Samstag, 13. Oktober 2012

Das erste Buch

..., das ich bei Vorablesen gewonnen habe, war "Das Beste von allem". Es ist ein Taschenbuch aus dem Ullstein Verlag, hat 656 Seiten und kostet (normalerweise) EUR 9,99.

Hier meine Rezension:
Es handelt sich um das Erstlingswerk aus dem Jahr 1958 von Rona Jaffe, einer amerikanischen Beststellerautorin, die 2005 im Alter von 74 Jahren verstorben ist. Das Buch wurde bereits 1959 verfilmt, allerdings mit einer in Teilen veränderten Handlung.
Hier liegt es nun in neuer Übersetzung vor: Die Geschichte handelt von jungen Frauen in den 50er Jahren, die alle frisch ins Berufsleben in einem New Yorker Verlag starten. Jede hat andere Beweggründe, die aus der jeweils persönlichen Vorgeschichte entstanden sind. Die Hauptfiguren sind Caroline, April, Barbara und Gregg und ihnen wird jeweils im Wechsel ein Kapitel "gewidmet", in denen jedoch auch weitere Personen übergreifend "auftauchen". Auch wenn dieses "hin- und herspringen" auf den ersten Eindruck hin verwirrend wirkt, konnte ich die jeweilige Entwicklung gut verfolgen, ohne jemals zurückblättern zu müssen.

Der sehr detaillierte Erzählstil bringt die damalige Zeit gut rüber, sodaß ich immer gleich passende Bilder im Kopf hatte. Das Buch hat sich für mich sehr flüssig gelesen - ich konnte es kaum aus der Hand legen. Es gibt nur wenige Stellen, die mir ein bißchen zu langatmig erschienen. Insgesamt blieb es für mich durchweg spannend, auch weil es so manche unerwartete Wendung gab.
Bei der Erstveröffentlichung wurde die Darstellung diverser damaliger Tabuthemen, wie Sex vor der Ehe, Abtreibung, Alkoholprobleme, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, sicherlich als sehr provokant empfunden. Heutzutage dürfte das niemanden mehr schockieren - auch wenn der Großteil der Themen nach wie vor aktuell ist. Aktueller denn je?

Ich frage mich im Nachhinein: Diente das Buch als Vorlage für die überaus erfolgreiche Serie "Mad Men"?
Auf der Schulnoten-Skala gibt es eine glatte 2 von mir.

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