24 April 2021

Ich schreibe mich schlank

… von Prof. Dr. med. Silke Heimes ist am 18.12.2020 als Hardcover im dtv Verlag erschienen, hat 272 Seiten und kostet EUR 18,00. Ich habe das Buch Mitte Februar 2021 als Rezensionsexemplar direkt vom Verlag erhalten; daher [WERBUNG].



Zum Inhalt dieses Mal den Klappentext:
Sie möchten Ihr Wohlfühlgewicht erreichen? Die Ärztin und Schreibtherapeutin Silke Heimes verrät, wie Sie Ihr Gewicht auf natürliche Weise gesund und dauerhaft reduzieren können: durch tägliches Schreiben. Zwölf Wochen lang erwartet Sie jeden Tag ein konkreter Schreibimpuls, der Ihnen hilft, die für Sie optimale Ernährungsweise zu finden, falsche Essgewohnheiten abzulegen, Bewegungsfreude zu wecken und überzogene Schönheitsideale zu überwinden. Schreibend erreichen Sie so, was keine Wunderdiät vermag: wieder gut mit Ihrem Körper in Kontakt zu kommen und sich rundum wohlzufühlen.

Meine Meinung:
Auch wenn ich das Buch bzw. das 12-Wochen-Programm noch nicht beendet habe, möchte ich doch bereits meine Eindrücke schildern.
Da wäre zunächst die m.E. hochwertige Ausführung des Buches zu erwähnen. Es ist optisch sowohl außen, als auch innen sehr ansprechend. Das Papier lässt sich gut beschreiben und fasst sich dennoch sehr glatt an.
Bevor es ans Eintragen geht, sind zunächst rd. 80 Seiten mit viel Wissenswertem sowie Denkanstößen rund ums Essen vorangestellt. Gut gefallen hat mir in diesem Zusammenhang auch folgendes Zitat von Sebastian Kneipp:
Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern.
Die 12 Wochen sind in drei Etappen aufgeteilt, die immer einen anderen Schwerpunkt setzen, welcher dann noch in den einzelnen Wochen weiter aufgegliedert wird.
Als wichtig habe ich es empfunden, sich wirklich Zeit für die tägliche Frage / Aufgabe zu nehmen und nicht nur halbherzig „irgendetwas“ hinzuschreiben.
Ein Fazit, ob das Buch „etwas gebracht hat“, kann ich natürlich noch nicht ziehen; jedoch habe ich schon viele wichtige Anregungen und Denkanstöße erhalten.

22 April 2021

Was wir sehen, wenn wir lieben

… von Kristina Moninger ist im März 2021 im Rowohlt Verlag erschienen, hat 448 Seiten und kostet als Taschenbuch EUR 12,00 bzw. als E-Book EUR 9,99. Ich habe das E-Book als Rezensionsexemplar über NetGalley erhalten; daher [WERBUNG].



Zum Inhalt:
Teresa wacht im Krankenhaus auf. Sie erinnert sich als letztes an ihr Date mit Henry. Doch das soll vor fünf Jahren gewesen sein. Sie hat durch den Sturz einen Gedächtnisverlust erlitten. Als sie aus dem Krankenhaus entlassen wird, kommt ihr das Leben völlig fremd vor, welches sie nun lebt. Sie entschließt sich, nicht nur die Erinnerungslücken zu füllen, sondern vor allem Henry wiederzufinden …

Leseprobe auf der Verlagsseite

Meine Meinung:
Ein lockerer, realistischer Schreibstil hat es mir leicht gemacht, von Anfang an gut in die Geschichte einzusteigen. Erzählt wird das Ganze aus der Sicht von Teresa, was mir außerordentlich gut gefallen hat. Denn so wusste ich als Leser nie mehr als die Protagonistin selbst und habe mich zusammen mit ihr an die Geschehnisse der vergangenen fünf Jahre herangetastet.
Sehr gut hat die Autorin auch die Problematik der anderen Personen dargestellt, wie sie mit der Situation und gewissen Handlungen in der Vergangenheit von Teresa umgehen sollen. Ich stelle mir das schwierig vor, wie ich etwas ansprechen soll, wenn sich der Betreffende durch eine Amnesie überhaupt nicht mehr daran erinnert – man selbst daran jedoch evtl. noch „zu knabbern hat“.
Die Story hat mich völlig überzeugt, einzig der Titel ist für mich nicht schlüssig.
Kurzum, das Buch hat mich so gepackt, dass ich bis sehr spät in die Nacht noch weitergelesen habe, um zu erfahren, wie es endet.
Somit muss ich auf meiner Schulnoten-Skala einfach eine 1 vergeben.

