das ohnehin nicht sonderlich gute Verhältnis zu ihrer Mutter noch mehr und Chiara macht sich spontan auf, um ihren leiblichen Vater auf der französischen Insel Groix zu suchen. Das stellt sich jedoch als schwieriger heraus, als sie dachte, denn sie kennt nur den Nachnamen und der ist dort weit verbreitet.
Parallel dazu wird die Geschichte eines Jungen erzählt, dessen Mutter sehr früh gestorben ist und der nirgends erwünscht ist.

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt recht „rasant“, verliert im weiteren Verlauf jedoch zunehmend „an Fahrt“. Auch kam mir der zweite Erzählstrang zunächst überflüssig und verwirrend vor.
Nach und nach habe ich jedoch erkannt, dass die Geschehnisse um die beiden Protagonisten einfach den Rahmen bilden, um den tieferen Sinn des Romans zu „verpacken“. Es geht m.E. im Wesentlichen darum, wie man Familie und Zusammengehörigkeit versteht und dass gerade in diesem Umfeld Unausgesprochenes hinderlich ist.
Im Nachhinein betrachtet regt der Roman zum Nachdenken an, auch wenn mich die Geschichte stellenweise nicht „mitgenommen“ hat und ich manchmal daran gedacht habe, die Lektüre anzubrechen.
Fazit: war nicht schlecht, aber hat mich nicht überzeugt
Daher kann ich auf meiner Schulnoten-Skala nur eine 3- vergeben.

Samstag, 14. September 2019

Jetzt sind es nur noch 8 Wochen

... bis zur lit.Love, der #litlovecountdown geht weiter.

Heute steht Beth O'Leary mit ihrem Buch "Love to share" im Mittelpunkt. Mir hat das Buch mit der ungewöhnlichen Grundidee gut gefallen. Meine Rezension findet ihr hier.

Auch Anya und Alexandra haben sich mit dem Buch befasst.

Einen Überblick über unseren gesamten Countdown zur #litlove2019 habe ich Ende August veröffentlicht.

Samstag, 7. September 2019

Silvia Konnerth im #litlovecountdown

... und entsprechende Beiträge findet Ihr heute bei AlexandraAnya und Susanne .

Ich persönlich kenne die Autorin und ihre Bücher noch nicht, was sich aber nach der lit.Love wahrscheinlich geändert haben wird. 😉

Falls Ihr den gesamten Fahrplan zum Countdown der #litlove2019 nachlesen wollt, bitte hier entlang!




Montag, 2. September 2019

Mein Herz so schwarz

… von Jenny Blackhurst (Übersetzung Anke Angela Grube) ist am 31.07.2019 bei Bastei Lübbe erschienen, hat 397 Seiten und kostet EUR 11,00 bzw. als E-Book EUR 8,99. Ich habe vom Verlag vorab ein E-Book als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Evie wird dabei beobachtet, wie sie sich am Abend ihrer Hochzeitsfeier von einer Klippe stürzt. Ihre Leiche wird nicht gefunden. Für ihren Bräutigam bzw. Ehemann ist das ebenso schwer zu begreifen, wie für ihre beste Freundin Rebecca. Gemeinsam versuchen sie, die Hintergründe herauszufinden, die Evie zu dieser Tat gebracht haben. Doch was sie dabei herausfinden, wirft ein anderes Licht auf ihre Beziehung zu Evie …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Verlagswebseite .

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt mit dem tragischen Ereignis und wird zunächst aus Rebeccas Sicht erzählt, bevor in zeitlichen Rückblenden auch Evie zur Erzählerin wird. Durch diesen Aufbau lernt der Leser sowohl Rebecca, als auch Evie Stück für Stück kennen. Doch jedes Mal wenn ich dachte, Zusammenhänge zu erkennen, kam die jeweils andere Hauptperson „zu Wort“ und hat Ereignisse in einem anderen Licht dargestellt. Dennoch werden die Zeitsprünge nicht verwirrend.
Viel spielt sich hier in den Gedanken der Protagonisten ab und in ihrer Einschätzung von Vorgängen. Gerade dies hat mich als Leser immer von Neuem zu Spekulationen veranlasst. Als ich dachte, die Geschehnisse des Beginns schließlich zu kennen, hat die Autorin zum Schluß einen für mich völlig unerwarteten Dreh eingebaut. Und ich bin ganz ehrlich, ohne diesen wäre ich wohl ein wenig enttäuscht gewesen.
Fazit: ein durchaus lesenswerter Psychothriller, der am Ende doch noch überrascht
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich daher eine 3.

Samstag, 31. August 2019

Der #litlovecountdown geht weiter

... und die heutige Autorin ist Meike Werkmeister.

Ich habe Ihr Buch "Sterne sieht man nur im Dunkeln" bereits im April diesen Jahres rezensiert. HIER könnt Ihr meine Meinung nochmal nachlesen. Ich freue mich schon darauf, diese Autorin im Rahmen der #litlove2019 persönlich kennenlernen zu können.

Weitere Beiträge zu Meike Werkmeister findet Ihr bei AlexandraHeike und Susanne .

Falls Ihr den gesamten Fahrplan zum #litlovecountdown nachlesen wollt, bitte hier entlang!

Mittwoch, 28. August 2019

Pasta d'amore

... mit dem Untertitel "Liebe auf Sizilianisch" von Lucinde Hutzenlaub ist am 08.07.2019 als Taschenbuch im Penguin Verlag erschienen, hat 410 Seiten und kostet EUR 10,00. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Aurelia gehört zur jüngsten Generation einer sizilianischen Großfamilie, die ein Landgut betreibt. Sie ist jedoch etwas "aus der Art geschlagen", nämlich recht introvertiert und hört als Mathematiklehrerin eher auf ihren Verstand, als auf ihre Gefühle. Zudem lebt sie in Bologna, was der Rest der Familie überhaupt nicht nachvollziehen kann. Als in ihrer Beziehung massive Probleme auftreten, folgt sie dem Ruf ihrer Urgroßmutter und kehrt vorübergehend in den Schoß der Familie zurück, die jedoch das Ziel verfolgt, Aurelia zu verheiraten ...

