Donnerstag, 26. April 2018

Nachtwild

… von Gin Phillips (Übersetzung von Susanne Goga-Klinkenberg) ist am 29.03.2018 als Taschenbuch bei dtv premium erschienen, hat 300 Seiten und kostet EUR 15,90 bzw. als E-Book EUR 13,99 sowie als Hörbuch EUR 19,99. Nachdem ich mehrfach Werbung gesehen habe und da der Plot mich angesprochen hat, habe ich mir das Buch mittels noch vorhandenem Geschenkguthaben zugelegt.


Zum Inhalt:
Joan ist mit ihrem kleinen Sohn Lincoln wie so oft im Zoo. Als die beiden kurz vor Schließung zum Ausgang wollen, fallen Schüsse und Joan sieht Tote auf dem Weg liegen. Da sie nicht weiß, ob die Polizei schon vor Ort ist oder wo sich der bzw. die Täter aufhalten, versucht sie sich und ihren Sohn zu verstecken. Mit Einsetzen der Dunkelheit wird das Szenario noch schwieriger …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Verlagsseite .

Meine Meinung:
Schon das Cover in Verbindung mit dem Klappentext wirkt beklemmend; gerade wenn man wie ich Tiere sowie Dunkelheit beängstigend findet. 
Die Autorin lässt die Story auch zunächst recht leicht beginnen, mit Joan und Lincoln beim Spielen. Dabei erhält der Leser Einblicke in Joans Gedankenwelt, die sich zu großen Teilen um ihren Sohn dreht. 
Doch nach den Schüssen wandelt sich die Geschichte in sehr reale und beängstigende Momente. Aber weiterhin wechseln die Schilderung der Geschehnisse sowie die Gedanken von Joan sich ab. Auch ohne die mütterlichen Gefühle konnte ich mich beim Lesen dem Schrecken nicht entziehen. 
Ein gelungener Thriller an ungewöhnlichem Ort, der mit meinen Ängsten korrespondiert, m.E. jedoch nicht jeden ansprechen wird.
 Daher gibt es auf meiner Schulnoten-Skala eine 2.

Montag, 23. April 2018

Mädchendurst

… von Timo Leibig ist im Selfpublishing als E-Book im Mai 2015 erschienen, hat 256 Seiten und kostet EUR 3,99. Das Taschenbuch kostet EUR 9,99. Ich habe das E-Book als Rezensionsexemplar direkt vom Autor bekommen.


Zum Inhalt:
Auf einem Ausflug kurz vor den Ferien verschwindet eine Schulklasse aus acht Mädchen nebst ihrer Lehrerin. Der Fall erinnert Kriminalhauptkommissar Brandner an die sechs Mädchen (ungefähr im gleichen Alter), die vor einiger Zeit jedes Jahr in den Sommerferien verschwanden und nie gefunden wurden. Und Brandner weiß, dass bei verschwundenen Kindern sind die ersten 24 Stunden ausschlaggebend sind …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Homepage des Autors .

Meine Meinung:
Der Autor schafft es, den am Anfang aufgebauten Spannungsbogen durchweg hoch zu halten. 
Durch die verschiedenen Blickwinkel, aus dem die Geschichte erzählt wird (u.a. der des Täters), geht es nicht darum herauszufinden, wer der Täter ist, sondern vielmehr um das Warum und um den „Wettlauf“ zwischen Täter und Polizei. Und obwohl die Story recht „blutig“ ist, mochte ich das Buch kaum aus der Hand legen. 
Kurzum: eine echte Empfehlung für die Fans von „blutrünstigen“ Thrillern!
Da kann ich nur eine 1 auf meiner Schulnoten-Skala vergeben.

Freitag, 20. April 2018

Die Küchenfee

... von Stella Conrad habe ich Ende März als E-Book über einen Newsletter des Verlags dotbooks als Rezensionsexemplar erhalten. Das E-Book ist dort im Mai 2014 erschienen, hat 436 Seiten und kostet EUR 5,99. Als Taschenbuch es bereits im Juli 2008 im Diana-Verlag erschienen.


Zum Inhalt:
Lilli ist als Köchin sehr gut, aber hat nicht bemerkt, dass ihr Ehemann Armin ein Verhältnis mit ihrer Chefin hat. Als sie es durch Zufall erfährt, kündigt sie umgehend und setzt ihren Mann vor die Tür. Um für sich und ihre beiden Töchter im Teeniealter den Lebensunterhalt zu sichern, geht sie ganz neue Wege ...

