15 Februar 2016

Winterkartoffelknödel

… mit dem Untertitel „Ein Provinzkrimi“ von Rita Falk habe ich im Dezember kostenlos als E-Book von web.de erhalten. Es ist 2012 bei dtv digital erschienen und kostet EUR 7,99.

 
Zum Inhalt:
Es ist der erste Fall für den Eberhofer Franz in seinem Heimatdorf, nachdem er aus München zwangsweise zurückversetzt wurde. Er wohnt mit seinem Hund Ludwig jetzt bei seinem Vater und seiner schwerhörigen Oma. Seine beschaulichen Streifgänge enden meist in der Dorfkneipe bei einem Bier. Aufregend wird sein Tagesablauf erst, als ihm auffällt, dass fast alle Mitglieder der Neuhofer-Familie unter sehr merkwürdigen Umständen gestorben sind, und er sich die Hintergründe näher betrachten will.

Meine Meinung:
Ein gelungener Auftakt zu einer Reihe aus der bayerischen Provinz. Die teilweise doch recht verschrobenen Personen sind überaus liebevoll beschrieben und die niederbayerischen Lebensumstände werden dem Leser auf erfrischende Weise nahegebracht. Trotz der eingestreuten Szenen im Dialekt liest sich das Buch sehr flüssig und äußerst amüsant. Allerdings geht die „Kriminalgeschichte“ aufgrund der Turbulenzen im Umfeld von Franz fast unter. 
Kurzum: Eine lockere Story, die auch oder gerade Nicht-Bayern gefallen wird.

Auf meiner Schulnoten-Skala gut es eine 3.

09 Februar 2016

Die Flut

… von Arno Strobel ist am 21.01.2016 als Taschenbuch im Fischer-Verlag erschienen, hat 361 Seiten und kostet EUR 9,99. Obwohl ich eigentlich meinen SuB abbauen will, konnte ich nach der Leseprobe nicht widerstehen und musste mir das Buch kaufen!

 
Zum Inhalt:

Auf der Nordseeinsel Amrum geschieht ein grausamer Mord: Eine Frau wurde bis zum Hals im Wattenmeer eingegraben und ist in der Flut ertrunken. Ihren Freund hatte man ganz in der Nähe sitzend an einen Holzpfahl gefesselt, sodass er dem qualvollen Sterben zusehen musste.

Die Inselbevölkerung und die im November wenigen Feriengäste sind entsetzt. Es wird eine Sonderkommission aus Flensburg eingesetzt, die für Aufklärung sorgen soll.
Da passiert der zweite Mord …

Meine Meinung:
Es ist wieder unglaublich, wie gut es der Autor versteht, von Anfang an Spannung aufzubauen, die durchgängig anhält. Auch ganz banale Situationen bekommen einen beklemmenden Touch.  
Geschickt springt die Story zwischen dem „normalen“ Geschehen und den Gedankengängen des Täters hin und her. Gleichzeitig werden immer wieder neue Fährten ausgelegt, die den Leser hinsichtlich des Täters ratlos machen. 
Die Auflösung kam für mich wieder völlig überraschend, wie auch schon in den vorherigen Büchern von Arno Strobel, die ich gelesen habe. Er ist wirklich ein Meister des Psychothrillers und kommt ohne übermäßig viel Blut aus. 
Eine klare Leseempfehlung; nicht umsonst habe ich das Buch in quasi einem Tag ausgelesen!
Natürlich kann es auf meiner Schulnoten-Skala nur eine 1 geben!

04 Februar 2016

Die Frau, die Männer mochte

… ist am 08.09.2015 im Diana Verlag als Taschenbuch erschienen, hat 367 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe es als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten.

 
Zum Inhalt:
Kommissar Rolf Wegener wird von seinem Chef zu den Ermittlungen in einem brisanten Todesfall eingeteilt. Die Inhaberin des beliebten Restaurants „Waldschlösschen“, Marisa Behrend, wurde tot aufgefunden. Da sowohl das Restaurant, als auch seine Besitzerin bei diversen Honoratioren der Gegend sehr beliebt waren, soll es kein Aufsehen geben. Jedoch lässt der Tatort die Diagnose eines natürlichen Todes nicht zu. Im Laufe der Ermittlungen verliert der Kommissar die klare Linie immer mehr, bedingt durch die Probleme seines Privatlebens.
HIER  geht es zur Leseprobe!

