18 November 2017

Ich bin die Nacht

… von Ethan Cross ist der Auftakt zur Ackerman- oder auch Shepherd-Reihe. Das Taschenbuch ist am 20.12.2013 bei Bastei Lübbe erschienen, hat 395 Seiten und kostet EUR 10,90; als E-Book kostet es EUR 8,99. Ich habe das Buch im Juni über die Lesejury im Rahmen einer „Schnell-Leserunde“ erhalten, konnte es dann aber leider nicht wie geplant lesen und rezensieren.

 
Zum Inhalt:
Francis Ackerman jr. ist ein besonders perfider Serienkiller, der seine Opfer meist zu einem „Spiel“ herausfordert und sie so im Glauben lässt, sie hätten eine Chance auf’s Überleben.

Eine Leseprobe gibt es auf der Verlags-Webseite.

Meine Meinung:
Schon die Aufmachung des Buches ist ein Hingucker: ganz in schwarz gehalten und auf der Titelseite sind die Buchstaben leicht erhaben gedruckt. Der Buchschnitt ist auch überwiegend schwarz und rund um das Buch sind Titel und Autor in weiß zu lesen. 
Die Geschichte hat mich gleich im ersten Kapitel gefangen genommen, denn sie ist extrem spannend erzählt und wartet mit einigen Überraschungseffekten auf. Das zweite Kapitel erscheint auf den ersten Blick aus dem Zusammenhang gerissen zu sein, aber im weiteren Verlauf werden die verschiedenen Erzählstränge mehr und mehr miteinander verknüpft. 
Obwohl die Morde auf eine teils sehr gruselige Weise verübt werden, lassen manche Bemerkungen sowie die Überlegungen von Ackerman erkennen, dass es sich um einen durchaus intelligenten Täter handelt. 
Je weiter ich in das Buch vorgedrungen bin, desto mehr baute sich bei mir eine Anspannung auf, so dass ich beschloss, auf keinen Fall kurz vor dem Schlafengehen weiterzulesen. 
Auch wenn ich mit den Lösungsansätzen des Buches nicht ganz einverstanden bin, es ist mir zu „amerikanisch unrealistisch“, handelt es sich hier um einen echten Pageturner, den ich weiterempfehlen kann. Ich selbst denke darüber nach, zumindest den zweiten Band auch noch zu lesen.

Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich daher eine 2+.

13 November 2017

An der Ostsee sagt man nicht Amore

… von Katharina Jensen ist am 10.04.2017 als Taschenbuch bei Heyne erschienen, hat 318 Seiten und kostet EUR 9,99. Ich habe das Buch im Mai als Rezensionsexemplar erhalten, aber bin dann einfach nicht dazu gekommen, die Rezension auch zeitnah zu schreiben.

 
Zum Inhalt:

Als Anne am Tag ihrer Hochzeit mit Fabio ein Geheimnis entdeckt, welches er ihr verschwiegen hat, macht sie sich Hals über Kopf in ihrem kleinen Mini aus dem Staub – und zwar in ihrem Brautkleid. Sie will einfach nur weg von Fabio und weg aus Berlin. Und so entschließt sie sich, zu ihren Eltern nach Rügen zu fahren. Dort angekommen verlässt sie jedoch der Mut: wie soll sie ihren Eltern das erklären? Also fährt sie weiter bis zum Strand. Dort sitzt sie dann im Brautkleid, blickt in den Abendhimmel und gibt sich ihrem Elend hin. Als sie am nächsten Morgen erwacht, sieht sie nicht nur fürchterlich aus, sondern zu allem Unglück springt ihr Auto nicht mehr an. Der von seiner morgendlichen Arbeit zurückkehrende Fischer erscheint ihr daher wie ein Wink des Schicksals. Als sie ihn anspricht stellt sie fest, dass es sich um einen Jugendfreund handelt, den sie mal hat abblitzen lassen.
Zu einer Leseprobe geht es hier.