Zur Leseprobe geht es hier!

Meine Meinung:
Zunächst einmal muss ich den Familien-Stammbaum am Anfang des Buches lobend erwähnen, denn gerade im ersten Drittel der Geschichte wäre ich sonst mit den Mitgliedern der Familie Bartolami ein wenig durcheinander gekommen. 
Auch wenn die Hauptprotagonistin, Aurelia, manchmal ein wenig sehr verschlossen, analytisch und fast mit autistischen Zügen rüberkommt, war sie mir sehr sympathisch, da auch ich eher dem Verstand als dem Herzen folge. 
Insgesamt hat die Autorin wirklich authentisch das Leben einer italienischen Großfamilie in all ihren Facetten dargestellt. Auch wenn es Streit gibt, siegt doch zumeist die Zusammengehörigkeit. Die Beschreibungen der Fattoria und das viele gute italienische Essen sind weitere Pluspunkte, die das Buch zu einem Wohlfühlroman machen. 
Die diversen "eingestreuten" italienischen Textstellen haben mir viel Spaß gemacht, zumal ich der italienischen Sprache mächtig bin. 
Fazit: ein Wohlfühlroman, der zwar nicht unbedingt überrascht, aber Lust auf eine Italienreise macht
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 2.

Ich freue mich schon riesig, dass die Autorin auf der diesjährigen lit.Love im November anwesend sein wird!

Samstag, 24. August 2019

Einen Countdown

... zur lit.Love , die am 9. und 10. November 2019 zum vierten Mal stattfindet, gibt es ab heute.
Eine Gruppe von Bloggerinnen, die sich Ende 2018 nach der lit.Love in einer Facebook-Gruppe zusammengefunden haben, wird jeden Samstag einer Autorin der #litlove2019 widmen.

Hier der "Fahrplan":
  • 24.08.2019: Jana Voosen
  • 31.08.2019: Meike Werkmeister
  • 07.09.2019: Silvia Konnerth
  • 14.09.2019: Beth O’Leary
  • 21.09.2019: Lucinde Hutzenlaub
  • 28.09.2019: Kristina Valentin
  • 05.10.2019: Persephone Haasis
  • 12.10.2019: Manuela Inusa
  • 19.10.2019: Adriana Popescu
  • 26.10.2019: Annette Wieners
  • 02.11.2019: Katherine Webb
Ich selbst war erst im letzten Jahr das erste Mal dabei und total begeistert, wie Ihr hier nachlesen könnt. Falls Euch dieser #litlovecountdown gefällt, noch gibt es Karten! 😊

Heute werdet Ihr bei Heike und Susanne fündig.

Samstag, 3. August 2019

Love to share

… mit dem Untertitel „Liebe ist die halbe Miete“ von Beth O‘Leary (Übersetzung Pauline Kurbasik und Babette Schröder) ist am 13.05.2019 als Taschenbuch bei DIANA erschienen, hat 478 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Als Tiffy sich von ihrem Freund trennt, fällt es ihr schwer, eine für sie bezahlbare Wohnung in London zu finden. Da kommt ihr die Anzeige von Leon gerade recht, der seine Wohnung tagsüber und am Wochenende vermietet, da er nachts als Palliativpfleger arbeitet und die Wochenenden bei seiner Freundin verbringt. Trotz der Bedenken ihrer Freunde geht Tiffy auf das Angebot ein, sich Wohnung und Bett mit einem Fremden zu teilen, den sie nie treffen wird ...

Leseprobe

Meine Meinung:
Mit ihrem Erstlingswerk hat die Autorin einen bezaubernden Liebesroman geschrieben, der nicht nur durch die ausgefallene Grundidee, sondern auch immer wieder durch amüsante Momente gut unterhält.
Ein, aus meiner Sicht, gelungener Schachzug ist es, dass die Story abwechselnd aus Tiffys Sicht sowie aus der von Leon erzählt wird. Dadurch wird weiterer Schwung hineingebracht.
Obwohl es viele lustige Situationen im Buch gibt, bleibt die Geschichte an sich ernsthaft. Ein Aspekt, der gerade auch durch die Szenen aus Leons Beruf untermauert wird.
Wenn auch manche Situationen ein wenig weit hergeholt erscheinen, passen sie doch zum Verlauf des Romans und machen ihn „rund“.
Fazit: ein Liebesroman, der mich gut unterhalten hat und definitiv nicht kitschig war
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine 2.

Ich freue mich schon sehr darauf, die Autorin im November auf der lit.Love in München kennenzulernen!

Mittwoch, 31. Juli 2019

Islandsommer

… von Kiri Johansson (alias Jeanine Krock) ist am 13.05.2019 als Taschenbuch bei Heyne erschienen, hat 380 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar in einem Überraschungspaket vom Verlag erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Als ihr Freund ihr mitteilt, dass er sich in jemand anderes verliebt habe, und sie gleichzeitig auffordert, aus der Wohnung auszuziehen, nimmt Merit kurzentschlossen eine Stelle als „Haus- und Katzensitter“ an. Allerdings ist das in Reykjavík, was nicht gerade um die Ecke von Berlin liegt ...

LESEPROBE

Meine Meinung:
Dieses Buch ist mehr als nur eine Liebesgeschichte. Es geht hier auch um das Erkennen eigener Stärken und Schwächen sowie den Umgang mit diesen. Weiterhin ist die Akzeptanz der eigenen Vergangenheit ein wichtiger Aspekt.
Außerdem merkt man der Geschichte an, dass die Autorin ein Fan von Island ist. Ein Land, für das ich mich bisher überhaupt nicht interessiert habe. Durch die Lektüre ist es jedoch mehr in meinen Fokus gerückt; auch wenn mich jetzt ganz sicher nicht der nächste Urlaub dorthin führen wird.
Mit manchen Orts- und Personennamen habe ich mich zwar ein wenig schwer getan, aber dennoch hat sich das Buch flüssig gelesen.
Fazit: eine Geschichte, die Mut macht, Veränderungen anzugehen
Ich vergebe auf meiner Schulnoten-Skala eine 3.