Meine Meinung:
Nach Klappentext und Leseprobe hatte ich den Verlauf, den die Geschichte nimmt, so nicht erwartet. Nichtsdestotrotz ist die Story in sich schlüssig geschrieben. Die Entwicklung, die die Hauptfigur durchmacht, wird mittels Rückblenden und Gedankengängen plausibel dargestellt. Allerdings empfand ich genau diese Gedankengänge teilweise als sehr lähmend und der Spannung abträglich. 
Alles in allem ein solider Roman mit einer unerwarteten Entwicklung, der mich jedoch leider nicht packen konnte.

Ich kann daher auf meiner Schulnoten-Skala "nur" eine 3 vergeben.

01 Februar 2016

Das 10-Minuten-Projekt

… von Chiara Gamberale ist als Hardcover im Oktober 2015 im Berlin-Verlag erschienen, hat 205 Seiten und kostet EUR 16,--.

Ich habe das Buch im Rahmen einer ungewöhnlichen Leserunde auf Lovelybooks gewonnen. Ungewöhnlich deshalb, weil analog der Story einen Monat lang jeden Tag nur ein Kapitel gelesen werden sollte und außerdem versucht werden sollte, die in jedem Kapitel durch die Protagonistin erfüllten Aufgaben auch selbst durchzuführen.


Zum Inhalt:
Chiara hat fast ihr gesamtes Leben lang in einem kleinen Vorort von Rom gelebt, zuerst mit ihren Eltern und später mit ihrem Ehemann. Dieser überredet sie dazu, nach Rom zu ziehen. Als er sie kurz darauf verlässt, um eine „Ehe-Auszeit“ zu nehmen, und sie zudem noch ihren Job verliert, wird Chiara völlig aus der Bahn geworfen. In Rom fühlt sie sich nicht heimisch und die Einsamkeit ist schwer für sie zu ertragen. Ihre Psychiaterin schlägt Chiara daher ein „Spiel“ vor: Für einen Monat lang soll Chiara an jedem Tag 10 Minuten lang etwas tun, was sie bisher noch nie getan hat. Chiara versteht nicht, wie ihr das helfen soll, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, aber sie lässt sich darauf ein.

Meine Meinung:
Als das Buch bei mir ankam, ist mir gleich die liebevolle Gestaltung aufgefallen: der weiße Schutzumschlag ist mit buntem Konfetti übersät und der Buchtitel ein wenig erhaben gedruckt. Das Buch selbst ist pinkfarben und hat ein Lesebändchen. 
Die Geschichte an sich ist schnell erzählt. Es geht darum, wie schwer sich Chiara tut, um mit der Trennung von ihrem Mann klar zu kommen, und wie sie versucht, ein eigenständiges Leben zu führen. Das alles ist aufgeteilt in teilweise sehr kurze Kapitel, die jeweils einen Tag und eine Aufgabe widerspiegeln. Manche Aufgaben sind interessant, manche unspektakulär. 
Die Schreibweise ist klar und so kann man als Leser Chiaras manchmal ein wenig wirrer Gedankenwelt gut folgen. Leider lässt sie sich sehr „in ihrem Elend“ fallen, sodass man sie gern von Zeit zu Zeit schütteln würde. 
Gut gefallen haben mir die Beschreibungen Roms und mancher italienischer „Eigenarten“. Die Umsetzung der Grundidee des Buches war in Ordnung, aber mehr auch nicht. 
Diese „andere“ Leserunde hat im Austausch mit den weiteren Teilnehmern Spaß gemacht, war aber dem Lesefluß abträglich. 
Für mich hat die Story leider nicht ganz das gehalten, was das schöne Buch versprochen hat.

Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 3-.

30 Januar 2016

Neue Bücher im Januar

... sind zunächst zwei neu bei mir eingezogen. Ich war also recht eisern!

