16 Mai 2019

Sterne über Rom

… von Karen Swan (Übersetzung Gertrud Wittich) ist am 18.03.2019 als Taschenbuch bei Goldmann erschienen, hat 539 Seiten und kostet EUR 10,00. Ich habe über das Randomhouse Bloggerportal ein Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Die Engländerin Francesca lebt in Rom und arbeitet als Fremdenführerin. Außerdem betreibt sie einen Blog, in dem sie sehr persönlich über Rom berichtet. Durch einen Zufall lernt sie die Viscontessa Elena kennen, die in einem riesigen Palazzo lebt. Und da sich beide Frauen trotz des Altersunterschieds sympathisch sind, passt es sehr gut, als Elena Francesca bittet ihre Biografie zu schreiben …

Hier geht es zur Leseprobe.

Meine Meinung:
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die sich langsam annähern. Da sind zum einen das Leben von Elena, beginnend im Teenageralter, und zum anderen das heutige Leben aus der Sicht von Francesca. Die Autorin hat es dennoch geschafft, dass ich als Leser nie verwirrt war, die zeitlichen Abgrenzungen sind gelungen. Manchmal habe ich es nur bedauert, wenn ich das interessante Leben von Elena verlassen musste, um ins hier und heute zu Francesca zurückzukehren. Allerdings bergen beide Zeitebenen so ihre Geheimnisse, Verwicklungen und schönen Momente. 
Ganz wunderbar hat die Autorin in den Kapiteln aus Francescas Leben das italienische Flair dieser tollen Stadt eingefangen. Es werden sowohl die Touristenscharen erwähnt, als auch die „üblichen“ Sehenswürdigkeiten, doch auch die Einheimischen und ihr „normales“ Leben kommen nicht zu kurz – alles so, wie ich es auch aus eigener Erfahrung kenne. 
Fazit: eine gelungene Mischung aus Emotionen, unfreiwilliger Komik, Tragik und italienischem Dolce Vita
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 2.

13 Mai 2019

Nächstes Jahr in Havanna

… von Chanel Cleeton (Übersetzung Stefanie Fahrner) erscheint am 10.06.2019 als Taschenbuch bei Heyne, hat 464 Seiten und kostet EUR 10,99. Ich durfte über Jellybooks im August 2018 ein Vorabexemplar als E-Book lesen; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Nachdem Elisa, die Großmutter und Bezugsperson von Marisol verstorben ist, macht diese sich von Miami aus auf eine Reise nach Kuba. Das Land, in dem Elisa aufgewachsen ist und von dem sie Marisol so viel erzählt hat. Marisol soll die Asche ihrer Großmutter dort verstreuen. Doch das Kuba, das sie dort vorfindet, unterscheidet sich sehr von den Erzählungen ihrer Verwandten …

Meine Meinung:
Das Buch erzählt abwechselnd die Geschichte von Elisa und ihrer Familie im Kuba der 50er Jahre sowie von Marisol in der heutigen Zeit. 
Beides sind Liebesgeschichten, diese werden jedoch mit viel kubanischem Kolorit ergänzt. Auch wird viel von der Geschichte und Entwicklung Kubas erzählt, wobei auch gesellschaftspolitische Kritik nicht zu kurz kommt. Diese Fakten sind zwar recht interessant, haben meinen Lesefluss jedoch stellenweise massiv ausgebremst. 
Fazit: ein interessantes Buch, das m.E. jedoch durch Beschreibung und Klappentext etwas anderes / leichteres erwarten lässt
Daher gibt es auf meiner Schulnoten-Skala eine 3.

30 April 2019

Marina Marina

… von Grit Landau erscheint am 02.05.2019 im Verlag Droemer Knaur, hat 400 Seiten und kostet als Taschenbuch EUR 14,99 sowie als E-Book EUR 12,99. Ich habe das E-Book als Rezensionsexemplar über Vorablesen erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Die Geschichte handelt von den Bewohnern des kleinen Dörfchens Sant’Amato im Italien der 60er Jahre. Es geht um Liebe, Familiengeheimisse und Träume. Das alles wird „gewürzt“ mit den Hits der Saison und ein wenig italienischer Sprache …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Buchseite bei Vorablesen.