Sonntag, 28. Juli 2019

Helios

… von Florian Schwiecker ist am 17.05.2019 als Taschenbuch im Selfpublishing erschienen, hat 261 Seiten und kostet EUR 12,95 bzw. als E-Book EUR 7,99. Es handelt sich um den zweiten „Luk-Krieger-Thriller“ nach „Verraten“ und m.E. sollte man den ersten Teil kennen. Ich habe ein E-Book als Rezensionsexemplar über die Presseagentur des Autors erhalten; daher [WERBUNG].

Zum Inhalt:
Luk Krieger und seine Kollegin Anna Cole, die nun ebenfalls bei der geheimen Anti-Terror-Sondereinheit arbeitet, werden in die USA geschickt, um mit der dortigen Spezialeinheit die Hintergründe zu einem von Menschenhand erzeugten Ozonloch über Afrika zu ermitteln. Die zugrunde liegende Verschwörung könnte die gesamte Menschheit bedrohen …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Internetseite des Autors.

Meine Meinung:
Wie bereits im ersten Buch hat der Autor wieder sehr aktuelle Themen verarbeitet und die dargestellten Hintergründe liegen definitiv im Rahmen des Möglichen. So ist es als Leser schwer festzustellen, wie viel von der Story Realität und wie viel Fiktion ist. Aber gerade das macht es interessant!
Die Geschichte ist abwechslungsreich ohne größere Längen, wenn auch nicht ganz so actiongeladen wie Teil 1, und liest sich flüssig.
Während der Handlungsschwerpunkt bei Teil 1 in Deutschland lag, ist es dieses Mal die USA. Ich empfand diesen Thriller insgesamt als deutlich „amerikanischer“ als den ersten, was ich ein wenig schade finde, denn gerade das „wiederzuerkennende“ Lokalkolorit hat den ersten Teil für mich so besonders gemacht.
Fazit: ein solider Thriller mit interessanten Überlegungen zu den Hintergründen (und sicher ein Muss für Anhänger von Verschwörungstheorien)
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine 3.

Leider

... hatte ich einen Festplatten-Crash und meine letzte Datensicherung lag sechs Wochen zurück. 💣

Der Austausch der Festplatte war mit professioneller Hilfe recht zügig erledigt. Allerdings war es mühsam, die nicht gesicherten Daten zu rekonstruieren. Aber ich habe zumindest den größten Teil wieder hinbekommen.

Es wird hier also nun wieder Leben in die Bude kommen! 🎉

Montag, 1. Juli 2019

Mehr als die Erinnerung

… von Melanie Metzenthin ist am 14.05.2019 als Taschenbuch im Verlag Tinte & Feder erschienen, hat 374 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über die Agentur ehrlich & anders erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Auf Gut Mohlenberg werden 1920 psychisch kranke Menschen behandelt. Es ist jedoch keine geschlossene Anstalt, sondern hier wird durch Friederike von Aalen und ihrem Team versucht, den Menschen ein weitgehend selbständiges Leben zu ermöglichen. Einer der Patienten ist Friederikes Mann Bernhard, der im Krieg eine Hirnverletzung erlitten hat.
Eines Tages geschehen kurz hintereinander zwei grausame Morde und im Dorf ist man sich sicher, dass das nur einer der „Irren“ gewesen sein kann. Das bezweifelt Friederike und beginnt eigene Nachforschungen …

Meine Meinung:
Das Buch hat mich von Anfang an durch die ruhige Erzählweise gefesselt. Fein ausgearbeitete Personenbeschreibungen, nicht zu lange Kapitel und gleich am Beginn einige offene Fragen haben den Einstieg leicht gemacht.
Die Autorin hat es auf wunderbare Weise geschafft, Zeitgeschichtliches mit berührenden Momenten, Spannung und menschlichen Abgründen in eine stimmige Rahmenhandlung zu verpacken. Diese Geschichte wird sicher noch eine Weile „in mir nachhallen“.
Es ist schon erstaunlich, wie die Morde, trotz der grausamen Details, im Roman in den Hintergrund treten, und dagegen die Facetten menschlichen Lebens im Vordergrund bleiben. Auch wenn die Spannung durchweg spürbar ist, gibt es hier keine Effekthascherei, um den Leser „bei der Stange zu halten“. Ein Buch, das ich nicht aus der Hand legen wollte, und gleichzeitig wollte ich nicht, dass es endet.
Fazit: eine absolute Leseempfehlung
Auf meiner Schulnoten-Skala muss ich einfach eine 1 vergeben.

Freitag, 28. Juni 2019

Ein Sommer, der nach Liebe schmeckt

… von Susanne Rößner ist am 02.05.2019 im Piper Verlag erschienen, hat 352 Seiten und kostet als Taschenbuch EUR 10,00 bzw. als E-Book EUR 8,99. Ich habe das E-Book über NetGalley als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Eigentlich müsste Anna glücklich sein. Sie hat einen tollen Job, lebt mit ihrem Freund Lars in einer schönen Münchner Wohnung und jetzt hat er ihr sogar einen Heiratsantrag gemacht. Nur … warum fühlt sich das alles auf einmal so falsch an? Kurzerhand nimmt Anna eine Auszeit und fährt nach Italien. Dort nimmt sie spontan eine Aushilfsstelle auf dem Weingut der Familie Endrici an und beginnt auf einmal lockerer zu werden. Doch dann taucht Lars dort auf …

Meine Meinung:
Sehr lebensnah und nachvollziehbar beschreibt die Autorin Annas Dilemma. Ich konnte mich sofort in die Protagonistin hineinversetzen, auch wenn ich sie manchmal schütteln wollte.
Sicher kann nicht jeder spontan eine Auszeit im Job nehmen, aber Annas Reise nach Italien macht aus diesem „Frauenroman“ gleichzeitig noch einen „Urlaubsroman“. Die Schilderungen aus „Bella Italia“ sind einfach wunderbar und sehr realistisch. Überhaupt: mit Italien, Wein und dem Trentino kann doch eigentlich nur eine gute Geschichte herauskommen.
Ganz bezaubernd finde ich, dass der Roman in weiten Teilen auf echten Personen beruht, wie die Autorin am Ende des Buches verrät.
Fazit: ein Wohlfühl-Sommer-Frauenroman, den ich guten Gewissens weiterempfehlen kann
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine 3+.