18 April 2021

Lieber den Spatz in der Hand als gar keinen Vogel

… von Ella Marcs ist im Mai 2020 im Selfpublishing erschienen, hat 366 Seiten und kostet als E-Book EUR 3,99 bzw. als Taschenbuch EUR 11,99. Ich habe das E-Book Mitte März d.J. als Rezensionsexemplar über NetGalley erhalten; daher [WERBUNG].



Zum Inhalt:
Da es Kira Spatz schwer fällt, nein zu sagen, lässt sie ihren Verlobten allein in den Urlaub fliegen und kümmert sich stattdessen um die Hochzeit ihrer hochschwangeren Schwester. Kira organisiert gern und so hat sie 21 Tage Zeit, um die To-do-Liste der Hochzeitsvorbereitungen abzuarbeiten. Dumm nur, dass von Anfang an alles schiefgeht, was nur schiefgehen kann ...

Meine Meinung:
Schon das Cover hat mich angesprochen. Es lässt eine Mischung aus Romantik und Humor erwarten, was durch den Klappentext noch verstärkt wird. Und außerdem: ein Buch, in dem es um To-do-Listen geht, musste ich einfach lesen. (Denn auch ich liebe To-do-Listen. 😆)
Die einzelnen Kapitel sind als Countdown für die 21 Tage angelegt und jeweils am Beginn ist die aktuelle To-Do-Liste abgedruckt. Ein sehr gelungener Einfall, wie ich finde.
Der Schreibstil hat mich flüssig durch Kiras Geschichte fliegen lassen, während ich häufig vor mich hin glucksen musste. Auch wenn der Protagonistin fast schon zu viele Missgeschicke passieren, wurde es nie klamaukig. Ebenso ist es der Autorin gelungen, das Ende, welches vorhersehbar war, auf überraschende Weise geschehen zu lassen.
Kurzum: eine tolle Liebeskomödie, die ich an einem Tag ausgelesen habe
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es somit eine 2+.

14 April 2021

Der Libanese

… von Clemens Murath ist am 01.03.2021 im Verlag Heyne Hardcore erschienen, hat 480 Seiten und kostet EUR 16,00 broschiert bzw. EUR 12,99 als E-Book. Ich habe das E-Book als Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten; daher [WERBUNG].



Zum Inhalt:
Das LKA-Team um Frank Bosman ist damit befasst, einen libanesischen Clan in Berlin zur Strecke zu bringen. Doch die Drogengeschäfte sind kaum nachzuweisen. Da passiert ein Mord, für den es sogar Zeugen gibt. Doch die geplante Verhaftung endet mit einem Toten und die interne Revison kommt ins Spiel. Das bleibt aber nicht das einzige Problem für die Polizisten …

LESEPROBE

Meine Meinung:
Der Autor hat hier ein (zumindest in Berlin) sehr aktuelles Thema aufgegriffen – die Clan-Kriminalität – und beschreibt das Milieu und die Schauplätze sehr realistisch.
Es geht in der Story sehr brutal zu, was aber m.E. passt. Nicht so gut haben mir die sehr explizit beschriebenen Sexszenen gefallen, aber das ist sicher Geschmackssache.
Es ist definitiv ein Krimi der härteren Sorte, mit korrupten „Bullen“ und teilweise klischeehaften Figuren aus der Drogen- und Stricherszene sowie dem Filmgeschäft.
Trotz spannender Ansätze konnte mich die Geschichte nicht völlig überzeugen.
Somit vergebe ich auf meiner Schulnoten-Skala eine 3.

12 April 2021

Vier Tage & drei Nächte

… von Kathi Unterberg ist am 31.03.2021 als E-Book im Verlag Staub & Papier / Selfpublishing erschienen, hat 391 Seiten und kostet EUR 2,99. Ich habe das E-Book vorab als Rezensionsexemplar von der Autorin direkt erhalten; daher [WERBUNG].