Meine Meinung:
Obwohl es sich hier um einen "klassischen Frauenroman" handelt, dessen Grundgeschichte bereits oft erzählt wurde, hat mir hier neben dem lockeren Schreibstil besonders gefallen, dass die Story im Gastronomie-Milieu angesiedelt ist.
Die Protagonisten sind inkl. kleiner Macken sehr liebevoll und lebensnah beschrieben.
Durch die "Küchentätigkeit" von Lilli geht es auch viel um Essen und die beschriebenen Gerichte haben mir oft das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Als nette Idee empfand ich es, dass für einen Teil der Speisen die Rezepte am Ende des Buches aufgeführt sind.
Kurzum: Trotz vorhersehbarer Entwicklungen war es eine unterhaltsame Lektüre.
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine gute 3.

Dienstag, 17. April 2018

Mein diesjähriger Besuch auf der Leipziger Buchmesse

... liegt inzwischen gute vier Wochen zurück, aber hier kommt jetzt mein Rückblick!

Es war kalt, aber sonnig als ich mich am Freitagmorgen in Berlin in den Zug gesetzt habe. Dieser war auch nicht ausgebucht, so dass mein Gegenüber-Platz bis Leipzig unbesetzt war. Die Fahrt ging schnell und pünktlich vonstatten, aber je näher wir Leipzig kamen, desto schlechter wurde das Wetter. In Leipzig selbst wurde ich dann von ekligem Schneeregen empfangen. Mein erster Weg führte mich zum Hotel, wo ich nach den Formalitäten meinen Koffer abstellen konnte.

Den Plan, mit der Straßenbahn zum Messegelände zu fahren, hatte nicht nur ich. Die Haltestelle war überfüllt, alles drängte sich aufgrund des Wetters im überdachten Bereich und erst mit der dritten Bahn kam ich mit. Die Bahnen waren jedoch total überfüllt, viel zu warm und die Fahrt (eingekeilt zwischen Menschen und Rucksäcken) kam mir endlos vor. Doch schließlich habe ich mein Ziel erreicht. Dort habe ich mich dann sehr gefreut, akkreditiert zu sein und so den Presseeingang nutzen zu können, denn für die "normalen" Einlasskontrollen im Schneeregen anzustehen, war sicher kein Vergnügen!

Für den ersten Tag hatte ich mir sechs Programmpunkte nebst diversen unverplanten Zeiten vorgemerkt. Nun ja, am Ende habe ich davon 2,5 Termine wahrgenommen und mich den Rest der Zeit spontan umorientiert.

Nachdem ich ein paar erste Eindrücke aufgenommen hatte,
 



habe ich mich zu einer geplanten Lesung ("Area 51") aufgemacht und dort sogar einen Sitzplatz ergattert.
Aber leider war das eine Fehlentscheidung! So habe ich mich nach knapp 10 Minuten dort wieder verdrückt.

Als ich gerade auf dem Weg zur Blogger-Lounge war, um einen Kaffee zu trinken, bin ich quasi in Emily Bold "reingelaufen", die gerade ankam. Nach einem kurzen Plausch musste sie weiter, aber ich hatte erfahren, dass sie um 13.30 Uhr auf der Leseinsel Autoren interviewt wird. So blieb mir auch genügend Zeit, den geplanten Kaffee zu trinken.

Pünktlich zu 13.30 Uhr habe ich mich dann beim Interview von Emily Bold eingefunden.
Im Anschluss habe ich noch die Chance ergriffen und mir die Ausgabe der "selfpublisher" mit ihr auf dem Titelbild signieren zu lassen. Ich freue mich schon darauf, sie auf der LoveLetter Convention im Mai wieder zu treffen.

Auf meiner nächsten (geplanten) Veranstaltung "Sicher im Netz" habe ich viele Anregungen erhalten. Das hat sich wirklich gelohnt, obwohl Diverses aufgrund des Zeitrahmens nur kurz angerissen werden konnte.

Da sich das Wetter in der Zwischenzeit verschlechtert hatte
 

und ich um 19.00 Uhr in der Innenstadt zum Essen mit Karin (aka Buchgefieder) verabredet war, beschloss ich, nur noch meine Einladung zum Randomhouse blogntalk wahrzunehmen und dann durch das Wetterchaos zum Hotel zu fahren.


Ich war zum ersten Mal bei Blogntalk dabei. Es war jedoch anders organisiert, als ich auf Berichten der Vorjahre gesehen hatte. Es erinnerte mich ein wenig an die "Blind Dates" auf der LLC. Kennengelernt habe ich dort u.a. Daniel Wolf (bzw. Christoph Lode):

Die Rückfahrt mit der Straßenbahn war genauso ungemütlich wie die Hinfahrt, allerdings hatte ich einen Sitzplatz. Der endgültige Check-In im Hotel ging zügig und ich habe sogar ein Zimmer-Upgrade bekommen. Dann hieß es schnell auspacken, frisch machen, das Handy aufladen und wieder los ins Schneetreiben. Im "Brauhaus an der Thomaskirche" habe ich dann mit Karin nett geplaudert und den Tag bei einem Bier und einer Pizza ausklingen lassen.