Dienstag, 25. Juni 2019

Nur eine Prise Mord

… von Tanja Griesel ist im Oktober 2017 als E-Book bei dotbooks erschienen, hat 242 Seiten und kostet aktuell EUR 0,99. Es handelt sich hierbei um eine überarbeitete Neuauflage des Buches „Rothard“ von 2010 aus dem Verlag Hoffmann und Campe. Ich habe das E-Book vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Maxie Kaiser hat es geschafft, in ihrem Heimatdorf Rothard ein Gourmetrestaurant zu eröffnen. Das gefällt vielen Dorfbewohnern jedoch nicht. Als dann bekannt wird, dass ihr Restaurant in einer Fernsehshow des bekannten Kritikers Rolf Bauer vorgestellt werden soll, eskaliert die Situation …

Meine Meinung:
Die Titel der einzelnen Kapitel stellen eine Menü-Abfolge dar und jedes Kapitel beginnt mit einem entsprechenden Rezept. Das hat mir gut gefallen und meist Appetit gemacht. Überhaupt dreht sich im Buch viel ums Essen.
Auch die Beschreibungen des Dorfes und seiner, sagen wir mal, schrulligen Bewohner sind wirklich gut ausgearbeitet.
Allerdings fand ich es dem Lesefluss abträglich, dass sehr viel zwischen verschiedenen Sichtweisen und Zeitebenen hin- und hergesprungen wurde. Mir ist an so mancher Stelle dadurch Hintergrundwissen verloren gegangen, denn irgendwann habe ich es aufgegeben zurückzublättern.
Fazit: ein interessanter Ansatz, mit jedoch ein wenig unglücklicher Umsetzung
Auf meiner Schulnoten-Skala kann ich diesmal nur eine 4 vergeben.

Samstag, 22. Juni 2019

In ewiger Schuld

… von Harlan Coben (Übersetzung Gunnar Kwisinski) ist am 18.02.2019 als Taschenbuch bei Goldmann erschienen, hat 414 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Maya, ehemalige Militärpilotin, zweifelt an ihrem Verstand, als sie auf ihrer Nanny-Cam sieht, wie ihre kleine Tochter mit ihrem Vater spielt. Doch Mayas Ehemann Joe wurde kürzlich ermordet. Sie beschließt daraufhin, den genauen Vorfällen, die zum Tod ihres Mannes geführt haben, auf den Grund zu gehen. Doch dazu muss sie sich nicht nur ihrer eigenen Vergangenheit stellen, sondern auch in der von Joes schwerreicher Familie recherchieren …

Leseprobe

Meine Meinung:
Wie bereits die anderen Bücher, die ich von diesem Autor gelesen habe, beginnt die Geschichte zunächst recht unspektakulär, was sich jedoch schnell ändert. So gibt es immer wieder Stellen im Buch, die eine ganz alltägliche Situation schildern, aber dann irgendwie „aus dem Ruder laufen“.
Coben schafft es, die Spannung durch immer wieder neue Fährten zu steigern. Immer, wenn ich als Leser dachte, ein wenig durchatmen zu können, kam die nächste Überraschung.
Obwohl das Setting dieses Mal doch sehr „amerikanisch“ daherkommt, trifft der Autor mit den beschriebenen Problemfeldern im Kern m.E. den Nerv der Zeit.
Zwei Stellen aus dem Buch möchte ich noch zitieren. Da wäre zum einen folgende, in der sich wohl viele Leser wiedererkennen:
… dann öffnete sie ihre „Kabel-Schublade“. Wie die meisten Menschen, die sie kannte, warf Maya nie ein Netzgerät weg. Die Schublade war übervoll …
Und dann habe ich mich an dieser Stelle gefreut:
… Er setzte sich in einen Sessel in der Ecke, zog den neuen Roman von Anna Quindlen aus der Tasche und fing an zu lesen. …
Denn auch bei mir liegt ein Buch von Anna Quindlen und wartet darauf gelesen zu werden.
Fazit: ein, wie ich finde, typisches Harlan-Coben-Buch: spannend, atmosphärisch dicht, unblutig und mit einem unerwarteten Ende
Daher kann es nur wieder eine 1 auf meiner Schulnoten-Skala geben.

Dienstag, 18. Juni 2019

Einer wird sterben

… von Wiebke Lorenz ist am 21.01.2019 als Taschenbuch im Verlag Fischer Scherz erschienen und gleich auf meine Wunschliste gewandert. Das Buch hat 345 Seiten und kostet EUR 14,99. Ich habe es dann im April d.J. erworben, da mir schon der vorherige Psychothriller ("Bald ruhest Du auch") dieser Autorin äußerst gut gefallen hat.


Zum Inhalt:
Stella ist allein zuhause, ihr Ehemann Paul ist als Pilot am anderen Ende der Welt unterwegs. Da bemerkt sie eines Tages ein Auto, das gegenüber von ihrem Haus parkt. Die zwei Personen darin scheinen sich nicht zu bewegen, sitzen einfach da. Tagelang steht das Auto da und beunruhigt die Anwohner der ruhigen Wohnstraße. Vor allem Stella wird nervös und denkt an eine Unfallnacht vor sechs Jahren …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Verlagsseite.

Meine Meinung:
Wie schon bei meinem ersten Buch von Wiebke Lorenz hat mich die von Beginn an vorhandene unterschwellige Spannung gefesselt und zugleich verwirrt. Aufgrund des Prologes hatte ich so einige Ideen, worauf die Geschichte hinausläuft. Aber die Autorin hat mich als Leser mehrfach auf eine falsche Spur geschickt. So war ich mir mit Fortschreiten der Story über die eigentliche Intention der Protagonisten völlig im Unklaren.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, auch wenn an ein paar Stellen für meinen Geschmack zu viele nebensächliche Details beschrieben werden.
Das Ende kam für mich überraschend und war anders als ich erwartet hatte.
Fazit: ein relativ unblutiger Thriller, den es sich zu lesen lohnt
Ich vergebe auf meiner Schulnoten-Skala eine 2.