Meine Meinung:
Am Anfang des Buches befindet sich ein Personenregister, in welchem die wesentlichen Personen mit ihren Familienbanden sowie sonstigen Verknüpfungen aufgeführt sind. Im gedruckten Buch hätte ich wahrscheinlich ab und zu dort nochmal nachgeschlagen, beim E-Book fand ich dies jedoch zu umständlich. Ich konnte aber im Großen und Ganzen auch so die wichtigen Verflechtungen erfassen. 
Die Geschichte fing recht locker und amüsant an und hat mir als Italienfan, der dazu auch den „Titelsong“ noch aus seiner Kindheit kennt, gut gefallen. Doch schon bald kamen einige Kapitel, die zwar im gleichen lockeren Stil geschrieben waren, für mich jedoch mit dem Vorhergegangenen nichts zu tun hatten. Dadurch habe ich mich ein wenig durch das Buch „gequält“ und sogar an Abbruch gedacht. Aber auch diese Phase ging vorbei und die Story nahm wieder Fahrt auf. Im weiteren Verlauf konnte ich die „unpassenden“ Kapitel dann besser einordnen. Das letzte Buchdrittel hat mich jedoch völlig gefesselt und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. 
Fazit: ein solider Roman über die Irrungen und Wirrungen in einem kleinen italienischen Dorf, der leider ein paar Längen aufweist
Auf meiner Schulnoten-Skala kann ich daher "nur" eine 3 vergeben.

23 April 2019

Die Schwestern vom Ku'damm

… mit dem Untertitel „Jahre des Aufbaus“ ist der 1. Teil einer Trilogie von Brigitte Riebe und am 23.10.2018 als Hardcover mit 428 Seiten im Wunderlich Verlag erschienen. Das Buch kostet EUR 19,95. Ich habe mir das Buch im Dezember gekauft, allerdings erst jetzt gelesen.


Zum Inhalt:
Das Kaufhaus Thalheim am Kurfürstendamm wurde 1932 nach Modernisierung neu eröffnet, jedoch im dann folgenden Krieg völlig zerstört. Die Schwestern Rike, Silvie und Flori müssen in den Nachkriegsjahren nicht nur mit Hunger und Entbehrungen fertig werden. Aber Rike hat den großen Traum, das Kaufhaus wieder aufzubauen – neuer und schöner als zuvor …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Verlagsseite .

Meine Meinung:
Dieser erste Teil handelt in den Jahren 1945 – 1951 und spiegelt sehr gut die schwere Zeit nach Kriegsende wieder.  
Die Autorin bringt sehr viel Lokalkolorit ein, was mich als Berliner natürlich freut. Bekannte Ereignisse der Zeitgeschichte werden mit der Familiengeschichte der Thalheims verknüpft, was diesen Roman so realistisch wirken lässt. Gerade diese fiktive Story um Familienprobleme, Liebe und Vergangenheitsbewältigung macht die schrecklichen Tatsachen „leichter verdaulich“ und lässt den Leser ein wenig „durchatmen“. 
Da ich selbst diese Zeit nicht miterlebt habe, freue ich mich umso mehr auf die folgenden Bände, in der Hoffnung, Einiges mit eigener Erfahrung abgleichen zu können. Leider musste ich während der Lektüre feststellen, dass der 2. Teil erst im September d.J. erscheinen soll. (Hätte ich mal lieber noch damit gewartet, das Buch zu beginnen. *zwinker*) 
Bei einer Stelle im Buch auf Seite 116 musste ich schmunzeln, denn diese Aussage werde ich mir als Rechtfertigung für die Zukunft merken: „Ich rede auch oft mit mir selbst. Gedanken werden klarer, wenn man sie laut ausspricht. Daran ist nichts Verkehrtes.“ 
Fazit: eine gelungene Mischung aus Zeitgeschehen und Fiktion, festgemacht an einer Familiengeschichte
Auf meiner Schulnoten-Skala kann es nur eine 1 geben.

Eine weitere Rezension mit sehr ausführlicher Inhaltsbeschreibung zu diesem Buch findet Ihr auch bei Susanne .

