Dienstag, 20. Dezember 2016

Gestorben wird immer

… von Alexandra Fröhlich ist am 11.10.2016 als Taschenbuch im Penguin-Verlag erschienen, hat 333 Seiten und kostet EUR 13,--. Ich habe das Buch über das Randomhouse Bloggerportal erhalten.

 
Zum Inhalt:

Agnes ist mit ihren 91 Jahren noch immer die Chefin des Steinmetzbetriebes Weisgut & Söhne und bestimmt außerdem die Geschicke der Familie. Doch nun hat sie genug. Bevor sie sich zurückzieht, hat sie den Familienmitgliedern jedoch noch einiges aus der Vergangenheit mitzuteilen. Also beauftragt sie ihre Enkelin Birte alle zusammenzutrommeln.
Eine Leseprobe findet Ihr H I E R .

 
Meine Meinung:
Hier handelt es sich um eine wunderbare Familiengeschichte, die auf drei Zeitebenen erzählt wird. Da ist zum einen die Jugendzeit von Agnes, die in Ostpreußen zu Deutschlands dunkelster Vergangenheit spielt. Zum anderen wird aus Birtes Kindheit in den 1980er Jahren berichtet. Und natürlich handelt die Story auch in der Gegenwart. 
Alle drei Erzählstränge werden abwechselnd dargestellt – das hilft die Zusammenhänge und Entwicklungen besser zu verstehen. 
Mein Lieblingspart war Agnes Jugendzeit sowie ihr Leben als junge Erwachsene. Ich denke, das liegt nicht (nur) daran, dass meine Oma aus Ostpreußen kam und ich gern mehr von damals gewusst hätte. Geschichten aus dieser Zeit sprechen mich meist auf eine ganz eigene Art an. So habe ich seit meiner Kindheit schon mehrfach die „Nesthäkchen“-Reihe von Else Ury gelesen. Immer mit großem Vergnügen. Auch „Honigtot“ von Hanni Münzer geht in diese Richtung. Und genau dort wie auch in diesem Buch hier zeigt sich, was in der damaligen Zeit nötig war, um zu überleben … nämlich starke Frauen. 
Kurzum ein Buch, das mich für eine kleine Zeitreise gefangen genommen hat – und eine Leseempfehlung!

Daher vergebe ich auf meiner Schulnoten-Skala die 1.

Kommentare:

  1. Ich habe das Buch zu Weihnachten an eine 80jährige Dame verschenkt. Auch sie war restlos begeistert, konnte sie doch vieles aus eigener Anschauung nachvollziehen.

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    1. Das kann ich mir gut vorstellen. Wenn meine Oma noch leben würde, die auch aus Ostpreußen stammte, ginge es ihr sicher genauso.

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