Samstag, 30. November 2019

Ultimatum

… von Christian v. Ditfurth ist am 26.08.2019 als Paperback im Verlag C. Bertelsmann erschienen, hat 446 Seiten und kostet EUR 15,00. Ich habe es über „Buchflüsterer“ als Leseexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Der Mann der deutschen Kanzlerin wird gekidnappt und als die absurden Forderungen der Kidnapper nicht erfüllt werden (können), schickt man eine Hand des Opfers an die Polizei. Als es dieser gelingt, den Kanzlergatten zu befreien, wird die Frau des französischen Präsidenten gekidnappt …

Hier geht's zur Leseprobe.

Meine Meinung:
Es handelt sich hier um einen sehr aktuellen und realistischen Thriller. Die Bezüge zu lebenden Personen sind nicht zu verkennen und die dargestellten (fiktiven?) Hintergründe geben zu denken.
Der Autor hat einen ungewöhnlichen Erzählstil gewählt, mit dem ich nicht auf Anhieb „warm geworden“ bin. Doch nach und nach erwies er sich sogar als spannungssteigernd.
Nach knapp der Hälfte der Lektüre ging es mir jedoch wie den Mitarbeitern von Hauptkommissar de Bodt: Seine vielen philosophischen Zitate nervten mich. Dennoch fesselte mich die Story und ich habe sie nur zugunsten meines dringend benötigten Nachtschlafs unterbrochen.
Fazit: hochaktuell und es lohnt sich, dran zu bleiben
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine 2-.

Donnerstag, 28. November 2019

Die Schwestern vom Ku'damm

… mit dem Untertitel „Wunderbare Zeiten“ ist der 2. Teil einer Trilogie von Brigitte Riebe und am 17.09.2019 als Hardcover mit 480 Seiten im Wunderlich Verlag erschienen. Das Buch kostet EUR 19,95. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über Vorablesen erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Es sind die Nachkriegsjahre in Berlin. Das Modekaufhaus Thalheim hat sich zwar etabliert, aber es gibt auch immer wieder Konkurrenten, die versuchen, das Geschäft zu torpedieren. Nach der Rückkehr von Oskar, Silvies Zwillingsbruder, aus der russischen Gefangenschaft muss sich Rike die Geschäftsleitung auf Wunsch des Vaters mit ihm teilen. Doch Oskar ist mehr am Nachtleben, als am Geschäft interessiert. So gerät Silvie, die Karriere beim RIAS macht, immer wieder zwischen die geschwisterlichen Fronten. Die Eskapaden von Flori, der jüngsten, machen das Ganze nicht einfacher ...

Eine Leseprobe gibt es auf der Verlagsseite.

Meine Meinung:
Der zweite Teil der Trilogie spielt von 1952 – 1957 und zeigt sehr authentisch den aufkommenden Wohlstand und die Lebenslust der Nachkriegsjahre auf.
Die Mode, die Musik und die Filmleidenschaft, auch angefacht durch die BERLINALE, werden in das Leben der Familie Thalheim hervorragend eingebunden. Auch wenn ich selbst erst 1959 geboren wurde, kommt mir vieles durch die Erzählungen meiner Eltern bekannt vor. Und auch der RIAS Berlin, wo Silvie Karriere macht, ist ein Radiosender, der mich bis in meine Teenagerzeit begleitet hat.
Ich warte nun schon sehnsüchtig auf den 3. Teil, der im April 2020 erscheinen soll.
Sehr gefallen hat mir auch die Zusammenfassung von politischen und kulturellen Ereignissen am Ende des Buches!
Fazit: eine überaus gelungene und lesenswerte Fortsetzung
So kann ich wieder auf meiner Schulnoten-Skala "nur" eine 1 vergeben.

Freitag, 22. November 2019

Die lit.Love 2019

... liegt nun bereits zwei Wochen zurück, aber hier kommt endlich mein Bericht darüber, der gleichzeitig der 500. Beitrag auf diesem Blog ist! 🎉

Wie bereits im letzten Jahr bin ich bereits am Freitag angereist, da die Entfernung zwischen Berlin und München ja doch ein wenig größer ist. In diesem Jahr hatte ich mich für den Abend mit einigen anderen Bloggern zum Essen in der Innenstadt verabredet. So konnte ich dies mit einem kleinen Bummel durch die Fußgängerzone sowie einem Besuch bei Hugendubel am Stachus verbinden. Die interessanten Gespräche beim Essen haben schon auf das Veranstaltungswochenende eingestimmt und zurück im Hotel gab es in der Hotelbar noch einen kleinen Plausch mit weiteren Besuchern der lit.Love.