Da es anscheinend die ganze Nacht weitergeschneit hatte, bot sich mir am Morgen beim Frühstück folgendes Bild:

Nach dem Gedränge in der Straßenbahn am Vortag wollte ich stattdessen mit der S-Bahn fahren, auch wenn der Fußweg am Messegelände ein wenig länger ist. Im Bahnhof angekommen wurden bereits viele Fernzüge als verspätet angezeigt. Aber am Bahnsteig stand eine S-Bahn, auf die ich dann schnellen Schrittes zueilte. Jedoch stand ein Bahnmitarbeiter davor, der den ankommenden Passagieren mitteilte, dass aktuell wegen einer eingefrorenen Weiche keine S-Bahnen zur Messe fahren können. Das hieß für mich wieder Straßenbahn. Der Andrang war noch größer als am Vortag und die Bahnen kamen bereits überfüllt an. So entschloss ich mich auf ein Taxi auszuweichen. Nur ... ich war nicht die Einzige, die diese Idee hatte. Am Bahnhof war weit und breit kein Taxi zu sehen. Am Taxistand warteten bereits zwei Damen ebenfalls auf ein Taxi. Wie sich herausstellte, wollten sie auch zur Buchmesse. Und so einigten wir uns darauf, uns das nächste auftauchende Taxi zu teilen. Bis es soweit war, hatte sich noch eine weitere Dame zu unserer "Fahrgemeinschaft" dazugesellt. Immerhin ging die Fahrt schneller als mit der Straßenbahn und dann hat uns noch die zuletzt dazugekommene Dame die Taxifahrt spendiert, da sie diese über Spesen abrechnen konnte.

So war ich trotz Wetterkapriolen rechtzeitig vor Ort, um meine erste geplante Veranstaltung aufsuchen zu können: meinen ersten Poetry-Slam!

 

Mein nächster Termin, ein Meet & Greet mit Kristina Günak ist leider ausgefallen, da sie auf der Bahnstrecke nach Leipzig gestrandet ist. Überhaupt mehrten sich die Infos, dass der Bahnverkehr von und nach Leipzig im Chaos versinkt. Dies machte mich natürlich auch unruhig, so dass ich nach der Blogger-Veranstaltung auf jeden Fall gehen wollte, um am Bahnhof in Erfahrung zu bringen, wie ich nach Hause komme.

Vorher stand jedoch eine Lesung von Susan Carner auf meinem Plan. Ich war etwas früher da und fand die davor stattfindende Lesung recht skurril (sowohl inhalts- als auch autorenmäßig). Nach der Lesung habe ich noch ein paar Worte mit Frau Carner gewechselt, dann musste ich mich jedoch auf den Weg zu meiner letzten Veranstaltung machen.

Der LovelyBooks-Lesertreff war eine sehr große Veranstaltung und da jeder registrierte Besucher gleich am Eingang eine Goodiebag erhielt, hat sich der Beginn ein wenig verzögert.
 

Auf dieser Veranstaltung sowie auch auf der Messe insgesamt habe ich einige Blogger gesehen, die ich erkannt habe; allerdings habe ich (im Gegensatz zur FBM) dieses Mal niemanden angesprochen.

Nach dem offiziellen Ende des Lesertreffs habe ich mich flugs auf den Rückweg gemacht, wobei ich gleich die Variante Taxi gewählt habe. Am Bahnhof angekommen gab es riesige Warteschlagen an den Info-Schaltern. Ich hatte jedoch Glück an einem kleinen mobilen Schalter, den viele nicht für voll genommen haben, die Info zu erhalten, dass mein Zug und andere davor wohl nicht fahren werden. Es sollte jedoch einen Schienenersatzverkehr mit Reisebussen nach Berlin erfolgen. Dieser sollte gegen 17.00 Uhr losgehen. Also bin ich schnell ins Hotel geflitzt, um meinen Koffer abzuholen, und zurück zum Bahnhof. Dort sammelte sich dann eine bunt gemischte Truppe, die alle nach Berlin wollten. Nachdem man uns innerhalb des Bahnhofs mehrfach hin und her geschickt hatte, kamen gegen 17.30 Uhr zwei Berliner Reisebusse an. Erschöpft bin ich dann gegen 20.00 Uhr in Berlin am Hauptbahnhof angekommen, wo mein Mann mich schon erwartete. (Auch wenn mein eigentlicher Zielbahnhof ein anderer war.)

