07 Oktober 2026

Nicht ein Wort

• Autor*in: Brad Parks
• Übersetzung: Irene Eisenhut
• Verlag: Fischer
• Erscheinungsdatum: 22.02.2018
• Format: Paperback
• Seiten: 496
• Preis: EUR 14,99

Nachdem ich 2018 im Büchermagazin auf das Buch aufmerksam wurde, habe ich es mir 2020 schließlich gebraucht gekauft. Allerdings ist es dann bis dato in meinem SuB versauert.
Zum Inhalt verweise ich auf den Klappentext:
Es hätte ein normaler Mittwochnachmittag werden sollen, an dem Bundesrichter Scott Sampson seine beiden Kinder Sam und Emma zum Schwimmen begleiten würde. Doch dann erreicht ihn eine SMS seiner Frau, die besagt, dass sie die beiden von der Schule abholt.
Als Alison später nach Hause kommt, sind die Kinder nicht bei ihr. Und sie hat auch keine SMS geschrieben.
Stattdessen klingelt das Telefon. „Ihre Kinder sind in unserer Gewalt!“ sagt eine Stimme. Wenn Scott sie wiedersehen will, hat er genaue Instruktionen in einem Drogenfall zu befolgen, der am nächsten Tag verhandelt werden soll.
Plötzlich steht das Schicksal seiner gesamten Familie auf dem Spiel, und Scott Sampson muss die schwerste Entscheidung seines Lebens treffen: Wird er Recht sprechen oder seine Familie retten?
Ein unglaublich aufwühlender und intensiver Thriller, der jedem Leser unter die Haut geht.



Meine Meinung:

• Das Cover erinnert mich doch sehr an die Bücher von Harlan Coben.

• Die Handlung wird überwiegend aus der Sicht von Richter Sampson erzählt. So bekommen die Leser auch nur seine Gedanken, Vermutungen und Schlussfolgerungen mit. Die kleinen Momente, in denen man etwas über den Täter erfährt, werden dagegen von einem neutralen Beobachter erzählt. Diesen Ansatz fand ich durchaus spannend.

• Die Grundidee des Buches fand ich interessant und sie hat mich zunächst auch neugierig gemacht. Es gab mehrere Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Gerade diese haben mich immer wieder bei der Stange gehalten und dafür gesorgt, dass ich wissen wollte, wie alles zusammenhängt. Allerdings konnte mich das Ende nicht wirklich überzeugen.

• Leider hatte das Buch aber auch deutliche Längen. Schon ungefähr ab dem ersten Drittel sind mir die teilweise sehr ausführlichen Erklärungen zum amerikanischen Gerichtswesen aufgefallen. Später kamen noch längere Ausführungen zu politischen Themen dazu. Das war mir irgendwann einfach zu viel und hat den Lesefluss ziemlich gebremst. Deshalb habe ich immer öfter mehrere Seiten nur überflogen. Abgebrochen habe ich trotzdem nicht, weil mich die Auflösung interessiert hat.

• Folgende interessante Stelle möchte ich noch zitieren:
„… Offensichtlich kannte sie jenen Teil der Wald-und-Wiesen-Psychologie, der besagte, dass Menschen mit einem großen, offenen Raum im Hintergrund mächtiger erschienen als Menschen, die vor einer Wand saßen. ...“

• FAZIT: Ich bin etwas zwiegespalten. Die überraschenden Wendungen haben mir gefallen, aber die vielen langatmigen Passagen haben mir das Lesen zunehmend schwer gemacht. Ich kann somit keine eindeutige Leseempfehlung aussprechen.

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