19 April 2019

Gier

… mit dem Untertitel „Wie weit würdest du gehen?“ von Marc Elsberg ist am 25.02.2019 als Hardcover im Blanvalet Verlag erschienen, hat 443 Seiten und kostet EUR 24,00. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Aus Anlass eines Wirtschaftsgipfels in Berlin kommt es dort und weltweit zu Massendemonstrationen gegen Arbeitslosigkeit, Sparpakete und den immensen Reichtum Einzelner. Der Nobelpreisträger Thompson soll eine spektakuläre Rede halten, die alles verändern könnte. Doch auf dem Weg zur Konferenz stirbt er bei einem Autounfall. Jan Wutte hat jedoch gesehen, dass es Mord war. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Eine Leseprobe findet Ihr H I E R .

Meine Meinung:
Obwohl die beiden Vorgängerromane des Autors bei mir im Regal stehen und mir mehrfach empfohlen wurden, habe ich bisher noch keines davon gelesen. Das werde ich jedoch baldmöglichst nachholen! 
Nach einem Prolog, der auf den ersten Blick nicht zu dem Nachfolgenden passt, wird die Geschichte zunächst aus verschiedenen Blickwinkeln in recht kurzen Kapiteln erzählt. Gerade diese kurze Abfolge baut schnell Spannung auf, da durch den Perspektivwechsel immer neue Fragen aufgeworfen werden. 
Obwohl das Buch viele wirtschaftswissenschaftliche Fakten enthält, wird es nicht langweilig. Dies liegt zum einen daran, dass diese Zusammenhänge einem der Protagonisten stets allgemeinverständlich erklärt werden, und zum anderen an der actiongeladenen Handlung, in die diese eingebettet sind. 
Die Story ist eine gelungene Mischung aus aktuellem Wirtschafts- bzw. Politroman und packendem Thriller. 
Fazit: eine echte Leseempfehlung für Thrillerfans, die sich von ein wenig „trockenem“ Fachwissen nicht abschrecken lassen
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich eine 1-.

14 April 2019

Unsere Mütter

… mit dem Untertitel „Wie Töchter sie lieben und mit ihnen kämpfen“ von Silia Wiebe ist am 23.03.2019 als Hardcover im Klett-Cotta Verlag erschienen, hat 239 Seiten und kostet EUR 20,00. Ich habe über NetGalley ein E-Book als Rezensionsexemplar erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Zwölf Töchter erzählen von ihren Beziehungen zur Mutter, die unterschiedlicher nicht sein können. Zum Abschluss kommt noch eine Psychologin zu Wort, die Denkanstösse zu Mutter-Tochter-Beziehungen gibt.

Leseprobe auf der Verlagsseite

Meine Meinung:
Die im Buch verarbeiteten Lebensgeschichten sind zum Teil recht extrem, so dass ich diese als Leser doch eher staunend verfolgt habe, als dass ich etwas daraus für mich mitnehmen konnte. Aber es sind auch einige „normal verlaufene“ darunter, die zumindest dafür gesorgt haben, mal eine andere Sichtweise einzunehmen. 
Ich hatte mich für dieses Buch entschieden, da bereits seit längerer Zeit etwas Ähnliches auf meiner „Wunschliste“ steht. Allerdings sind meine Erwartungen nicht ganz erfüllt worden. Dennoch ein interessantes Buch, selbst wenn man vielleicht nur erkennt, dass die eigenen Probleme unbedeutender sind als man denkt.
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine 3.

06 April 2019

Sterne sieht man nur im Dunkeln

… von Meike Werkmeister erscheint am 08.04.2019 als Taschenbuch im Goldmann Verlag mit 315 Seiten und kostet EUR 10,00. Ich habe das Buch vorab als Überraschungs-Leseexemplar vom Verlag erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Anni lebt mit ihrem Freund in Bremen, arbeitet als Game-Designerin und entwirft nebenbei Poster- und Postkartenmotive, die sie über einen eigenen Online-Shop vertreibt. Eigentlich ist sie mit ihrem Leben zufrieden. Doch dann wird ihr ein Karriereschritt in Berlin angeboten und ihr Freund macht ihr einen Heiratsantrag. Und plötzlich weiß Anni nicht mehr, ob sie wirklich so zufrieden ist, wie sie dachte. Da kommt es ihr gerade recht, dass eine Schulfreundin sie nach Norderney einlädt …