Schaut doch auch mal bei Jenny vorbei, die das Buch ebenfalls rezensiert hat.

Montag, 10. Juni 2019

Blind

… von Christine Brand ist am 04.03.2019 als Taschenbuch bei Blanvalet erschienen, hat 443 Seiten und kostet EUR 15,00. Ich habe das Buch nach einer Lesung auf der LBM 2019 signiert erworben.


Zum Inhalt:
Nathaniel ist blind. Durch eine App, die anonym Blinde mit Sehenden verbindet, kann er u.a. Kleidungsstücke auswählen (lassen). Gerade als er auf diese Weise mit einer Frau telefoniert, hört er einen Schrei und die Verbindung wird abgebrochen. Er ist sicher, dass der Frau etwas zugestoßen ist, aber weder die App-Betreiber noch die Polizei nehmen ihn ernst. Da ihm die Angelegenheit keine Ruhe lässt, versucht er selbst zusammen mit einer befreundeten Journalistin, die Hintergründe rauszufinden …

Leseprobe

Meine Meinung:
Auf das Buch war ich bereits in einigen Medien aufmerksam geworden und freute mich, als ich sah, dass die Autorin auf der Leipziger Buchmesse eine Lesung daraus halten wird. Diese spannende Lesung, verbunden mit diversen Hintergrundinformationen der Autorin, bewegte mich dazu, das Buch direkt vor Ort zu kaufen. Schließlich wollte ich schnellstmöglich wissen, wie die Story weitergeht.
Der Schreibstil ist klar, realistisch und liest sich sehr flüssig. Ich war sofort „in der Geschichte drin“. Und auch wenn sich verschiedene Erzählstränge abwechseln, habe ich nie „den Faden verloren“.
Der etwas andere Hauptprotagonist und die weiteren Charaktere überzeugen durchweg und zeigen die gute Recherchearbeit der Autorin. Und obwohl die Geschichte schon spannend beginnt, schafft sie es, im weiteren Verlauf den Nervenkitzel noch zu steigern bis hin zum dramatischen Finale. Durch einige „falsche Fährten“ glaubt man als Leser, Zusammenhänge zu erkennen, die sich dann doch nicht bewahrheiten.
Folgendes Zitat hat mir besonders gefallen, weil es eigentlich um etwas völlig logisches geht, was ich jedoch bisher in keinem Buch oder Film so mitbekommen habe:
„Die Voice-Mailbox! Wenn ich jemandem das Handy klaue, überlegt Milla, dann denke ich wohl kaum daran, den Ansagetext des Anrufbeantworters zu ändern.“
Fazit: ein Kriminalroman, den man nicht aus der Hand legen kann
Daher vergebe ich auf meiner Schulnoten-Skala eine 1+.

Freitag, 7. Juni 2019

Glück ist meine Lieblingsfarbe

… von Kristina Günak ist am 31.05.2019 als Taschenbuch bei Bastei Lübbe erschienen, hat 269 Seiten und kostet EUR 10,00 bzw. als E-Book EUR 4,99. Ich durfte das E-Book vorab in einer Leserunde der Lesejury lesen; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Juli lebt auf La Palma und ist sich noch nicht sicher, ob es nur eine kleine Auszeit ist oder doch für immer sein soll. Sie sucht noch nach dem Ziel in ihrem Leben.
Quinn ist das ganze Gegenteil: strukturiert, mit klaren Zielen und einer festen Existenz auf der Insel.
Als die beiden aufeinander treffen, passt es zunächst überhaupt nicht …

Meine Meinung:
Bereits das Cover strahlt eine Leichtigkeit aus, die sich im Buch fortsetzt, trotz der auch enthaltenen traurigen Momente. Es hat mich ein wenig an das Cover von „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ erinnert.
Kristina Günak hat hier wieder eine erfrischende Geschichte erschaffen; im Stil wie ich schon einige von ihr gelesen habe. Lediglich das Setting außerhalb Deutschlands war neu. Die sehr natürlichen Charaktere kann man mit allen Macken sowie liebenswerten Eigenschaften direkt vor sich sehen.
Sehr gut hat mir auch wieder die stellenweise enthaltene Situationskomik gefallen, die jedoch nie „schenkelklopfend“ daherkommt. Vielmehr habe ich dann immer beim Lesen vor mich hin geschmunzelt. Aber es gibt auch ein paar Lebensweisheiten im Buch, was ich sehr mag; z.B. „Hinter jedem Konflikt steht ein Bedürfnis“. Ich nehme an, dass der Autorin aus ihrer Tätigkeit als Mediatorin eine reichliche Fülle derartiger „Sprüche“ zur Verfügung steht.
Die Geschichte hat einfach genau die richtige Mischung an Liebe, Humor, skurrilen Protagonisten, traurigen Momenten und Realität und eignet sich auch durch das Setting ideal als Urlaubslektüre.
Eine meiner absoluten Lieblingsstellen ist die Aussage von Juli:
Für diesen Fall hatte ich stets Helmut bei mir. Mein mörderisches Pfefferspray.
Auf der LLC vorige Woche hatte ich dann die Möglichkeit, an einer Lesung der Autorin aus eben diesem Buch teilzunehmen. Obwohl ich die Geschichte ja bereits kannte, war es -wie immer- ein Vergnügen ihr zuzuhören. Falls also jemand die Gelegenheit bekommt, an einer Lesung von Kristina Günak teilzunehmen, ist mein Rat: nichts wie hin!
Fazit: eine unterhaltsame Leseempfehlung -nicht nur- für den kommenden Sommerurlaub
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine 2.