Wir sind dann noch Essen gegangen und ich bin zuhause fast umgehend todmüde ins Bett gefallen.

Auch wenn das Wetter alles ein wenig verkompliziert hat, Spaß hat es dennoch gemacht. Ich hoffe nur, dass meine weiteren Buchveranstaltungen dieses Jahr problemloser ablaufen!

Mittwoch, 11. April 2018

The Ivy Years - Bevor wir fallen

... von Sarina Bowen (übersetzt von Ralf Schmitz) ist am 29.03.2018 als Paperback im LYX-Verlag erschienen, hat 311 Seiten und kostet EUR 12,90 bzw. EUR 9,99 als E-Book. Ich habe über die Lesejury das E-Book im Rahmen einer Leserunde als Vorabexemplar erhalten. Es handelt sich um den ersten Teil einer zweiteiligen Reihe.


Zum Inhalt:
Corey hat sich durch einen Sportunfall schwer verletzt und sitzt nun im Rollstuhl. Trotzdem hat sie sich gegen ihre Eltern durchgesetzt und geht auf's College. Gleich am ersten Tag begegnet sie Adam, der durch ein Gipsbein ebenfalls gehandicapt ist - zumindest vorübergehend. Die beiden verstehen sich auf Anhieb sehr gut - als Freunde ...

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin hat es mir leicht gemacht, in das Buch reinzukommen. Mir hat besonders gefallen, dass die Geschichte sowohl aus der Sicht von Corey, als auch aus der von Adam erzählt wird. So kann man als Leser manche Szenen aus zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
Die Protagonisten scheinen bis in die Nebenrollen Geheimnisse / Probleme mit sich herumzutragen, die im weiteren Verlauf mehr oder weniger aufgedeckt bzw. gelöst werden. 
Manche Begebenheiten empfand ich als zuviel und auch das Ende war doch sehr "weichgespült". Aber alles in allem eine nette Lektüre für "zwischendurch", die sich von ähnlichen Stories dadurch unterscheidet, dass die Hauptfigur im Rollstuhl sitzt. Allerdings werde ich den zweiten Teil nicht lesen.
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich daher eine 3.

Mittwoch, 4. April 2018

Für immer ist die längste Zeit

… von Abby Fabiaschi (übersetzt von Barbara Christ) ist am 21.03.2018 als Taschenbuch bei Krüger aus den Fischer Verlagen erschienen, hat 359 Seiten und kostet EUR 14,99 bzw. EUR 12,99 als E-Book. Ich habe vorab im Rahmen des Fischer-Leseclubs bei Lovelybooks ein Leseexemplar erhalten.

 
Zum Inhalt:

Maddy ist durch einen Sturz vom Dach der Bibliothek gestorben. Laut Ermittlungen der Polizei war es Selbstmord. Zurück bleiben völlig ratlos ihr Mann Brady und ihre Tochter Eve, die beide nicht verstehen können, warum. Auch fehlt ihnen im täglichen Leben die Ehefrau und Mutter, die den Alltag und das Zwischenmenschliche geregelt hat. Allerdings ist Maddy noch nicht im „Jenseits“ angekommen, sondern versucht aus einer „Zwischenwelt“ heraus, Einfluss auf ihre Liebsten auszuüben.
Eine Leseprobe findet Ihr auf der Buchseite des Verlages.
 
Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir wirklich gut. Ich mag es sehr, wenn manche Details auf den Buchcovern leicht erhaben gedruckt sind, wie das auch hier der Fall ist. Auch die Farbwahl in den helleren Tönen spricht mich an. Allerdings deutet es m.E. eher auf  einen Liebesroman hin, was ja nicht der Fall ist. 
In der Geschichte geht es im Wesentlichen darum, zu ergründen, warum Maddy gestorben ist; um den Umgang von Brady und Eve mit ihrer Trauer sowie ihren Schuldgefühlen, und um die komplizierten Beziehungen in Familien generell. 
Um die Gedanken und Empfindungen der Beteiligten besser abzugrenzen, wird die Geschichte immer abwechselnd aus der Sicht von Maddy, Brady und Eve erzählt. Das hat mir sehr gut gefallen. So kann man als Leser auch sehr gut die Entwicklung von Brady und Eve im weiteren Verlauf nachvollziehen. 
Manchmal ist mir diese „Zwischenwelt“, in der Maddy sich befindet, ein wenig gegen den Strich gegangen. Auch das Ende war mir ein bißchen zu sehr „heile Welt“. Nichtsdestotrotz ist es ein Buch, was zum Nachdenken über eigene (Familien-)Beziehungen anregt, und daher auch eine Leseempfehlung von mir.

Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine 2.