LESEPROBE

Meine Meinung:
Als ich das Buch erhalten habe, dachte ich aufgrund des Titels, des Klappentextes und der Covergestaltung zunächst an einen „typischen Frauenroman“. Doch ich wurde überrascht, denn obwohl es um Liebe geht, werden auch einige wichtige Denkanstöße gegeben. 
Die Autorin schafft es quasi nebenbei dazu anzuregen, über die eigenen Lebensziele nachzudenken. Man hinterfragt automatisch, ob man im täglichen Trott gefangen ist, und wenn ja, wann es eigentlich Routine geworden ist. Auch hilft das Buch dabei, in Gedanken zu überprüfen, ob das eigene Leben nur noch aus Kompromissen besteht oder ob man seine Ziele aus den Augen verloren hat. 
Äußerst gut hat mir gefallen, dass am Ende des Buches „Annis Lieblingssprüche“ mit entsprechenden Illustrationen eingefügt wurden. 
Fazit: eine Wohlfühlstory, die dennoch zum Nachdenken anregt
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine 2.

02 April 2019

Ein Tor zu Eurer Welt

... von Aaron Wahl ist am 01.04.2019 als Taschenbuch bei Knaur erschienen, hat 251 Seiten und kostet EUR 12,99. Ich habe das Buch vorab als Rezensionsexemplar im Rahmen einer Aktion von Mainwunder erhalten; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Der Autor erlebt seit frühester Jugend Ablehnung und Unverständnis. Er merkt auch selbst, dass er irgendwie "anders tickt". Doch er gibt nicht auf und nach der erst sehr spät gestellten Diagnose Asperger-Autismus findet er schließlich einen Weg, um sich selbst und seine Mitmenschen besser zu verstehen ...

Meine Meinung:
Dieses Buch ist eine Mischung aus Biografie und Sachbuch. Insofern ist es auch nicht als umfassende Wissenssammlung zu Autismus zu verstehen, sondern zeigt nur anhand des Beispiels einer Person auftretende Probleme und Fehleinschätzungen auf. Dies ist aber dennoch sehr aufschlussreich. 
Ich habe das Buch ja im Rahmen einer Aktion anlässlich der Veröffentlichung erhalten und sollte somit auf bestimmte Aspekte achten. Dies hat meinen Lesefluss ein wenig beeinträchtigt und meine Lektüre etwas anstrengender als üblich gemacht. Dennoch habe ich viel Neues erfahren und werde meine Einschätzungen anderer Personen künftig etwas kritischer überdenken. 
So sieht man am Beispiel von Aaron, wie oft das Verhalten von Menschen fehlinterpretiert wird bzw. wie häufig wir alle etwas bewerten, ohne einer Sache auf den Grund zu gehen oder nachzufragen. Auch hat mir das Buch gezeigt, wie schwer es ist Autismus zu diagnostizieren, da es diverse Arten und Ausprägungen gibt. So gibt es Taten / Ansätze, die auch bei nicht autistischen Jugendlichen durchaus häufig vorkommen. 
Erschreckend waren für mich die Schilderungen, wie Betroffene doch eher nur „verwaltet“ oder ruhiggestellt werden, anstatt ihnen zu helfen, sich weiterzuentwickeln bzw. mit der Krankheit umzugehen. 
Sehr treffend beobachtet fand ich folgende Passage im Buch: 
Ich musste erst begreifen, dass ein oberflächliches „Wie geht’s?“ in der Regel keine ernstgemeinte Frage ist, sondern eine sinnleere, formale Phrase. Die Leute wollen nicht wirklich wissen, wie es einem geht, sie wollen nur höflich sein. Deshalb erwarten sie, dass man ebenfalls höflich ist, also mit „gut“ antwortet, auch wenn es einem dreckig geht. 
Im Gegensatz zum Anfang des Buches, wo die Kindheit und Jugendzeit sehr ausführlich behandelt werden, empfand ich den Schlussteil und die positive Entwicklung von Aaron als zu schnell und abrupt dargestellt. 
Fazit: eine interessante Lebensgeschichte, die trotz einiger Längen zum Nachdenken anregt
Auf meiner Schulnoten-Skala vergebe ich hier eine 3.

