05 August 2026

Tutto bene

• Autor*in: Laura Wagner
• Verlag: DUMONT
• Erscheinungsdatum: 14.07.2026
• Format: Hardcover
• Seiten: 288
• Preis: EUR 24,00

Ich habe das Buch vorab als Rezensionsexemplar über den Verlag erhalten; daher [WERBUNG].
Zum Inhalt verweise ich auf den Klappentext:
Mars, Snickers, Happy Cherries – wenn Emma die Späti-Regale aufstockt, sieht sie nur eins: Kalorien. Ihr Studium hat sie abgebrochen, genauso wie den Kontakt zu ihrem Vater, der vermutlich irgendwo auf einer Parkbank seinen letzten Rausch ausschläft. Und auch Emma steht kaum einen Abend ohne Müller-Thurgau durch, die Tasse unter dem Tresen hilft ihr beim Vergessen. Ist doch tutto bene, oder? Nicht. Aber dann ist da plötzlich Ingrid: fünfzehn, rotzfrech und seit Neuestem Schülerpraktikantin im Späti. Nicht nur Udo, der einzig für Schokolade und Energydrinks hinter seinem Gaming-Computer hervorkriecht, mag die neunmalkluge Teenagerin auf Anhieb. Auch Emma lässt Ingrid bald unbedacht in ihr Herz. Unbedacht, denn jetzt muss sie ihre Probleme wirklich angehen – und die steigern sich exponentiell, als sie den Matrosen, der eigentlich Leo heißt, kennenlernt. Er will das, was sie seit Jahren scheut: eine Beziehung, mit allem, was dazugehört. Doch Emma wagt ja noch nicht mal, sich ein Tattoo stechen zu lassen, wie soll sie sich da zu so etwas Großem committen? Sich jemandem auch nur einen Spaltbreit zu öffnen, ist schon schwer genug.


Meine Meinung:

• Das Cover hebt sich gut vom Mainstream ab. Es ist schlicht und trotzdem ein Hingucker. Fast hätte ich das lila Lesebändchen übersehen, welches prima zum Cover passt.

• Ich habe selten ein Buch mit so einem realistischen Erzählrhythmus gelesen. Ich war von Anfang an sofort mitten dabei und habe alles sehr bildlich vor mir gesehen.

• Die Figuren sind äußerst detailliert und lebensecht beschrieben. Sie sind durchweg unvollkommen, wissen das aber selbst. Ich mochte sie einfach alle.

• Ich gehe davon aus, dass die Autorin eine überaus gute Beobachtungsgabe hat. Darüber hinaus hat sie es auch verstanden, all diese Kleinigkeiten zu einer komplexen und unterhaltsamen Geschichte zu verweben.

• Die Originalität der Story speist sich hier aus der Normalität und hat mich gerade deshalb berührt.

• Folgende Stelle hat mir aus der Seele gesprochen:
„… Kleinkinder nicht mitgezählt. Dabei müsste man die aufgrund ihrer Lautstärke doppelt rechnen. ...“

• FAZIT: ein gelungener Debütroman über das Leben, die Liebe und die Freundschaft, der noch lange nachhallen wird – eine Leseempfehlung!

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