Dienstag, 4. Juni 2019

Hochzeit in der kleinen Sommerküche am Meer

… von Jenny Colgan (Übersetzung Sonja Hagemann) ist am 04.06.2019 als Taschenbuch im Piper Verlag erschienen, hat 464 Seiten und kostet EUR 11,00 sowie als E-Book EUR 9,99. Ich habe das E-Book vorab über NetGalley als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Auf der schottischen Insel Mure betreibt Flora ein kleines Café / Restaurant, das sowohl bei Touristen, als auch bei den Einheimischen sehr beliebt ist. Flora fühlt sich wohl auf dem Hof mit ihrem Vater und ihren drei Brüdern. Genauso genießt sie gemeinsame Zeit mit Joel, ihrem ehemaligen Chef und heutigen Freund. Nur ist dieser viel zu oft auf Geschäftsreisen und Flora fragt sich, ob er sie genauso vermisst, wie sie ihn …

Meine Meinung:
Das in Pastellfarben gestaltete, romantische Cover ist ansprechend, aber liegt eindeutig im derzeitigen Trend für Liebesromane, die in Urlaubsregionen handeln.
Genauso im Trend liegen die regionalen Rezepte am Ende des Buches.
Wie ich erst während der Lektüre mitbekommen habe, gibt es bereits ein erstes Buch über Flora und die Insel Mure. Jedoch ist es nicht unbedingt erforderlich, dieses zu kennen, denn alles Wichtige wird am Anfang kurz zusammengefasst. Und, um es gleich vorweg zu nehmen, das Ende dieses Buches hat so viele offene „Fäden“, dass von einem weiteren Buch auszugehen ist.
In der Geschichte gibt es neben Flora und Joel noch weitere Personen, deren Liebesleben und Zukunftspläne ebenfalls im Fokus stehen. Dies sind für meinen Geschmack jedoch zu viele, so dass ich beinahe das Gefühl hatte, mehrere Bücher gleichzeitig zu lesen. Es war, als ob die eigentliche Story zerfaserte. Mir ist nicht klar, warum die Autorin in diesen Liebesroman auch die Flüchtlingsproblematik eingearbeitet hat, nebst Bürokratiebeschreibungen. Dazu bremsten die ausführlichen Landschaftsbeschreibungen ebenfalls meinen Lesefluss.
Fazit: weniger „Nebenschauplätze“ und dadurch Konzentration auf die wesentlichen Personen hätte der Story m.E. gut getan
Auf meiner Schulnoten-Skala kann ich daher lediglich eine 4 vergeben.

Dienstag, 28. Mai 2019

Bleib doch, wo ich bin

… von Lisa Keil ist am 23.01.2019 als Taschenbuch im Fischer Verlag erschienen, hat 330 Seiten (zzgl. einer 20seitigen Leseprobe aus dem Folgeband) und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über „Buchflüsterer“ erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Kaya lebt in einem kleinen Dorf und fühlt sich dort richtig wohl. Sie vergöttert ihre Nichte Millie und kann daher nicht „nein“ sagen, als diese sie bittet, sich in der Schule für ihre Mutter auszugeben. Als Businessfrau verkleidet und mit einer Brille ihrer Schwester trifft Kaya dann auf den neuen Klassenlehrer ihrer Nichte, um deren Vergehen abzumildern. Da Kayas Schwester / Millies Mutter sich bisher erfolgreich um Elternabende etc. gedrückt hat, fällt der Schwindel nicht auf. Nur konnte Kaya mit der ausgeliehenen Brille kaum etwas erkennen, so ahnt sie nicht, dass der gutaussehende junge Mann auf dem Scheunenfest Millies Lehrer ist …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Verlagsseite.

Meine Meinung:
Schon das Cover macht durch die frühlingshafte Farbgestaltung gute Laune. Und das setzt sich auch im Roman fort.
Die Autorin hat sympathische Protagonisten geschaffen, die man förmlich vor sich sieht. Bis hin zu den Nebenfiguren wirken alle sehr realistisch und man glaubt, an der einen oder anderen Stelle jemanden wiederzuerkennen. Die Eigenarten der Personen sind nicht überzeichnet und machen das Ganze daher „rund“.
Natürlich spielt die Autorin mit den Stadtmensch – Landmensch – Klischees, aber dies sehr gekonnt. Die dadurch entstehende Situationskomik hat mich an vielen Stellen beim Lesen vor mich hin schmunzeln lassen. Ich würde das Buch sogar als Liebeskomödie einordnen.
Zwei Stellen möchte ich noch kurz zitieren:
  • Lasse denkt sich ziemlich zu Beginn der Geschichte: … Von wegen Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei. … Meiner Meinung nach ist dies eine weit verbreitete Meinung über Lehrer auf den Punkt gebracht.
  • Und später erklärt er Kaya: … Die Wahrheit ist selten das, was leichtfällt. Aber sie ist das Einzige, was hilft. … Ich weiß nicht, ob das ein Zitat ist oder von der Autorin selbst so formuliert wurde, aber diese Aussage birgt viel Lebensweisheit.
Fazit: ein Buch, das mich gut unterhalten hat und auf dessen Fortsetzung ich nun warte
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine 2.

Sonntag, 26. Mai 2019

Die LitBlog Convention 2019

... fand letzte Woche Samstag in Köln statt. Veranstaltungsort war wieder das Verlagsgebäude von Bastei Lübbe und Ausrichter waren die Verlage Bastei Lübbe (nebst der Imprints be, one, LYX und Lübbe Audio), Diogenes, Dumont Kalender, Kiepenheuer & Witsch sowie Droemer Knaur.

Ich habe zum zweiten Mal teilgenommen und mich erst recht kurzfristig dazu entschieden, da mir der Termin dieses Jahr eigentlich nicht so gelegen kam. Im Nachhinein bin ich jedoch sehr froh, mich dafür entschieden zu haben: Es war eine abwechslungsreiche Convention.

Da diese Veranstaltung ausschließlich für Blogger (auf allen üblichen sozialen Medien) ist, unterscheidet sich das Programm von anderen Conventions dadurch, dass es keine Lesungen gibt, sondern Workshops und Gespräche / Vorträge über Hintergrundinformationen über Verlagsabläufe, Autorenleben, Recherche etc. Darüber hinaus ist es auch eine gute Möglichkeit in Kontakt mit Autoren, Verlagsmitarbeitern und anderen Bloggern zu kommen, also sein Netzwerk weiter auszubauen.