31 März 2019

Nach der Messe ist vor der Messe - oder: die LBM 2019

Heute vor einer Woche bin ich aus Leipzig zurückgekommen und irgendwie kommt es mir viel länger vor! Die ersten Tage danach war ich noch voll mit Eindrücken, die ich verarbeiten und für mich "sortieren" musste, so dass mir der Sinn nicht nach einem Messebericht stand. Und wie kann es dann sein, dass mir der Messebesuch jetzt ewig lange her erscheint? Egal, trotzdem gibt es heute eine kleine Zusammenfassung. 😉

In diesem Jahr hat geklappt, was in 2018 durch das Schneechaos vereitelt wurde: ich war volle drei Tage vor Ort (Freitag - Sonntag). So konnte ich auch die Blogger-Sessions besuchen. Drei Veranstaltungen hatte ich mir ausgesucht, im Endeffekt aber fünf besucht. Mein Fazit fällt allerdings gemischt aus, denn zwei Sessions, von denen ich mir viel versprochen hatte, fielen recht nichtssagend aus. Allerdings gab es auch eine Runde, die ich ungeplant besucht habe und die richtig gute Standpunkte dargeboten hat.

Wenn ich meine drei Messetage vergleiche, hatte ich zwar am Samstag die interessantesten Termine, aber es war mir insgesamt zu voll. Überrascht hat es mich, dass es am Sonntag ab mittags recht leer wurde.

Ich bin stolz auf mich, dass ich nur ein Buch auf der Messe erworben habe; und dieses stand ohnehin schon auf meiner "Wunschliste". Die passende Lesung zum Buch sorgte jedoch dafür, dass ich unbedingt erfahren wollte, wie die Geschichte weitergeht, außerdem konnte ich es auch von der Autorin signieren lassen. Abgesehen von diesem Kauf sind natürlich so einige Titel neu auf meine Wunschliste gewandert.

Gefreut habe ich mich auch sehr, dass ich im Rahmen eines Blogger-Frühstücks vom Goldmann-Verlag neue Bekanntschaften machen konnte.
Desgleichen durfte ich Freitag- und Samstagabend in verschiedenen Konstellationen andere Blogger in gemütlicher Runde beim Abendessen kennenlernen. Danke hierfür an die Organisatorin Karin von "Buchgefieder".

Ansonsten kann ich zusammenfassen, dass
  • ich zu wenig Fotos gemacht habe,
  • ich (mal wieder) Teile meines im Vorfeld erstellten Programms über den Haufen geworfen habe,
  • ich interessante Gespräche mit Autoren und Verlagsmitarbeitern geführt habe,
  • ich die morgendliche Fahrt zum Messegelände in der völlig überfüllten Straßenbahn schrecklich finde, und
  • ich im nächsten Jahr wieder zur LBM fahre, dann von Donnerstag bis Sonntag (Hotel ist schon reserviert!). 

29 März 2019

Schund und Sühne

… von Anna Basener ist am 31.01.2019 als Paperback im Eichborn Verlag der Bastei Lübbe-Gruppe erschienen, hat 235 Seiten und kostet EUR 18,00. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar im Vorfeld eines Blogger-Autoren-Treffens auf der Leipziger Buchmesse vom Verlag direkt bekommen; daher [WERBUNG].


Zum Inhalt:
Kat, eine junge Groschenromanautorin, erhält ein Literaturstipendium auf Schloss Rosenbrunn; also mitten unter Adeligen, über die sie sonst nur fiktiv schreibt. Sie stellt fest, dass das echte Adelsleben jedoch nicht ansatzweise so rosig und glamourös ist wie in den Romanen …

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Verlagsseite.

Meine Meinung:
Die Autorin hat es hier auf wunderbare Weise geschafft, einen „Fürstenroman“ mit Komik zu kombinieren, ohne den Adel zu sehr bloßzustellen. 
Im Buch gibt es manche Stellen, die wirklich kitschig wie ein Groschenroman sind. Doch dann passiert etwas, was das Ganze ein wenig lächerlich wirken lässt, und schon landet die Story wieder in der Realität. Die Geschichte lebt somit von der Konfrontation zwischen adeligen Traditionen und der heutigen Lässigkeit. 
Das Buch weist sehr aktuelle Bezüge auf und einige der Personen kommen den Lesern der sogenannten Klatschpresse bekannt vor. 
Nach dem Klappentext hatte ich das Ende etwas anders erwartet, aber es soll ja nicht alles vorhersehbar sein. 
Fazit: eine kurzweilige Geschichte, die trotz Kitsch und Tragik stets ein Augenzwinkern bereit hält
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es eine 2.