Gleich Anfang des Monats kam ein Buch bei mir an, mit dem ich gar nicht mehr gerechnet hatte. Ich hatte mich Anfang Dezember beim Randomhouse Bloggerportal darum beworben, dann jedoch nichts mehr gehört.

Am letzten Mittwoch ist dann das erste Buch aus dem Jahres-Abo vom Berlin Verlag bei mir eingetrudelt.

Ganz kurz vor Monatsende, genauer gesagt am 28., habe ich dann doch nicht widerstehen können und ein Buch meiner Wunschliste erworben:



Somit sind auf meiner Wunschliste im Januar folgende drei Bücher verblieben:

26 Januar 2016

Das bisschen Sünde

… von Anke Greifeneder ist am 16.03.2015 als Taschenbuch im Blanvalet Verlag erschienen, hat 318 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe es als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten.

                            
Zum Inhalt:

Annie hat einen tollen Job, zwei Katzen und will nach der Trennung von ihrem Freund von Männern eigentlich zunächst nichts mehr wissen. Dann trifft sie aus heiterem Himmel den Schwarm ihrer Schulzeit wieder und er sieht noch immer unwiderstehlich aus. Annie verliebt sich erneut in ihn, obwohl sie genau das vermeiden wollte. Doch er ist genauso ein Ekel wie zur Schulzeit. Hilft ihr eine Auszeit im Kloster?
Eine Leseprobe findet Ihr H I E R .

Meine Meinung:
Ja, es ist ein Frauenbuch, und ja, es ist keine weltbewegende Geschichte; aber selten habe ich mich beim Lesen so wohl gefühlt. 
Die Autorin schafft es, dass man als sich an die eigene Teenager-Schulzeit zurückerinnert. Viele der beschriebenen Personen hat man in der einen oder anderen Weise auch gekannt. Das Ganze wird dann noch „garniert“ mit ein paar wirklich skurrilen Typen sowie einigen Lebensweisheiten. Der Schreibstil ist lebensnah und gleitet nie ins Kitschige ab. Obwohl die Story anders ist, hat mich das Buch beim Lesen sehr an den Film „Harry und Sally“ erinnert, der zu meinen Top 3 der Liebesfilme gehört. 
Kurzum, ein Buch, das einfach Spaß macht und das ich bereits weiterempfohlen habe.

Auf meiner Schulnoten-Skala kann es nur eine 1 geben!

22 Januar 2016

20 Januar 2016

Bluttänzer

… von Eva Fürst ist am 18.08.2014 als Taschenbuch bei Blanvalet erschienen, hat 415 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten.

 
Zum Inhalt:

In einem kleinen Ort im Erzgebirge wird mitten auf dem Marktplatz eine tote, nackte Frau in Kreuzigungspose aufgefunden.  Nach einer weiteren derartigen Leiche an anderer Stelle scheint die Kriminalpolizei nicht voranzukommen. Daher macht sich die Rechtsmedizinerin Maja Heuberger gemeinsam mit einem Freund so ihre eigenen Gedanken. Doch durch diese privaten Ermittlungen kommt sie dem Täter näher als sie erwartet …
Eine Leseprobe findet Ihr H I E R .

Meine Meinung:
Ein richtig guter Thriller, der sehr blutig ist, aber dabei nie eklig. Der die Spannung u.a. dadurch permanent aufrechterhält, dass auch immer wieder aus der Perspektive des Täters erzählt wird. Der zum Miträtseln einlädt, aber gleichzeitig falsche Fährten legt. 
Detailreiche Schilderungen sowohl der handelnden Personen, der Gedankengänge des Täters sowie der Ermittlungen helfen dem Leser entsprechende Bilder vor seinem inneren Auge zu entwerfen, lassen jedoch genügend Raum für die eigene Phantasie. 
Dadurch dass die Arbeit von Maja Heuberger großen Raum einnimmt, kommen auch Fans von Serien wie „CSI“ etc. auf ihre Kosten. 
Insgesamt ist der Autorin ein äußerst gelungener Auftakt für die Reihe um die Rechtsmedizinerin Maja Heuberger gelungen. Ich werde sicher den Nachfolger lesen und bin gespannt, ob sich die aufgebauten Erwartungen erfüllen.