Nach dem Frühstück am Samstag war es nicht weit vom Hotel zum Veranstaltungsort, den Verlagsräumen der Gruppe Randomhouse, die wieder liebevoll dekoriert waren.

Das Programm bot an beiden Tagen viele Veranstaltungen, so dass für jeden Geschmack etwas dabei gewesen ist. Da verschiedene Veranstaltungen parallel liefen, musste ich an der einen oder anderen Stelle schweren Herzens eine Entscheidung treffen, was aber doch eher "Luxusprobleme" waren.
Besucht habe ich mehrere interessante Talkrunden,
wo ich nicht nur liebgewonnene Autorinnen wieder getroffen habe, sondern auch neue kennen- und schätzen gelernt habe. Darüber hinaus sind Lesungen natürlich immer ein Highlight
und haben mal wieder zu einer Erhöhung meiner Wunschliste geführt. (Denn ich war eisern und habe vor Ort kein einziges Buch erworben.) Auch die Kombination Interviews / Häppchenlesung von Anouk Schollähn mit Wladimir Kaminer bzw. Beth O'Leary waren toll.

Die Happy-Hour am Samstag konnte bei leckeren Getränken für viele Gespräche und den Austausch erster Eindrücke genutzt werden. Am Sonntag musste ich leider schon am frühen Nachmittag meine Zelte abbrechen, da es Probleme bei der Bahn gab. So fielen ein paar Programmpunkte für mich weg.

Aber es war dennoch wieder eine super gelungene Veranstaltung, die hoffentlich in 2020 auch wieder stattfindet!

Achso, eine Goodiebag gab es selbstverständlich auch:

Freitag, 15. November 2019

Mallorquinische Leiche zum Sa Rua

… von Susan Carner ist am 07.08.2019 im Self-Publishing via Books on Demand als Taschenbuch erschienen, hat 306 Seiten und kostet EUR 10,99 (bzw. als E-Book EUR 3,99). Es ist der zweite Mallorca-Krimi um die Kommissarin Mayerhuber, aber kann problemlos ohne Kenntnis des ersten Buches gelesen werden. Ich habe das Taschenbuch von der Autorin signiert als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Während des Karnevalsumzugs in Palma (dem „Sa Rua“) wird ein Berliner Geschäftsmann ermordet. Seine mitgereiste Familie ist entsetzt, genau wie die Berliner Familie, die im Nebenbungalow wohnt. War es ein geplanter Mord oder ein Zufall? Bei ihren Ermittlungen stößt die leitende Kommissarin Mercédès Mayerhuber auf immer mehr Ungereimtheiten …

Meine Meinung:
Es ist bereits das dritte Buch, welches ich von dieser Autorin gelesen habe, und wieder schafft sie es, dass ich durch den klaren und lebensnahen Erzählstil von Beginn an „in der Story drin war“.
An den Beschreibungen von Mallorca erkennt man, dass die Autorin ein Fan dieser Insel ist. Obwohl ich persönlich erst zwei Mal dort war, habe ich aber auch den einen oder anderen Ort wiedererkannt. So fühlte ich mich noch mehr „mittendrin“.
Die Geschichte hat wieder Bezug zu einem aktuellen Thema, welches ich aus Spoilergründen hier nicht nennen möchte, und rüttelt den Leser diesbezüglich ein wenig auf, wenn auch das Thema behutsam angegangen wird.
Gelungen finde ich auch die Mischung zwischen dem Kriminalfall und Einblicken in das Privatleben der Kommissarin. Diese Perspektive kommt für mich in manch anderen Krimis oft ein wenig zu kurz, obwohl sie doch die Protagonisten erst „lebendig“ macht.
Fazit: ein interessanter Krimi, der aber auch ein wenig Urlaubsstimmung verbreitet
Ich vergebe auf meiner Schulnoten-Skala eine 2.

Donnerstag, 7. November 2019

Genau richtig

… mit dem Untertitel „Die kurze Geschichte einer langen Nacht“ von Jostein Gaarder (Übersetzung Gabriele Haefs) ist als Hardcover am 22.07.2019 im Carl Hanser Verlag erschienen, hat 125 Seiten und kostet EUR 16,00. Ich habe das Buch im Rahmen des „BookBlindDate“ auf Empfehlung von Florian Valerius aka „literarischernerd“ erworben.