Aufgrund der Entfernung zu Berlin reise ich stets Freitag an und Sonntag zurück, um den Conventiontag in vollen Zügen genießen zu können. In diesem Jahr hatte ich Freitag sogar ein wenig Zeit zum Sightseeing



sowie für einen kurzen Stopp im Hard Rock Cafe


bevor ich mich am Abend zum Essen beim Japaner mit Janine von "Frau Hemingway", Jule von "Jules Leseecke", Silke von "Was Silke liest" und Susanne vom Diogenes-Verlag traf. Es war ein sehr netter und kommunikativer Abend!

Für den Samstag stand ich dann vor dem "Problem", mir aus den jeweils 5 - 6 parallel laufenden Veranstaltungen eine auszusuchen. (Ja, ja ich weiß, Luxus-Problem! 😉)

Gleich nach der Ankunft am Veranstaltungsort gab es zunächst das obligatorische Armband und eine richtig schwere Goodie-Bag. Doch bevor ich diese näher in Augenschein nehmen konnte, wurde ich schon herzlich von Kristina Günak begrüßt. Gleich darauf gab es ein Wiedersehen mit Jenny ("Eulenmatz liest"), Heike ("Frau Goethe liest") sowie Janine, Jule und Susanne. Außerdem habe ich mich gefreut, "Vielleser18" persönlich kennenzulernen, die ich bisher nur via Instagram kannte.

  • Nach einem Kaffee und ein wenig Smalltalk habe ich mich dann auf den Weg zu meiner ersten Veranstaltung mit Kristina Günak und Victoria Bindrum zum Thema Glück gemacht, die sehr unterhaltsam war.
  • Mein zweiter Programmpunkt "Verlage, Autoren und jede Menge Prosecco" drehte sich um die Organisation von Buchmessen. Leider war der Vortrag nicht so amüsant, wie es der Titel versprach.
  • Nach der Mittagspause mit belegten Brötchen und Cupcakes bin ich auf Empfehlung zu einer Autorenvorstellung "Joey Goebel, Kultautor aus der amerikanischen Provinz" gegangen. Von dem Autor hatte ich vorher noch nichts gehört, aber die Vorträge der Lektorin Anna von Planta sollten mitreißend sein. Ich wurde nicht enttäuscht: mit viel Begeisterung und Leidenschaft brachte uns Frau von Planta den Autor und seine Bücher näher, so dass ich nun auch vorhabe, zumindest eines zu lesen.
  • Danach führte mich mein Plan zu einer Gesprächsrunde über Storytelling mit der Krimiautorin Katja Bohnet. Das Thema wurde zwar m.E. hier "verfehlt", aber die sehr impulsive Autorin lies die Teilnehmer mit Gefühlen zwischen amüsiert bis genervt zurück. Und obwohl sie ihr eigenes Buch gespoilert hat, wollte ich doch ein signiertes Exemplar mein eigen nennen.
  • Die letzte Runde führte mich zu einem moderierten Gespräch mit der Übersetzerin Gertraude Krueger über ihre Arbeit für die Romane von Julian Barnes. Es war äußerst interessant, zu erfahren, wie viel Mühe und Zeit in einer Literaturübersetzung steckt. Eine sehr bemerkenswerte Frau.
Nach dem abschließenden Get Together habe ich den Tag dann noch mit Jenny, Heike sowie Kerstin von "Kerstins Kartenwerkstatt" beim Italiener Revue passieren lassen.

Zurück im Hotel habe ich mich nur noch mal kurz an den sechs neuen Büchern sowie den anderen Goodies erfreut, bevor ich müde ins Bett gefallen bin.

Nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall wieder nach Köln fahren! 💖

Donnerstag, 16. Mai 2019

Sterne über Rom

… von Karen Swan (Übersetzung Gertrud Wittich) ist am 18.03.2019 als Taschenbuch bei Goldmann erschienen, hat 539 Seiten und kostet EUR 10,00. Ich habe über das Randomhouse Bloggerportal ein Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Die Engländerin Francesca lebt in Rom und arbeitet als Fremdenführerin. Außerdem betreibt sie einen Blog, in dem sie sehr persönlich über Rom berichtet. Durch einen Zufall lernt sie die Viscontessa Elena kennen, die in einem riesigen Palazzo lebt. Und da sich beide Frauen trotz des Altersunterschieds sympathisch sind, passt es sehr gut, als Elena Francesca bittet ihre Biografie zu schreiben …

Hier geht es zur Leseprobe.

Meine Meinung:
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die sich langsam annähern. Da sind zum einen das Leben von Elena, beginnend im Teenageralter, und zum anderen das heutige Leben aus der Sicht von Francesca. Die Autorin hat es dennoch geschafft, dass ich als Leser nie verwirrt war, die zeitlichen Abgrenzungen sind gelungen. Manchmal habe ich es nur bedauert, wenn ich das interessante Leben von Elena verlassen musste, um ins hier und heute zu Francesca zurückzukehren. Allerdings bergen beide Zeitebenen so ihre Geheimnisse, Verwicklungen und schönen Momente. 
Ganz wunderbar hat die Autorin in den Kapiteln aus Francescas Leben das italienische Flair dieser tollen Stadt eingefangen. Es werden sowohl die Touristenscharen erwähnt, als auch die „üblichen“ Sehenswürdigkeiten, doch auch die Einheimischen und ihr „normales“ Leben kommen nicht zu kurz – alles so, wie ich es auch aus eigener Erfahrung kenne. 
Fazit: eine gelungene Mischung aus Emotionen, unfreiwilliger Komik, Tragik und italienischem Dolce Vita
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 2.