Zum Inhalt:
Im Jahre 1910 kümmert sich Elsie nach dem Tod ihrer Mutter um das Wohlergehen der Familie und den geregelten Ablauf des Haushalts. Da bekommt sie das Angebot, den Pianisten Max, für den sie schon seit Jahren schwärmt, auf einer Zugreise von London nach Budapest für ein Konzert zu begleiten. Auch wenn sie die Beweggründe von Max, sie mitzunehmen, nicht genau kennt, entscheidet sie sich nach erstem Zögern doch dafür ...

Anstelle einer Leseprobe gibt es dieses Mal einen kleinen Textschnipsel, der mir von der Autorin zur Verfügung gestellt wurde:



Meine Meinung:
Es ist zwar erst mein zweites Buch dieser Autorin, aber ich bin schon definitiv ein Fan ihrer Geschichten aus dem Anfang des vorigen Jahrhunderts.
Das Buch erzählt die Liebesgeschichte mit allen Verwicklungen auf entzückende Weise. Es gibt mehrfach Situationen, die mich haben schmunzeln lassen, aber auch andere, die mich einfach nur haben seufzen lassen.
Sehr gut gefällt mir auch, dass die erotischen Szenen der damaligen Zeit angemessen beschrieben bzw. nur angedeutet werden.
Die einzelnen Personen sind bis in die kleinste Nebenrolle liebevoll ausgearbeitet und ich habe sie förmlich vor mir gesehen.
Kurzum, eine romantische Wohlfühlgeschichte, die ich weiterempfehlen kann
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es daher eine 2+.

02 April 2021

Höllenkind

… von Veit Etzold ist am 01.04.2021 als Taschenbuch bei Droemer Knaur erschienen, hat 363 Seiten und kostet EUR 10,99. Ich habe das Buch überraschend als Rezensionsexemplar direkt vom Verlag erhalten; daher [WERBUNG].



Zum Inhalt:
Auf einer Hochzeit im Vatikan, die nur aufgrund der beteiligten Adelsfamilien dort stattfinden darf, bricht die Braut auf dem Weg zum Altar blutüberströmt zusammen und ist innerhalb weniger Minuten tot. Da die ermittelnden Behörden nicht richtig vorankommen, bittet der Vatikan die LKA-Ermittlerin Clara Vidalis um Hilfe, die gerade Urlaub in Florenz macht ...

Meine Meinung:
Der Erzählstil ist so, wie ich ihn bereits aus anderen Büchern dieses Autors kenne. Es gibt rund um den Mordfall viele Informationen; diesmal zu Florenz, dem Vatikan, sowie zu Kunst- und Kirchengeschichte. Wenngleich ich diese interessant fand, haben sie hier meinen Lesefluss massiv ausgebremst. Auch spannend wurde es für mich erst im letzten Drittel, als der Fall an sich mehr in den Vordergrund rückte.
Leider sind am Ende zu viele Fragen (für mich) offen geblieben – und dies nicht als Cliffhanger. In diesem Zusammenhang habe ich mich gefragt, ob die Kapitel, die in Rumänien handeln, chronologisch in die Story eingebaut sind, oder ob sie nicht eher aus dramaturgischer Sicht eingefügt wurden.
Folgende Zitate haben mir trotz blutiger Mordgeschichte ein Schmunzeln entlockt:
- auf Seite 35: „… IT-Leute lösen Probleme, die es ohne sie gar nicht gäbe. …“
- auf Seite 133: „… Wer eine Sprache sprach, die von anderen nicht verstanden wurde, konnte sich vertraulicher austauschen. …“
- und auf Seite 186: „… Feminismus endet, wenn der Mann zum Heiratsantrag auf die Knie geht, Sozialismus endet bei viertausend netto und Atheismus endet, wenn das Flugzeug in Turbulenzen gerät. …“
Fazit: Die Geschichte konnte mich nicht sonderlich fesseln und lässt mich nach der Lektüre unzufrieden zurück.
So kann ich auf meiner Schulnoten-Skala nur gerade noch eine 3- vergeben.

30 März 2021

Der Tod ist ein Tänzer

… mit dem Untertitel: „Die Josephine-Baker-Verschwörung“ von Veronika Rusch wird am 01.04.2021 als Band 1 der „Schwarze Venus - Trilogie“ im Piper Verlag als Paperback erscheinen, hat 496 Seiten und kostet EUR 12,99 bzw. als E-Book EUR 9,99. Ich habe das E-Book im Oktober 2020 vorab als unkorrigiertes Lese-/Rezensionsexemplar über Jellybooks erhalten; daher [WERBUNG].



