Sonntag, 26. März 2017

Die Leipziger Buchmesse

... habe ich am Freitag für einen Tag besucht und hier kommt Teil 1 meines Berichts darüber:

Ich bin ja mit einem "Sonderzug" gefahren, der neben dem normalen Fahrplan extra wegen der Messe eingesetzt wurde. Er kam aus Hamburg und war pünktlich. Auf dem Bahnsteig fiel meinem Mann auf, dass fast nur Frauen warteten. Dieses "Phänomen" stellt er auch jedes Mal fest, wenn er mich von der LLC abholt - es sind anscheinend überwiegend Frauen, die Bücher lesen!

So ist uns auch eine Dame aufgefallen, die ein wenig "ungewöhnlich" gekleidet war: auf den ersten Blick ein sommerlicher Rock und Sandalen. Bei genauerem Hinschauen bemerkte ich allerdings, dass sie wohl zur "Manga-Comic-Con" unterwegs war, denn der hellblaue Rock war mit lauter "Prinzessinnen" bedruckt und ihre Haare, die sie zu einem Knoten gesteckt hatte, waren mit einer Art Diadem geschmückt. Jedoch passte das Ganze für meinen Geschmack definitiv nicht zu ihrem Alter!

Da diese Zugverbindung mit einem IC durchgeführt wurde, gab es kein WLAN im Zug und bei der Fahrt "durchs platte Land" war eine Netzverbindung auch kaum bis gar nicht vorhanden. So konnte ich mir die Landschaft anschauen
und mir ein paar Notizen über meine Mitreisenden machen ;-)

Das Abteil war -entgegen der Sitzplatzvorschau- nicht voll belegt. Als ich in mein Abteil kam, räumte da gerade eine Dame (ca. Mitte 60) rum und wollte sich auf meinem reservierten Fensterplatz niederlassen. Nach meinem freundlichen Hinweis, dass ich diesen Platz reserviert hätte, sammelte sie ihre Sachen wieder ein und verließ das Abteil. Nur um kurz darauf zurückzukommen mit der Anmerkung "Es ist ja so viel reserviert, selbst in der 1. Klasse.". Dann ließ sie sich auf dem Platz mir gegenüber nieder.
Kurz darauf betrat ein älterer Herr (ca. Mitte 70) das Abteil und hatte anscheinend den Platz am Gang in meiner Reihe reserviert. Der Mittelplatz blieb leer, so konnten wir beide unsere Taschen dort deponieren. Er trug ein Tweed-Sakko, darunter Hemd und Pullover und wirkte ein wenig wie ein Lehrer oder Professor. Ungewöhnlich war allerdings die Tasche, die er dabei hatte: eine Umhängetasche, eine Art Beutel aus Gobelinstoff mit Blumenmuster.
Last but not least kam noch eine junge Frau (ca. Mitte 20) in das Abteil und belegte den Sitz gegenüber dem Herrn. Sie zog recht schnell die Schuhe aus, nahm die Füße hoch auf den Sitz und wickelte sich in eine Decke. Beim Studium des Programms der LBM hörte sie Musik übers Handy und futterte, zunächst Reiskekse und dann Pistazien.
In Delitzsch gab es einen kurzen Zwischenhalt, um einen zweiten Zugführer aufzunehmen. Danach haben meine Mitreisenden alle geschlafen.

Am Bahnhof Leipzig-Messe angekommen leerte sich der Zug merklich. Verlaufen konnte ich mich nicht, da alles in Richtung Messe strömte. Es war schön sonnig mit einem leichten Wind.
Angekommen hätte ich fast den Eingang zum Pressezentrum verpasst, aber dann konnte ich flugs meine Akkreditierung freischalten lassen. Im Gegensatz zu den "normalen" Eingängen ging die Taschen-Sicherheitskontrolle hier sehr schnell und schon "war ich drin".
Da die erste Veranstaltung, die ich definitiv besuchen wollte "Blogster Blogger - Recht für Buchblogger" um 12.00 Uhr in Halle 5 stattfand, sah mein Plan vor, zunächst alle meine geplanten Stände in Halle 2 und 4 "abzuarbeiten" und rechtzeitig in Halle 5 anzukommen. Vorgewarnt durch meinen Besuch in 2014 am Samstag habe ich mein "Programm" schnellen Schrittes gestartet. Allerdings stellte ich bald fest, dass es längst nicht so voll war wie samstags und ich mir mehr Zeit lassen konnte.
 






In Halle 2 wollte ich zum Verlag Thienemann-Esslinger, wo man sich gegen Abgabe einer Visitenkarte einen Blogplaner abholen konnte, den ich schon bei anderen Bloggern gesehen hatte.
Das habe ich auch getan. Ich habe allerdings erst zuhause festgestellt, dass dieser Verlag nur Kinder- und Jugendbücher herausgibt.

Dann war ich beim Verlag Ars Edition, die u.a. immer sehr schöne Notizbücher zu bestimmten Themen herausgeben. Mich hat dort zu einiges angesprochen, aber ich habe mich dann doch gegen einen Erwerb entschieden, da ich nicht so viel mit mir rumschleppen wollte, denn der Tag war ja noch lang. Allerdings habe ich jetzt einiges "in natura" gesehen, was ich mir vielleicht online bestelle.

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