Zum Inhalt:
Albert hat eine schlechte Diagnose seiner Ärztin erhalten. Seine Frau ist beruflich am anderen Ende der Welt und so macht er sich allein auf zur einsam gelegenen Ferienhütte der Familie, um sein bisheriges Leben Revue passieren zu lassen und zu überlegen, wie bzw. ob sein Leben weitergehen soll …

Leseprobe des Verlags

Meine Meinung:
Als ich das doch recht dünne Buch erhalten habe, dachte ich, dass ich das im Handumdrehen ausgelesen habe. Allerdings erwies es sich als „gehaltvoller“ als ich erwartet hatte und so habe ich doch einige Tage mit Unterbrechungen benötigt, um es zu beenden.
Obwohl es im Buch um ein ernstes Thema geht, schafft es der Autor dieses einerseits locker und andererseits sachlich bis analytisch darzustellen. Es gibt fast keine Dialoge und der Leser taucht ein in die Gedankenwelt des Protagonisten. Der Handlungsort ist Norwegen, könnte aber auch in jedem anderen Land sein. Der Schreibstil hat es mir leicht gemacht, quasi von Beginn an in Alberts Geschichte zu versinken.
Fast philosophisch lässt Gaarder seine Hauptfigur über die Zusammenhänge menschlichen Lebens und des Universums nachdenken. Für mich persönlich war es an einigen Stellen zu „wissenschaftlich“, was meinen Lesefluss etwas gebremst hat.
Fazit: ein Buch, bei dem es sich lohnt, dranzubeiben
Ich vergebe eine 2 auf meiner Schulnoten-Skala.

Montag, 4. November 2019

Effi liest

… von Anna Moretti ist am 31.07.2019 bei Bastei Lübbe erschienen, hat 349 Seiten und kostet als Hardcover EUR 20,00 bzw. als E-Book EUR 16,99. Ich habe das E-Book vorab vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Die junge Elena von Burow, Spitzname Effi, findet zufällig ein Buch, welches Ende des 19. Jahrhunderts „leicht verrucht“ zu sein scheint. Noch bevor sie die ersten Seiten lesen kann, wird sie deswegen vom Internat verwiesen.
Zuhause angekommen sorgt ihr Vater dafür, dass seine Schwester bei ihnen einzieht, um die gesellschaftliche Ausbildung seiner Tochter zu übernehmen. Doch Effi hat andere Pläne und sucht Antworten auf ihre Fragen. Und dann ist da ja noch der junge Arzt Max von Waldau …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Verlagswebseite .

Meine Meinung:
Die Geschichte weist vom Setting her große Ähnlichkeit mit „Der Trotzkopf“ auf, was sicher auch dadurch bedingt ist, dass sie in der gleichen Epoche handelt. Das war es auch, warum ich das Buch lesen wollte. Während jedoch „Der Trotzkopf“ ein Produkt seiner Zeit ist, schwingt bei „Effi liest“ stets ein Augenzwinkern aus der heutigen Zeit mit.
Außerordentlich gut hat mir gefallen, dass jedem Kapitel eine Aussage der damaligen Zeit von Ärzten, Pädagogen, Benimmexperten etc. vorangestellt ist, die sich allesamt mit der „holden Weiblichkeit“ befassen, ihrer Psyche, ihrem Verhalten und ihrem Körper. Einiges davon ist amüsant, manches aber auch erschreckend.
Ansonsten ist es eine entzückende Liebesgeschichte und zugleich ein Spiegelbild des ausgehenden 19. Jahrhunderts, welches erste Bemühungen um Gleichberechtigung aufzeigt und auch die Tatsache, dass nicht alles so war, wie es den äußeren Anschein hatte.
Ich bin zügig durch die Geschichte geflogen und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Fazit: eine Leseempfehlung für alle, die gern Geschichten aus dieser Epoche lesen
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 2+.

Samstag, 2. November 2019

Endspurt

... beim #litlovecountdown, denn heute in einer Woche findet sie endlich statt, die #litlove2019.

Ich freue mich schon riesig und werde jetzt am Wochenende auch meine finalen Terminplanungen abschließen, bevor ich mich am kommenden Freitag nach München aufmache. 💖

Heute steht die Autorin Katherine Webb im Fokus unseres Countdowns, schaut doch mal bei Heike vorbei!