Zum Inhalt diesmal „nur“ der Klappentext:
Berlin 1926: An einem kalten Januartag treffen sie erstmals aufeinander: Tristan Nowak und Josephine Baker, die schillernde Tänzerin, die er vor einem Anschlag schützen soll. Zunächst glaubt Tristan nicht so recht an die Bedrohung. Er begleitet Josephine durch die Vergnügungswelt Berlins und verliebt sich gegen seinen Willen in die außergewöhnliche Frau. Doch die Gefahr ist real, und die Attentäter kommen immer näher …

Leseprobe auf der Verlagswebsite

Meine Meinung:
Das Cover finde ich in Motiv und Farbgebung sehr gelungen.
Anfangs habe ich mich mit dem Schreibstil ein wenig schwer getan und überlegt, ob ich das Buch abbreche. Doch zum Glück habe ich das nicht getan, denn die Story hat sich megaspannend entwickelt. Sie ist sehr authentisch geschrieben, so dass ich mich förmlich in die 20er Jahre versetzt fühlte.
Die Tatsache, dass die Geschichte in Berlin handelt, war für mich ein weiterer Pluspunkt, da ich diverse Orte (zumindest aus heutiger Zeit) kenne. Hier zeigt sich auch die gute Recherche.
Ich habe mich beim Lesen gefragt, woher kommt der aktuelle „Hype“ um die 20er Jahre; ich denke dabei auch an die TV-Serie „Babylon Berlin“ oder das Buch „Die juten Sitten“, welche mir beide ebenfalls gut gefallen haben.
Zwei kleine Zitate haben sich mir eingeprägt:

„… Paul brauchte diese Abwechslung, das Abenteuer, und er machte keinen Hehl daraus. Von Seidlitz akzeptierte es, mal mehr, mal weniger gelassen. Weil er Paul liebte. So einfach war das. Und so kompliziert. …“

... Im Gegensatz zu Claussen achtete er auf seine Konstitution und sein Gewicht. Er fand, ein Mann sollte zumindest so viel Selbstbeherrschung an den Tag legen, dass er sich nicht jedes Jahr eine neue Garderobe kaufen musste. Von seiner Uniform ganz zu schweigen. ...„
Kurzum, es war definitiv eines meiner Jahres-Highlights und ich freue mich schon auf die Folgebände. Ferner bin ich der Ansicht, dass das Buch unbedingt verfilmt werden muss.
So kann es auf meiner Schulnoten-Skala nur eine 1 geben.

27 März 2021

Kalte Herzen

… von Tess Gerritsen (Übersetzung Kristian Lutze) hat 496 Seiten und ich habe das Hardcover als Weltbild – Sammleredition der Reihe „Thriller Ladys“ Anfang 2014 erworben.



Zum Inhalt:
Abby hat als junges Mädchen miterlebt, wie ihr kleiner Bruder an einer Herzkrankheit starb, da es kein Spenderorgan gab. Dies hat sie dazu veranlasst, selbst Ärztin zu werden und es an ein renommiertes Transplantationszentrum in Boston zu schaffen. Als eines Tages eine sehr wohlhabende Patientin bei einer Transplantation den Vorrang vor einem mittellosen Studenten bekommt, wird Abby misstrauisch ...

Meine Meinung:
Der Schreibstil dieser Autorin hat mich sofort gefesselt. Sie versteht es, viele medizinische Details in die Story einzubinden, ohne dass es mich als Laien überfordert. Ich habe das eher als lehrreich empfunden.
Auch der Spannungsbogen ist grandios gespannt, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Selbst die Tatsache, dass ich gegen Ende eine Vermutung über den / die Täter hatte, wurde durch ein dennoch überraschendes Ende bedeutungslos.
Aber dieser „Medical Thriller“ ist nicht nur medizinisch, blutig und nervenzermürbend spannend, sondern bietet auch feinen Humor, wie bei diesem Zitat:
„… Das war ein Standardwitz unter allen Krankenhausbelegschaften: die Dummheit der Chirurgen. Internisten verließen sich auf ihr Hirn, Chirurgen auf ihre kostbaren Hände. Wenn einem Internisten die Aufzugtür vor der Nase zugeht, schiebt er die Hände dazwischen, um sie aufzuhalten. Ein Chirurg seinen Kopf. …“
Kurzum, ich frage mich, warum ich nicht schon eher ein Buch von Tess Gerritsen gelesen habe.
Es kann somit auf meiner Schulnoten-Skala nur eine 1 geben!