Meine Meinung:
Aufmerksam auf das Buch bin ich über eine Leseprobe geworden: und wieder eine Braut auf der Flucht. Das hat mich an „Crazy Sexy Love“ erinnert, allerdings mit der Handlung in bekannten Gefilden. Ich empfinde es so, dass Geschichten, die in einer mir bekannten Gegend spielen, irgendwie „realer“ sind, und darum lese ich sie recht gern. 
Die Charaktere sind wirklich sehr schön herausgearbeitet und ich konnte sie bildhaft vor mir sehen: 
  • Fabio, den temperamentvollen Italiener, der einen schon mit seiner Sprache und seinem italienischen Macho-Charme einwickelt
  • Fritz, den Fischer von der Ostsee, spröde und wortkarg, aber direkt und verlässlich
  • Anne, die zunächst in Selbstmitleid versinkt, aber dann beginnt, ihr Leben kritisch zu reflektieren
Die Story an sich ist zwar in gewisser Weise vorhersehbar, aber es gibt dennoch die eine oder andere kleine unerwartete Wendung. Ein großes Plus für mich war auch das gut eingearbeitete Lokalkolorit. Allerdings hätte ich die Hauptfigur, Anne, für manche ihrer Handlungen schütteln können, um sie zur Vernunft zu bringen. 
Kurzum habe ich hier einen leichten, unterhaltsamen „Liebesroman“ gefunden, den ich guten Gewissens weiterempfehlen kann.

Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es daher eine 3.

06 November 2017

Vor drei Wochen

... war ich auf der Frankfurter Buchmesse und erst jetzt komme ich dazu, meine Berichte zu schreiben. *Asche auf mein Haupt*

Beginne ich also mit meinem Fazit, dass
  • es mir sehr gefallen hat,
  • ich von den vielen Eindrücken noch immer zehre,
  • es auch nicht schlimm war, ohne Begleitung nach Frankfurt zu reisen,
  • es nicht gerade preiswert war, und
  • ich deutlich mehr Bücher gekauft habe als ich wollte.
Im weiteren Verlauf meiner Berichte gibt es u.a. noch ein Autoreninterview sowie eine kleine Verlosung.

Aber genug der Vorrede!


Mein Messe-Abenteuer begann am späten Donnerstagnachmittag. Flug und Hotel hatte ich ja bereits im April gebucht und jetzt sollte es endlich losgehen.

Allerdings waren die letzten Wochen davor von Unsicherheit meinerseits geprägt, ob denn mit dem Flug alles glatt gehen würde, da dies gerade die "heiße Phase" war, wo AirBerlin reihenweise Flüge gecancelt hat. Jedoch gehörte mein Flug nicht dazu und gut 1,5 Stunden vor Abflug haben wir uns sehr rechtzeitig auf den Weg zum Flughafen gemacht.

Rechtzeitig? Weit gefehlt, denn die Stadtautobahn wurde mit jedem Kilometer voller, bis schließlich fast gar nichts mehr ging. Mitten im Stau erfuhren wir dann, dass es aufgrund eines Unfalls kurz vor der Ausfahrt zum Flughafen eine Vollsperrung gab, so dass die Polizei den Verkehr einspurig umleitete. Jetzt wurde ich richtig nervös, denn die Zeit verrann und die Deadline zur Abgabe meines Koffers rückte immer näher.

Langer Rede - kurzer Sinn: Mein Mann konnte mich gerade noch gut 5 Minuten vor Annahmeschluss der Gepäckaufgabe auf der Taxispur absetzen und ich ins Abfertigungsgebäude stürmen. Als ich dann auf das Boarding wartete, war ich innerlich doch leicht zitterig und musste erstmal langsam "runterkommen".