Montag, 13. Mai 2019

Nächstes Jahr in Havanna

… von Chanel Cleeton (Übersetzung Stefanie Fahrner) erscheint am 10.06.2019 als Taschenbuch bei Heyne, hat 464 Seiten und kostet EUR 10,99. Ich durfte über Jellybooks im August 2018 ein Vorabexemplar als E-Book lesen; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Nachdem Elisa, die Großmutter und Bezugsperson von Marisol verstorben ist, macht diese sich von Miami aus auf eine Reise nach Kuba. Das Land, in dem Elisa aufgewachsen ist und von dem sie Marisol so viel erzählt hat. Marisol soll die Asche ihrer Großmutter dort verstreuen. Doch das Kuba, das sie dort vorfindet, unterscheidet sich sehr von den Erzählungen ihrer Verwandten …

Meine Meinung:
Das Buch erzählt abwechselnd die Geschichte von Elisa und ihrer Familie im Kuba der 50er Jahre sowie von Marisol in der heutigen Zeit. 
Beides sind Liebesgeschichten, diese werden jedoch mit viel kubanischem Kolorit ergänzt. Auch wird viel von der Geschichte und Entwicklung Kubas erzählt, wobei auch gesellschaftspolitische Kritik nicht zu kurz kommt. Diese Fakten sind zwar recht interessant, haben meinen Lesefluss jedoch stellenweise massiv ausgebremst. 
Fazit: ein interessantes Buch, das m.E. jedoch durch Beschreibung und Klappentext etwas anderes / leichteres erwarten lässt
Daher gibt es auf meiner Schulnoten-Skala eine 3.

Dienstag, 30. April 2019

Marina Marina

… von Grit Landau erscheint am 02.05.2019 im Verlag Droemer Knaur, hat 400 Seiten und kostet als Taschenbuch EUR 14,99 sowie als E-Book EUR 12,99. Ich habe das E-Book als Rezensionsexemplar über Vorablesen erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Die Geschichte handelt von den Bewohnern des kleinen Dörfchens Sant’Amato im Italien der 60er Jahre. Es geht um Liebe, Familiengeheimisse und Träume. Das alles wird „gewürzt“ mit den Hits der Saison und ein wenig italienischer Sprache …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Buchseite bei Vorablesen.

Meine Meinung:
Am Anfang des Buches befindet sich ein Personenregister, in welchem die wesentlichen Personen mit ihren Familienbanden sowie sonstigen Verknüpfungen aufgeführt sind. Im gedruckten Buch hätte ich wahrscheinlich ab und zu dort nochmal nachgeschlagen, beim E-Book fand ich dies jedoch zu umständlich. Ich konnte aber im Großen und Ganzen auch so die wichtigen Verflechtungen erfassen. 
Die Geschichte fing recht locker und amüsant an und hat mir als Italienfan, der dazu auch den „Titelsong“ noch aus seiner Kindheit kennt, gut gefallen. Doch schon bald kamen einige Kapitel, die zwar im gleichen lockeren Stil geschrieben waren, für mich jedoch mit dem Vorhergegangenen nichts zu tun hatten. Dadurch habe ich mich ein wenig durch das Buch „gequält“ und sogar an Abbruch gedacht. Aber auch diese Phase ging vorbei und die Story nahm wieder Fahrt auf. Im weiteren Verlauf konnte ich die „unpassenden“ Kapitel dann besser einordnen. Das letzte Buchdrittel hat mich jedoch völlig gefesselt und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. 
Fazit: ein solider Roman über die Irrungen und Wirrungen in einem kleinen italienischen Dorf, der leider ein paar Längen aufweist
Auf meiner Schulnoten-Skala kann ich daher "nur" eine 3 vergeben.

Dienstag, 23. April 2019

Die Schwestern vom Ku'damm

… mit dem Untertitel „Jahre des Aufbaus“ ist der 1. Teil einer Trilogie von Brigitte Riebe und am 23.10.2018 als Hardcover mit 428 Seiten im Wunderlich Verlag erschienen. Das Buch kostet EUR 19,95. Ich habe mir das Buch im Dezember gekauft, allerdings erst jetzt gelesen.


Zum Inhalt:
Das Kaufhaus Thalheim am Kurfürstendamm wurde 1932 nach Modernisierung neu eröffnet, jedoch im dann folgenden Krieg völlig zerstört. Die Schwestern Rike, Silvie und Flori müssen in den Nachkriegsjahren nicht nur mit Hunger und Entbehrungen fertig werden. Aber Rike hat den großen Traum, das Kaufhaus wieder aufzubauen – neuer und schöner als zuvor …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Verlagsseite .

Meine Meinung:
Dieser erste Teil handelt in den Jahren 1945 – 1951 und spiegelt sehr gut die schwere Zeit nach Kriegsende wieder.  
Die Autorin bringt sehr viel Lokalkolorit ein, was mich als Berliner natürlich freut. Bekannte Ereignisse der Zeitgeschichte werden mit der Familiengeschichte der Thalheims verknüpft, was diesen Roman so realistisch wirken lässt. Gerade diese fiktive Story um Familienprobleme, Liebe und Vergangenheitsbewältigung macht die schrecklichen Tatsachen „leichter verdaulich“ und lässt den Leser ein wenig „durchatmen“. 
Da ich selbst diese Zeit nicht miterlebt habe, freue ich mich umso mehr auf die folgenden Bände, in der Hoffnung, Einiges mit eigener Erfahrung abgleichen zu können. Leider musste ich während der Lektüre feststellen, dass der 2. Teil erst im September d.J. erscheinen soll. (Hätte ich mal lieber noch damit gewartet, das Buch zu beginnen. *zwinker*) 
Bei einer Stelle im Buch auf Seite 116 musste ich schmunzeln, denn diese Aussage werde ich mir als Rechtfertigung für die Zukunft merken: „Ich rede auch oft mit mir selbst. Gedanken werden klarer, wenn man sie laut ausspricht. Daran ist nichts Verkehrtes.“ 
Fazit: eine gelungene Mischung aus Zeitgeschehen und Fiktion, festgemacht an einer Familiengeschichte
Auf meiner Schulnoten-Skala kann es nur eine 1 geben.

Eine weitere Rezension mit sehr ausführlicher Inhaltsbeschreibung zu diesem Buch findet Ihr auch bei Susanne .