24 März 2021

Die Insel der Wünsche

… mit dem Untertitel „Stürme des Lebens“ von Anna Jessen ist am 22.03.2021 als Paperback im Goldmann Verlag erschienen, hat 540 Seiten und kostet EUR 15,00. Es ist der Auftakt der Helgoland-Trilogie. Ich habe das Buch als Vorab-Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal erhalten; daher [WERBUNG].



Zum Inhalt:
Tine Tiedkens lebt in ärmlichsten Verhältnissen im Hamburg des ausgehenden 19. Jahrhunderts und trägt mit dem Verkauf von kleinen Blumensträußen zum Unterhalt der 12köpfigen Familie bei. Durch eine Begegnung am Hafen glaubt sie, auf Helgoland ihr Schicksal zum besseren wenden zu können. Und das scheint zunächst auch wahr zu werden ...

LESEPROBE

Meine Meinung:
Die Autorin findet von Beginn an eine gute Balance zwischen eindrücklichen Beschreibungen der damaligen Lebensverhältnisse, geschichtlichen Hintergründen, interessanten Landschaftsbeschreibungen und dem eigentlichen Roman.
Die Hauptfigur, Tine, ist ein Sympathieträger; wenngleich sie mir an mancher Stelle doch zu sehr „Gutmensch“ war. Auch die Tatsache, dass sie aus jeder noch so verzwickten Situation unbeschadet hervorgeht, war mir ein wenig zu viel.
Die weiteren Charaktere (wie u.a. Fritzi oder Frau Thevessen) sind mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet, so dass sie realistisch erscheinen und für Abwechslung sorgen.
Sehr gut haben mir auch die Handlungsorte Hamburg und Helgoland gefallen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ich Helgoland überhaupt nicht kenne, war es hilfreich, dass im vorderen Teil des Buches eine kleine Landkarte abgedruckt ist.
Ein weiterer Pluspunkt dieses Buches ist natürlich, dass es in meiner liebsten historischen Epoche spielt.
Kurzum, die Geschichte hat mich wirklich gut unterhalten und ich freue mich schon auf die Folgebände.
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es daher eine wohlverdiente 2.

22 März 2021

Blutroter Schatten

… mit dem Untertitel „Nur du kannst ihn aufhalten“ von Patricia Walter ist am 26.02.2021 als Taschenbuch im Bastei Lübbe Verlag erschienen, hat 412 Seiten und kostet EUR 10,00. Ich habe das Buch als Vorab-Rezensionsexemplar über eine Aktion von Mainwunder erhalten; daher [WERBUNG].



Zum Inhalt:
In in München werden kurz hintereinander mehrere Leichen gefunden, bei denen der Täter jeweils eine Karte mit den Worten „Mit besten Empfehlungen von Thomas Rohde“ hinterlässt. Da jedoch ansonsten keinerlei verwertbare Spuren an den Tatorten zu finden sind, kommt die Polizei mit ihren Ermittlungen nicht voran. Schließlich sitzt Thomas Rohde seit mehreren Jahren isoliert in der Psychiatrie. Kennt er den Täter? Doch darüber will er nicht mit der Polizei reden, sondern nur mit seiner Tochter, die aber seit seiner Verurteilung den Kontakt zu ihm verweigert ...

LESEPROBE

Meine Meinung:
Ich kannte die Autorin vorher noch nicht, aber werde nun sicher nach einem anderen Buch von ihr Ausschau halten. 😉
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, denn obwohl es um sehr blutige Taten geht, liegt der Fokus mehr auf dem „psychologischen Grauen“. Die Spannung wird konsequent auf einem hohen Niveau gehalten, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.
Auch regt der Aufbau der Geschichte zum Miträtseln an, wobei es immer wieder Wendungen gibt, die den Leser alles neu überdenken lassen.
Die Ermittlungsarbeit der Polizei ist mit all ihren (kleinen) Erfolgen und immer wieder auftretenden Rückschlägen ein m.E. sehr wichtiger Bestandteil der Story.
Ich könnte mir hier auch gut eine Verfilmung vorstellen!
Kurzum, ein Psychothriller vom Feinsten, den ich definitiv weiterempfehle
Auf meiner Schulnoten-Skala gibt es daher eine 1.