Der Flieger war nicht ausgebucht und so blieb der Mittelplatz in meiner Reihe frei. Die junge Frau am Fenster hat fast den ganzen Flug verschlafen. Bevor ich die Ruhe hatte, zu lesen, habe ich zunächst mein Umfeld ein wenig beobachtet: In den Reihen vor, hinter und neben mir saß eine "arabische" Familie; 2 ältere Frauen und ca 6. Kinder im Alter von 3 bis 17. Nachdem sie sich ein paar Mal umgesetzt hatten, haben manche geschlafen, andere am Smartphone gespielt und einem ging es richtig schlecht, denn er hat zwei Tüten benutzt.

Die Landung in Frankfurt war ein bißchen rumpelig und auf meinen Koffer habe ich natürlich auch gewartet. Die Taxifahrt zum Hotel ging jedoch zügig. Beim Check-In hat man mir ein etwas größeres Zimmer als gebucht gegeben und den Check-Out am Sonntag konnte ich auch (kostenlos) bis 14.00 Uhr verlängern. Das Zimmer war sauber und ruhig und die Dusche groß, obwohl das Bad an sich recht klein war. Dass das Hotel überwiegend auf Messebesucher oder andere nur kurz bleibende Businessgäste ausgerichtet ist, hat man u.a. an dem winzigen "Kleiderschrank" gemerkt, sowie an dem nicht Vorhandensein von Hotelslippern, Bademantel und Wattepads etc. Auch fand ich es merkwürdig, dass es im Bad keine Steckdose für den Fön gab; man musste also entweder am Garderobenspiegel oder am Schreibtisch die Haare fönen. Aber das freie WLAN-Netz war sehr zügig.
Egal aus welcher Perspektive: der "Schrank" war sehr klein
Nachdem ich meinen Koffer ausgepackt und mich ein wenig frisch gemacht hatte, habe ich den Tag mit einer Pizza und einem Aperol Spritz in der Hotelbar beendet. Mit der entsprechenden Bettschwere habe ich eine erholsame Nacht verbracht und Energie für meinen ersten Messetag getankt.


~ Fortsetzung folgt ~

12 Oktober 2017

Meine Termine

... für die FBM habe ich nochmal überarbeitet, so dass es 5 Termine gibt, die fest vereinbart sind und für die ich auch angemeldet bin; nämlich

  • am Freitag um 11.00 Uhr mein erstes "echtes" Autoreninterview (also von Angesicht zu Angesicht und nicht nur per Email) mit Benne Schröder
  • dann um 13.00 Uhr die Veranstaltung "Blogger Future Place"
  • am Samstag um 11.00 Uhr das "Read & Greet" von vorablesen mit Emily Bold
  • um 16.00 Uhr dann das Bloggertreffen, organisiert von "Stopfi's Bücherwelten"
  • und um 19.00 Uhr schließlich die "Dan Brown - Veranstaltung"
Ansonsten habe ich noch ein paar für mich interessante Termine notiert, werde aber nach Lust und Laune entscheiden, ob ich hingehe oder nicht. Schließlich möchte ich auch genug Zeit haben, um stressfrei durch die Hallen zu schlendern und bei bekannten Verlagen vorbeizuschauen bzw. neue Verlage kennenzulernen.

Weitere Berichte von der #FBM17 wird es wahrscheinlich erst in der Woche danach geben, da ich ohne richtigen PC reise; Instagram und Twitter kann ich jedoch auch über das Smartphone "füttern".

09 Oktober 2017

Die Frankfurter Buchmesse

... wirft ihre Schatten voraus und die Aufregung (bei mir) steigt!

Flug und Hotel sind bereits seit April gebucht, meine Akkreditierung / mein Presseticket liegt ausgedruckt zuhause und meine Planung habe ich dieses Wochenende auch (mehr oder weniger) abgeschlossen. Nun heißt es abwarten ...

Beim Stöbern durch die Beiträge auf diversen anderen Blogs habe ich mal wieder festgestellt, dass ich altersmäßig ein echter "Ausreißer" bin ;-) Aber ich trage es mit Fassung!