Auf meiner Schulnoten-Skala kann ich guten Gewissens eine 1 vergeben.

18 Januar 2016

Endlich daheim

… von Regina Nössler ist im Herbst 2015 als Taschenbuch im konkursbuch Verlag Claudia Gehrke erschienen, hat 316 Seiten und kostet EUR 10,90. Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks erhalten.

 
Zum Inhalt:

Als die 13jährige Kim aus der Schule nach Hause kommt, passt ihr Schlüssel nicht mehr in die Haustür und auch auf dem Klingelschild stehen fremde Namen. Kim ist verwirrt: Träumt sie das Ganze nur? Ist etwas Schreckliches passiert? Als Kim schließlich dort klingelt, wo eigentlich ihr Name stehen müsste, meldet sich eine sehr unfreundliche, fremde Stimme und verbittet sich derartige „Klingelstreiche“. Ihre Mutter ist geschäftlich unterwegs und wird erst am Abend zurückkommen, ihre Tante ist auch verreist – was nun? Und so beginnt für Kim eine Odyssee durch das nächtliche Berlin.

Meine Meinung:

Ich hatte mich für die Leserunde beworben, da ich ein absoluter Thriller-Fan bin / es mag, wenn diese aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben sind / ich die Aufteilung der Kapitel nach Tagen oder Uhrzeiten in Thrillern als zusätzliches Spannungsmoment empfinde und natürlich weil ich als Berlinerin "kontrollieren" wollte, ob die Handlungsorte echt oder fiktiv sind. 
Ich bin nicht gut in das Buch „hinein gekommen“, der Erzählstil erschien mir irgendwie wirr und es gab einige heftige Handlungssprünge, die mir den Lesefluss erschwert haben. Zur Mitte des Buches hin, konnte ich den Gedankengängen der Hauptprotagonistin besser folgen. Allerdings habe ich mich gefragt, handelt es sich wirklich um einen Thriller oder fällt das Ganze doch mehr in die Kategorie Mystery? Wie sich dann rausgestellt hat, gibt es für alle Ansätze, die mir „mysterisch“ vorkamen, logische Erklärungen.  
Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt: 
  • Die verschiedenen Sichtweisen haben in diesem Fall eher den Lesefluss gestört, als ein weiteres Spannungselement zu sein.
  • Die Kapitelaufteilung nach Uhrzeiten erwies sich als nebensächlich. 
  • Lediglich die Beschreibungen der Berliner Handlungsorte waren sehr treffend.
Nach den sehr ausführlich beschriebenen Anfangskapiteln kam mir das aufklärende Ende recht überstürzt vor.

Kurzum: Das Buch konnte mich nicht überzeugen. Daher gibt es auf meiner Schulnoten-Skala auch nur eine 4.

17 Januar 2016

Wie angekündigt

... habe ich mir ein paar Gedanken über eine Struktur in meinem Blog gemacht und bin dabei zunächst auf folgendes gekommen:
  • Ich werde künftig ein bis zwei Rezensionen die Woche einstellen.
  • Jeweils zum Monatsende werde ich einen "Neue Bücher - Post" schreiben und die Challenge-Seiten aktualisieren.
  • Über Produkttests werde ich bei Bedarf posten.
  • Andere buchbezogene Posts, wie z.B. über die LLC 2016 etc., werde ich ganz nach Lust und Laune einstreuen.
  • Unter "Dies und Das" gibt es immer den Freitagsfüller sowie am Sonntag oder Montag den Wochenrückblick.
  • Weitere persönliche Posts über Urlaube, Unternehmungen, Essen etc. werden dazwischen gestreut.
Das ist mein grober "Fahrplan", den ich im Verlauf des Jahres immer wieder auf die Tauglichkeit überprüfen werde.

Außerdem will ich in diesem Jahr versuchen, bei den Blogs, denen ich folge, nicht mehr nur "stiller Leser" zu sein, sondern auch mehr zu kommentieren - denn schließlich dient das Ganze ja dem Austausch!