04 Oktober 2017

Im September

... ist es nun auch nichts geworden, mit der "Wiederbelebung" meines Blogs. Denn leider hat sich die Situation an meinem Arbeitsplatz noch immer nicht normalisiert!

Ich habe auch sehr wenig gelesen und nur ein neues Buch gekauft; ein E-Book als Sonderangebot:
Es war auch nicht allzu lang und hat sich sehr gut als kleine Abwechslung für zwischendurch gelesen.

Aber ich richte meinen Fokus jetzt auf die Frankfurter Buchmesse in der nächsten Woche, die ich zum ersten Mal besuchen werde. Einen kleinen Terminplan habe ich mir schon zusammengestellt, die Tipps auf diversen anderen Blogs studiert und hoffe nun, dass ich neben Verlagen und Autoren auch einige andere Blogger kennenlerne. Ich bin gespannt!

09 September 2017

Neue Bücher im Juli und August

... gab es nur drei - auch in dieser Hinsicht also "Sommerpause".

Es waren im Juli ...

... welches ich von "Büchertatzen" gebraucht erworben habe, sowie ...
... dieses reduzierte E-Book (denn ich finde, ich muss wieder mal einen "Südstaaten-Roman" lesen),

und im August ...
... musste es natürlich der Abschluß der "Royal-Reihe" sein, der mich jedoch nicht ganz überzeugt hat.

02 August 2017

Sommerpause

... nenne ich das jetzt einfach mal, was hier im Moment passiert (oder vielmehr nicht passiert).

Aber Temperaturen von an die 30 Grad in der Stadt, dazu oft Regen oder Gewitter sowie Nächte, die auch keine Abkühlung bringen, bekommen mir einfach nicht und ich fühle mich platt. Wenn dann im Büro mit dünner Personaldecke (aufgrund der großen Ferien) noch eine Neuorganisation bewältigt werden muss, bin ich auch geistig leer und bekomme einfach keine Rezensionen aufs Papier (bzw. den PC-Bildschirm). Da nutzt es mir auch nicht, dass ich zu den gelesenen Büchern stichpunktartige Notizen habe, die ich eigentlich nur ausformulieren muss. Es reicht bei mir zwar zum Lesen (was ja aber dann weitere Rezis verursacht) und für ein paar kleine Spielchen am PC, aber das war's auch.

Kurzum: spätestens ab Anfang September geht es hier wieder weiter und ich hole alles nach!

11 Juli 2017

Neue Bücher im Juni

... gab es diesmal "nur" fünf:

Zunächst hatte ich über NetGalley zwei E-Books angefragt, da ich im Urlaub nur den E-Reader mitgenommen habe
 

Dann wurde ich als Testleser bei Weltbild ausgewählt

Im Rahmen der LYX-Geburtstagswochen bei LovelyBooks habe ich ein absolutes Wunschlisten-Buch gewonnen

Und last but not least bin ich bei der Schnell-Leserunde der Lesejury dabei


Aber auch meine Wunschliste habe ich beim Stöbern in den Verlags-Herbstvorschauen wieder ein wenig erweitert:
 

09 Juli 2017

Eine Halbjahres-Statistik

... muss natürlich sein für mich alte Buchhalterseele ;-)

Trotz einer kleinen Leseflaute in den letzten Wochen habe ich im ersten Halbjahr 24 Bücher mit insgesamt 8.389 Seiten gelesen. Ich finde durchschnittlich 4 Bücher pro Monat ganz schön viel!

Meinen Stapel ungelesener Bücher habe ich diversen Neuzugängen zum Trotz auf 252 reduziert (also - 46 im Vergleich zum Jahresende). Das liegt u.a. auch daran, dass ich mich von einigen Büchern, die ich definitiv nicht mehr lesen würde, getrennt habe.

Mein Lese-Highlight im ersten Halbjahr ist dieses Mal kein Thriller, vielmehr konnte ich mich zwischen den folgenden zwei Büchern nicht entscheiden: